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Amazon und Apple haben Weihnachten für sich entscheiden können

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Das Q4 ist zwar noch nicht beendet und es wird schon noch ein bisschen dauern, bis man sich auf Gewinner und Verlierer des Weihnachtsgeschäfts 2016 wird festlegen können, allerdings scheint ziemlich klar, dass es schon jetzt zwei dicke Favoriten gibt.

Amazon.com (WKN:906866) hat in einer Pressemitteilung verlauten lassen, dass es sich beim Weihnachtsgeschäft 2016 „um das erfolgreichste bisher“ gehandelt hat. Man hat insgesamt weltweit über eine Milliarde Artikel verschickt. Das Online-Kaufhaus konnte außerdem sehr starke Absätze für die beiden von Alexa betriebenen Geräte Echo und Dot verzeichnen. Die Absätze für die Geräte mit Künstlicher Intelligenz haben sich im Vergleich zu Weihnachten im Vorjahr verneunfacht.

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Der andere große Gewinner: Apple (WKN:865985). Die konnten vermelden, dass 44 % aller Smartphones und Tablets, die in der Weihnachtszeit in Betrieb genommen wurden, aus ihrem Hause stammten. Zwar ist das weniger als die 49 % im Vorjahr, allerdings immer noch doppelt so gut wie die Zahlen des ärgsten Verfolgers.

Amazon geht durch die Decke

Auch wenn Amazon nur ungern ganz exakte Zahlen teilt, was die Absätze der eigenen Geräte oder der Prime-Mitgliedschaften angeht, so hat man in einer Pressemitteilung nach den Feiertagen doch die eine oder andere Hausnummer genannt. Das Unternehmen nannte die Anzahl der verkauften Echo-Geräte „Rekordzahlen“, außerdem galten die eigenen Fire TV Sticks und Fire Tablets als Bestseller.

„In diesem Jahr waren Echo und Echo Dot absolute Erfolgsprodukte, wir freuen uns darüber, dass wir Millionen neue Kunden dadurch Zugang zu Alexa haben“, sagte Amazons Worldwide Consumer CEO Jeff Wilke. „Auch trotz unserer allerbesten Bemühungen und Bestleistungen in der Produktion war es doch schwierig, genügend Geräte vorrätig zu haben.“

Ohne dass sie genaue Zahlen nannten, hat Amazon auch seinen Mitgliederservice Prime (99 Dollar jährlich in den USA) gefeiert, der in den USA u.a. Lieferungen binnen zwei Tagen verspricht. Das Unternehmen sagte, dass „mehr Menschen auf der ganzen Welt den Service nutzten“ als in den Jahren davor. Außerdem hieß es, dass der 23. Dezember der wohl wichtigste Tag jeher für Prime-Now-Bestellungen war, ein Service, der in ausgewählten Gebieten Bestellungen binnen zwei Stunden anbietet. Die Anzahl der Artikel lag dreimal so hoch wie über der des vergangenen Jahres.

Auch für Apple ein gutes Jahr

Apple bietet eigentlich überhaupt keine Sonderangebote über die Feiertage an (gut, am Black Friday hatte man ein paar Rabatte im Ärmel). Aber auch so hat man es geschafft, dass iPhones und iPads weggingen wie warme Semmeln. Wie gesagt, 44 % der Neuaktivierungen insgesamt kamen von Geräten von Apple. Der nächste Verfolger, Samsung, kam gerade mal auf 21 %, wie die Marktforscher von Flurry herausfanden.

Flurry zufolge sind Produkte von Apple also nach wie vor „die begehrtesten Geschenkartikel“. Dennoch dürfte es Samsung freuen, dass sie nicht nur den zweiten Platz hielten, sondern auch noch ein Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegten. Das kann schon als Sieg betrachtet werden, vor allem, weil man ja im vergangenen Jahr die riesige Rückrufaktion für das Galaxy Note 7 orchestrieren musste.

Diese Ergebnisse zeigen, dass einerseits Apple weiterhin beliebt ist, andererseits Samsung aber noch genügend Kredit hat, um das schwierige Jahr relativ unbeschadet zu überstehen. Das dürften gute Neuigkeiten für die Koreaner sein, vor allem, weil erwartet wird, dass Konkurrent Apple lediglich eine kleine Verbesserungsstufe mit dem iPhone 7s vorlegen wird, kein komplettes Produkt-Update.

Gute Neuigkeiten für alle

Mit erfolgreichen Smartphones und Home-Assistenz-Systemen stellen sich Apple und Amazon jeweils für ein erfolgreiches Jahr auf. So ziemlich jeder, der ein iPhone oder iPad sein eigen nennt, wird wohl Apps dazukaufen, Apple Music oder anderen Dienste nutzen, was Apple weitere Gelder zuführen dürfte. Dasselbe gilt wohl für das Echo, womit Kunden Amazons Dienste nutzen und andere Artikel vom Online-Händler kaufen werden.

Dazu kommt, dass auch wenn viele Leute nicht nur auf einem einzigen System unterwegs sind, viele dann doch mehr als nur ein iPhone oder iPad von Apple kaufen. Dasselbe gilt für Amazon, wo man erwarten darf, dass der steigende Absatz von Echo-Produkten dazu führen wird, dass mehr und mehr Menschen ein Fire Tablet oder einen Fire Stick erstehen, weil ihnen die reibungslose Kompatibilität mit dem Alexa-Gerät Freude bereiten dürfte. Für beide Unternehmen besteht für die Zukunft die Möglichkeit, dass diese Absätze dazu führen, dass mehr und mehr Menschen ihr Zuhause von diesen Systemen automatisieren lassen – was wiederum zu mehr Absatzmöglichkeiten führen dürfte.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon.com und Apple.

Dieser Artikel von Daniel Kline erschien am 30.12.2017 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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