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Reich werden, sich reich fühlen, reich bleiben – wie geht das?

Gary Kremen hat das Online-Dating-Portal Match.com gegründet. Als ihn die New York Times im Jahr 2007 interviewt hat, war er 43 Jahre alt und verfügte über ein geschätztes Vermögen von 10 Millionen Dollar. Und dennoch fühlte er sich nicht reich. Er lebte damals im Silicon Valley und hatte Bekannte und Freunde, die bedeutend wohlhabender waren als er. Kremen, hieß es in dem Artikel der Times, „schiebt 60- oder 80-Stunden-Wochen, weil er noch lange nicht das Gefühl hat, dass er sich ausruhen dürfte. „Mit 10 Millionen in der Tasche bist du hier ein niemand“, sagte er.

Und dann ist da Pete (der seinen Nachnamen nicht preisgeben möchte). Er ist 39 Jahre alt und hat sich seit etwa 10 Jahren zur Ruhe gesetzt. Er lebt in Colorado mit seiner Frau und einem acht Jahre alten Sohn. Er nennt seinen Lebensstil eine „hammerharte Freizeit“. Pete und seine Frau haben beide mit 30 Jahren aufgehört zu arbeiten, als sie sich ein Haus leisten konnten und 600.000 Dollar in Ersparnissen hatten, was ihnen genug abwirft, um etwa 25.000 Dollar im Jahr ausgeben zu können. „Damit kommt man recht weit, wenn man weder Miete noch Hypothek zahlen muss“, hat er mal MarketWatch erzählt.

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Vermögen und Reichtum sind relativ. Das ist der wohl wichtigste Satz, wenn es um die persönlichen Finanzangelegenheiten geht. Gary verdient in der Woche 25.000 Dollar, und es reicht ihm lange nicht. Pete verdient 25.000 Dollar im Jahr, und das gibt ihm so sehr das Gefühl von Vermögen, dass er sich gerade mal acht Jahre nach dem College zur Ruhe gesetzt hat. Reichtum hat also viel weniger mit dem Kontostand zu tun als mit den Erwartungen, was das Geld einem geben soll. Es geht um links und rechts von der Gleichung, und viele Leute verzweifeln am Teil rechts des Gleichheitszeichens.

Das alles habe ich selber miterlebt. Im College habe ich im Parkservice in einem Privatclub gearbeitet. Die Mitglieder hatten mehr Geld als ich nur erträumen konnte: Privatjet, Yachten, Lamborghinis. Aber je länger ich dort gearbeitet habe, desto mehr habe ich gesehen, dass sich unter den Mitgliedern einige der unglücklichsten, gestresstesten und undzufriedenen Menschen befinden, die ich jemals getroffen habe. Ein Teil davon lag darin, dass es sich bei diesen Menschen um Alpha-Persönlichkeiten handelte, die einfach nicht in der Lage waren, locker zu lassen. Ein anderer Teil bestand darin, dass sie für jeden Dollar, der in ihre Tasche floss, ihr großes Ziel einfach zwei Dollar weiter hinaus verlegten. Noch schneller als die Summe auf ihren Konten wuchs nur noch die Gier nach einem weiteren Haus, nach einem weiteren Sportwagen, nach einem weiteren Boot. In so einer Situation kann man sich natürlich gar nicht reich oder vermögend fühlen, ganz gleich, wie viel Geld man tatsächlich hat. So als würde man ständig im Kreis rennen, oder, schlimmer, als würde man rückwärts gehen – und zwar 60 oder eben auch 80 Stunden in der Woche. Jemand, der 50.000 Euro im Jahr verdient aber nur 30.000 braucht, um glücklich zu sein, ist wohl viel wohlhabender als jemand, der 1 Million verdient aber unbedingt 1,1 Million benötigt. Scheint simpel und klar, aber es ist schockierend, wie viele Menschen ihre Erwartungen nicht im Griff haben, wenn es darum geht, die persönliche Finanzsituation zu verbessern.

Es handelt sich dabei um ganz einfache Psychologie. Wenn die Grundbedürfnisse erst einmal gedeckt sind, kann jeder zusätzliche Euro einfach nicht mehr so viel Glück kaufen, weil man sich einfach an das neue Auto und die schicken Klamotten quasi über Nacht gewöhnt. Was aber Menschen auf jeden Fall Glück gibt, ist, dass sie Kontrolle über ihre Zeit haben, selbstständig arbeiten und einen flexiblen Zeitplan haben. Die Reichen in meinem Privatclub damals fühlten sich nicht wohlhabend, Grund: Je mehr Geld sie hatten, desto mehr Sachen wollten sie kaufen, und das machte ihre Leben komplizierter. Pete fühlt sich glücklich, weil er seine Erwartungen und Bedürfnisse runtergeschraubt hat und mit seinen bescheidenen Ersparnissen ein Level erreicht hat, das es ihm erlaubt, komplette Kontrolle über seine Zeit zu bewahren. Oder, wie er selber sagt:

Die einfachste Art, wie man seine Finanzen in den Griff bekommt, besteht darin, dass man versteht, dass man viel mehr Kontrolle hat als man annimmt. Die Zeit bis zum Ruhestand hängt nur von einer Sache ab: Den Prozentsatz, den man von seinem Gehalt zum Sparen abzwacken kann. Und das wiederum hängt nur davon ab, wie viel man ausgibt. Wenn man also in der Lage ist, ein sehr bescheidenes Leben zu führen, dann erscheint der Himmel plötzlich wolkenlos und die Finanzen sehen viel rosiger aus.

Gut, das heißt natürlich nicht, dass man sich mit dem Zelt in den Wald zurückzieht und sich daran gewöhnt, von einer Dose Katzenfutter zu leben. Aber ganz gleich, wie hoch der Betrag ist, den du als Lebensstandard festlegst, es kommt letztlich darauf an, dass du in der Lage bist, mehr Geld zurückzulegen als du ausgeben willst. Menschen, die sich sehr wohlhabend fühlen, haben eine Beziehung zu Geld, die in etwa so aussieht:

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Und eben nicht so:

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Die Schriftsteller Kurt Vonnegut und Joseph Heller waren einmal auf einer Party, die von einem Hedgefonds-Manager gegeben wurde, einem Milliardär. Vonnegut wies darauf hin, dass der Milliardär an einem einzigen Tag wohl mehr Geld verdient hat als Heller mit seinem Bestseller Catch-22 im ganzen Leben.

Heller antwortete: „Stimmt. Aber ich habe dafür etwas, was er nie haben wird: Das Gefühl von genug.

Vielleicht nicht schlecht, wenn man den Satz mal ein bisschen wirken lässt.

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Dieser Artikel von Morgan Housel erschien am 21.01.2014 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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