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3 wichtige Faktoren, warum Gold 2017 praktisch garantiert steigen wird

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Der Fluch ist aufgehoben, zumindest vorerst. Nach einem Zeitraum von mehr als zehn Jahren voller Gewinne folgten hintereinander drei Jahre voller Verluste. Doch 2016 konnte Gold seinen Reiz zurückgewinnen und hat im Laufe des Jahres 9 % hinzugewinnen können. Natürlich waren die Gewinne Anfang des Jahres deutlich höher, als das Edelmetall fast 1.400 US-Dollar pro Unze erreicht hatte, nachdem es zuvor auf ein Tief von 1.050 US-Dollar abgestürzt war. Zu Beginn 2017 steht Gold jetzt bei einem Startpunkt von 1.151 US-Dollar.

Der größte Katalysator 2017

Die Wall Street und die Investoren haben aber nicht viel Zeit, um in Erinnerungen zu schwelgen, egal wie sehr es ihnen gefällt, ihre Vermögenswerte steigen zu sehen. 2016 ist vorbei, daher müssen wir uns jetzt 2017 zuwenden und untersuchen, welche Katalysatoren die Goldmärkte dieses Jahr bewegen könnten. In keiner bestimmten Reihenfolge würde ich vorschlagen, dass die Investoren von physischem Gold und Goldminenaktien die folgenden drei Faktoren genau beobachten.

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Die Federal Reserve

Es ist wahrscheinlich kein großer Schock mehr, dass einer der wichtigsten Faktoren dieses Jahr für das physische Gold die Federal Reserve mit den Zinsen sein wird.

Um das noch einmal zu wiederholen, Gold zahlt keine Dividenden. Dagegen sind zinsträchtige Vermögenswerte wie das Sparkonto, Bankeinlagen oder Staatsanleihen mit garantierten Zinsen ausgestattet. In den letzten Jahren hat die Fed den Leitzins allerdings auf einem historischen Tief gehalten. Daher sind die nominalen Renditen der zinsträchtigen Vermögenswerte oft geringer als die Inflation. Einfach gesprochen bedeutet das, dass die Investoren zwar eine positive nominale Rendite aus ihren Staatsanleihen bekommen, sie aber trotzdem einen Kaufkraftverlust hinnehmen müssen, da die Inflation schneller wächst als ihr Geld. In diesem Szenario sind die Opportunitätskosten nicht mehr so hoch. Niedrige Opportunitätskosten führen in der Regel zu höheren Goldpreisen.

Bildquelle: Getty Images.

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Die Fed hat den Leitzins in den letzten 13 Monaten zweimal erhöht. Der Zielsatz ist historisch gesehen immer noch sehr niedrig, die nominalen Renditen für zinsträchtige Vermögenswerte aber steigen und damit erhöhen sich auch die Opportunitätskosten, wenn man sich für Gold entscheiden würde. Wenn die Zinsen weiterhin steigen, dann wird die Nachfrage nach physischem Gold wahrscheinlich zurückgehen, was den Minenunternehmen ebenso schaden wird.

Die letzten Konsensschätzungen legen nahe, dass die Fed die Zinsen dreimal im kommenden Jahr um 25 Basispunkte erhöhen wird. Wenn diese Prognose wahr wird, dann könnte Gold das zu spüren bekommen, wenn einige Investoren ihr Gold verkaufen und die stattdessen sicher erscheinenden zinsträchtigen Vermögenswerte kaufen. Wir sollten aber nicht vergessen, dass wir auch 2016 die Erwartung von vier Zinserhöhungen hatten und dann am Ende nur eine bekommen haben. Schätzungen werden aus einem guten Grund als Schätzungen bezeichnet.

Um es kurz zu machen, die Fed wird den Goldpreis 2017 stark mitbeeinflussen.

Der Trump-Faktor

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Präsidentschaft von Donald Trump. Allgemein gesehen ist Unsicherheit einer der größten Wachstumstreiber für Gold, und bei Donald Trump gibt es keinen Mangel an Unsicherheit, da er weder politische noch militärische Erfahrung hat und trotzdem bald das höchste Amt in den USA bekleiden wird.

Trumps Agenda ist auch ziemlich breit gefächert. Er möchte das Steuersystem für Einzelpersonen und für Unternehmen komplett neu überholen. Er möchte eine Billion US-Dollar für die Infrastruktur in den nächsten zehn Jahren ausgeben. Zusätzlich möchte er die Gesundheitsreform von Barack Obama rückgängig machen. Ein traditioneller republikanischer Präsident hätte wahrscheinlich keine Probleme mit seinen Vorhaben, da der Kongress und der Senat dieses Mal unter Kontrolle der Republikaner stehen. Trump könnte aber nicht so viel Glück haben. Er hat nämlich viele seiner Parteimitglieder während der Kampagne gegen sich aufgebracht. Das bedeutet, dass es schwierig werden könnte Gesetze durchzubekommen.

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Die größten Unsicherheiten drehen sich darum, was passieren könnte, wenn seine Steuerreformen zum Tragen kommen. Die USA sind eine Konsumwirtschaft. Die Erwartung, dass mehr Geld in die Taschen der Amerikaner fließt, indem das Steuersystem auf nur mehr drei Steuerklassen vereinfacht wird, wie auch eine Schaffung von Anreizen für einheimische Unternehmen und ausländische Investoren mit einem Höchststeuersatz von 15 % bei den Unternehmenssteuern, werden das BIP-Wachstum erhöhen. Gleichzeitig wird es aber auch die Umsätze der Bundesregierung vermindern und die Schulden erhöhen. Diese Zahlen sind aktuell noch nicht absehbar. Wir können also nur mutmaßen. Kann Trump dieses Gesetz durchbringen? Wenn ja, ist dann ein BIP-Wachstum von 3 % pro Jahr erreichbar? Das sind Fragen, deren Antworten wir wahrscheinlich erst in zwei Jahren kennen werden.

Wir werden aber auch herausfinden, ob Trump seine Versprechen und diese Reformen 2017 umsetzen kann. Wenn Trump Probleme damit haben sollte, seine Gesetze verabschiedet zu bekommen, dann würde das für Gold positiv sein.

Indien

Der letzte Wachstumstreiber für Gold im Jahr 2017 ist Indien.

2015 ersetzte China Indien als den größten Goldimporteur auf der Welt, aber das hat das Verlangen der Inder, das Edelmetall zu horten, weder gestoppt noch verlangsamt. Stattdessen kaufen die Inder keine Anleihen oder Aktien, sondern legen den Großteil ihrer Ersparnisse in Goldschmuck an. 2015 kaufte Indien 700 Tonnen Gold nur für Schmuck, und das, obwohl das Land jährlich nur 2 Tonnen Gold selbst schürft.

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Indiens Lust auf Gold sind großartige Neuigkeiten für die Edelmetall-Minen und für den Goldpreis. Das schafft aber auch ein wachsendes Problem für die Regierung. Wie in The Conversation gemeldet wurde, haben die meisten Inder ihr Geld in Gold angelegt, das in Form von Schmuck nicht annähernd so leicht monetarisierbar ist wie Goldbarren. Daher erhöhen die geschätzten 20.000 Tonnen Gold in Ersparnissen der Inder die Möglichkeiten der Banken nicht, Kredite zu geben. Um es einfach auszudrücken, Indien scheint ein Defizit zu haben, weil das Land so viel Gold importiert. Zusätzlich wird durch die Investition in viel Gold das Wirtschaftswachstum behindert.

Die Regierung hat versucht einen Plan umzusetzen, der es den Leuten erlaubt, Gold für zinsträchtige Anleihen zu tauschen, um damit den Banken Geld zur Verfügung zu stellen, das sie dann weiter verleihen können. Aber nach zwei solchen Versuchen konnten konnten dabei nur 14 Tonnen Gold eingetauscht werden. Indien könnte im Gegenzug die Importsteuern auf Gold erhöhen, was negative Auswirkungen auf die Nachfrage haben könnte. Je niedriger die Goldpreise aber fallen, desto attraktiver könnten sie wieder für die Bürger von Indien scheinen, was wiederum zu einer Gegenströmung führen könnte. 2015 stiegen die Goldimporte in Indien um 12 % und das trotz einer Erhöhung der Importsteuer auf Gold.

Die Politik in Indien – als zweitgrößten Importeur von Gold – könnte den Markt 2017 definitiv beeinflussen.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und wurde am 04.01.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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