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Bombardier —  ein Jahresrückblick

Foto: Bombardier.

Bombardier (WKN:866671) ist der größte Hersteller im Transportbereich in Kanada. Das Unternehmen war dieses Jahr auf einer interessanten Achterbahnfahrt. Der Aktienkurs ist um über 50% seit Januar gestiegen und hat sich seit dem 52-Wochentief von 0,72 CAD im Februar fast verdreifacht.
Im Folgenden möchte ich die wichtigsten Ereignisse 2016 noch einmal Revue passieren lassen.

Die große Bestellung von Delta im April

Bombardier brauchte Anfang des Jahres etwas, um die Investoren zu beruhigen. Diese machten sich nämlich große Sorgen um die CSeries, besonders um den CS100, der fast zwei Jahre verspätet und deutlich über dem Budget produziert worden war.

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Im April bekam Bombardier die so dringend benötigte Bestellung von Delta Airlines. Das Unternehmen platzierte eine einen Festauftrag über 75 CS100-Flugzeuge. Delta merkte an, dass man mit Bombardier eine Partnerschaft eingehen würde und den neuesten CS100 einsetzen wolle, um das Unternehmen neu zu positionieren. Delta möchte nämlich seine Flotte umrüsten und langfristig kosteneffizienter arbeiten.

Und dieser Auftrag hat das Vertrauen der Investoren in Bombardier und das CS100-Programm deutlich erhöht. Das Unternehmen hat im Moment gerade 360 Festaufträge im Auftragsbuch stehen.

Die CSeries kommt endlich im Juni auf den Markt

Der CS100-Passagierjet mit Platz für 100 bis 135 Passagiere wird im Juni endlich auf den Markt kommen nach mehr als zweieinhalb Jahren Verzögerung. Diese Verzögerung hat das Unternehmen mehr als 5 Milliarden CAD an Abschreibungen gekostet, wobei das Gesamtbudget 2 Milliarden CAD beträgt.

Bombardier hat bereits die Auslieferungen an Swiss international Airlines ausgeführt und 4 dieser Flugzeuge bisher im Jahr 2016 an seine Besitzer ausgeliefert. Das Unternehmen verfügt über weitere Bestellungen von Swiss international Airlines, Air Baltic und Korean Air, die sich aber aktuell noch in der Produktion befinden.

Große Bestellung von AirCanada im Juni

Zur selben Zeit als  Bombardier die ersten Flugzeuge an Swiss international Airlines lieferte, traf eine förmliche Absichtserklärung von AirCanada über 45 Flugzeuge ein. Dieser Vertrag enthält auch eine Option für weitere 30 CS300-Flugzeuge mit einem Gesamtwert von etwa 6,3 Milliarden.

8-Jahresvertrag mit der Stadt Montreal im November

Die vielleicht größte Überraschung des Jahres 2016 kam im November, als die Stadt  Montreal verkündete, am man würde den bereits bestehenden Instandhaltungsvertrag mit Bombardier für die Flotte von 41 Zügen und 264 Waggons verlängern. Der neue Vertrag erweitert die Aufgaben von Bombardier und beinhaltet jetzt auch den Betrieb dieser Züge zusätzlich zur Instandhaltung.

Diese Erweiterung des bestehenden Vertrages auf weitere Dienstleistungen wurde vom Markt als positiv angesehen, da Bombardier damit versucht langfristig profitabel zu werden. Die Margen für Serviceverträge sind üblicherweise deutlich höher als für Hersteller.

Anhaltende Gespräch mit der kanadischen Regierung stehen kurz vor dem Abschluss

Bombardier steht seit Anfang 2016 in Gesprächen mit der kanadischen Regierung wegen eines Rettungspakets. Das Unternehmen braucht finanzielle Flexibilität, die durch die Abschreibungen für die CSeries deutlich beeinträchtigt wurde.

Im März bot die Regierung ein Rettungspaket von drei Milliarden CAD an, wovon eine Milliarde von der Bundesregierung, eine Milliarde von der Provinzregierung und eine Milliarde durch eine Kapitalerhöhung von Bombardier an die beiden Regierungen aufgebracht werden sollte, falls Bombardier seine zwei Klassen Aktienstruktur aufheben sollte. Das hat allerdings die Gespräche zum Stillstand gebracht, die inzwischen wieder aufgenommen wurden.

Die aktuellen Entwicklungen beinhalten auch Gespräche über ein Rettungspaket in Höhe von einer Milliarde CAD und die Beibehaltung in der Aktienstruktur.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Chris MacDonald auf Englisch verfasst und wurde am 20.12.2016 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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