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Die Wearables müssen erst noch in die Welt hinein wachsen

Foto: Apple.

Die Umsätze im Bereich Wearables steigen seit ein paar Jahren, aber einige Unternehmen haben in letzter Zeit eine Verlangsamung bei den Umsätzen verzeichnet. Dazu zählen bemerkenswerterweise Hersteller von Geräten, die man am Handgelenk trägt wie SmartWatches und Fitnessbändern. Das könnte sich aber schon bald ändern, wenn diese Unternehmen in den internationalen Märkten besser Fuß fassen.

Bildquelle: Getty Images.

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Wie es um die Umsätze steht

Zu Beginn des Jahres waren in die Hoffnungen groß, dass 2016 ein weiteres starkes Wachstumsjahr für die Wearable-Industrie werden würde. Eine Schätzung erwartete globale Umsätze in der Höhe von 274 Millionen US-Dollar, was einen Anstieg um 18 % verglichen mit 2015 dargestellt hätte.

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Die Umsätze haben sich erhöht, einige Hersteller haben aber im Q3 Probleme bekommen, da sich der Markt im dritten Quartal nur um 3,1 % auf 23 Millionen Geräte erhöht hat (laut IDC). Es folgt eine Zusammenfassung der Umsätze der führenden Wearables-Betriebe laut Schätzungen von IDC.

Unternehmen Verkaufte Einheiten in Q3 2016 (in Millionen) Verkaufte Einheiten in Q3 2015 (in Millionen)
Fitbit 5,3 4,8
Xiaomi 3,8 3,7
Garmin 1,3 1,2
Apple 1,1 3,9
Samsung 1,0 0,5

Die Wearable-Technologie ist noch ein junger Bereich und das langsame Wachstum im Jahresvergleich könnte daher eines der frühen Hindernisse sein. Viele Unternehmen erwarten ein starkes Weihnachtsquartal und an dieser Stelle sollte man noch anmerken, dass der große Rückgang bei Apple (WKN:865985) um 72 % vor allem an der verspäteten Veröffentlichung der Apple Watch 2 zum Ende des Quartals liegt. Einige Schätzungen erwarten auch Wearable-Umsätze von über 300 Millionen Einheiten im nächsten Jahr und 600 Millionen bis zum Jahr 2020.

Das magere Wachstum während des Quartals ist besorgniserregend, vor allem  in den USA, wo bisher ein großer Teil des Wachstums vonstatten ging. Da es in Nordamerika gerade etwas schleppend läuft, muss die Industrie jetzt im Ausland nach zweistelligen Wachstumsraten suchen.

Der Schlüssel zu anhaltendem Wachstum

2015 kamen etwa 40 % der Wearable-Umsätze aus Nordamerika, wobei die meisten Einheiten Geräte für das Handgelenk waren. Weniger als 20 % der Wearables wurden in Europa verkauft und weniger als ein Drittel auf dem asiatischen Markt. Die Trends deuten auf Armbänder und Uhren, die den Großteil der Umsätze ausmachen. Die Zahlen zeigen aber auch, dass es außerhalb der USA noch viel zu holen gibt.

Viele Hersteller geben keine genaue Auskunft über die Zahl der verkauften Geräte und wo sie diese verkauft haben. Sie tun das aus Wettbewerbsgründen. Das Management von Fitbit (WKN:A14S7U) war in dieser Hinsicht aber etwas zuvorkommender und hat uns mitgeteilt, dass die Umsätze der Wearables in vielen Märkten gerade jetzt erst losgehen.

Während der Telefonkonferenz mit den Analysten sprach CEO James Park besonders über den europäischen und asiatischen Markt und über die dortigen Bemühungen des Unternehmens. Fitbit eröffnete im August eine neue Zweigstelle in Dublin, wobei sich der Fokus auf Europa jetzt schon auszahlt. In Q3 sind die Umsätze dort um 64 % gestiegen. “Wir glauben, dass Europa einen großen unerschlossenen Markt darstellt”, sagte Park. “Die Bevölkerung der fünf größten Länder – Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien – entspricht etwa der Größe der USA. Doch wurden erst weniger als 15 % unserer Geräte dort bisher verkauft.”

Bildquelle: Fitbit.

Asien war noch einmal eine ganz andere Geschichte, da nur 7 % der Gesamtumsätze aus dieser Region kommen. In der Asien-Pazifik-Region schrumpften die Umsätze im Q3 sogar um 45 %. Das Management wird die Situation bewerten, da die hohe Bevölkerung in diesem Teil der Welt auch die größte Wachstumsmöglichkeit für Fitbit darstellt. “Wir versuchen in den asiatischen Ländern besser Fuß zu fassen und arbeiten weiterhin an unserer Marketing-Strategie, die auf zusätzlicher Marktforschung basiert”, sagte Park.

Sowohl die europäischen als auch die asiatischen Regionen sind fragmentierter als Nordamerika, denn sie bestehen aus mehreren Ländern, wovon jedes seine einzigartigen Herausforderungen mit sich bringt. Fitbit glaubt, dass individuelle Marketingbemühungen hier viel ausrichten können und man dadurch das Interesse der Kunden in diesen Ländern erhöhen kann.

Die frühen Tage der Wearables

Hierbei sollte man nicht vergessen, dass sich der ganze Sektor noch in den Kinderschuhen befindet. Verbundene Geräte werden immer noch verbessert und optimiert, was die Umsätze in den USA erhöht, während neue Funktionen verfügbar werden. Der internationale Markt ist gerade erst dabei, erschlossen zu werden, und bietet in den kommenden Jahren Wearable-Unternehmen eine neue Wachstumswelle.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple und Fitbit. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple, Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Nicholas Rossolillo auf Englisch verfasst und wurde am 10.12.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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