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3 Fragen, die man sich stellen sollte, bevor man Dividendenaktien kauft

Foto: Pixabay

Einer der sichersten Wege über Zeit Vermögen aufzubauen besteht darin, in Dividendenaktien zu investieren. Allerdings handelt es sich nicht bei jeder davon um ein Premiumprodukt. Wenn du also die Suche ein bisschen eingrenzen willst, kannst du dir drei Fragen stellen:

Wie ist die Auszahlungsquote?

Eine der einfachsten und doch wichtigsten Aspekte vor dem Kauf einer Dividendenaktie ist die Auszahlungsquote. Damit ist gemeint, dass man die Dividendenauszahlung relativ zu den Einnahmen pro Aktie berechnet. Wenn ein Unternehmen also beispielsweise 1,00 Euro pro Aktie ausschüttet und 2,00 Euro pro Aktie reingeholt hat, dann liegt die Auszahlungsquote bei 50 %.

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Kurz und gut, damit kann man feststellen, ob ein Unternehmen genug Geld reinholt, um die Dividende zu bedienen, und ob man bei einem Knick in den Einnahmen nach wie vor genügend Polster hat, um die Dividende zahlen zu können. Es gibt da keine besondere Hürde, aber ich persönlich lasse die Finger von allen Dividendenaktien, wo die Zahl über 60 % liegt.

Die große Ausnahme stellen Real-Estate-Investment-Trusts, sogenannte REITs, dar. Denn die sind gesetzlich daran gebunden, mindestens 90 % ihrer Einnahmen auszuschütten. Da REITs allerdings Wertverfall ausklammern, der eigentlich keine Kosten darstellt, sind sie kein guter Indikator dafür, wie viel diese Unternehmen tatsächlich reinholen. Wenn man also die Auszahlungsquote für REITs berechnet, sollte man die operativen Einnahmen als Grundlage nehmen. Auch dieser Prozentsatz sollte hoch sein, allerdings sollte er definitiv weit unter 100 % liegen.

Wie schlimm würde eine Rezession oder schwächelnde Branche das Unternehmen mitnehmen?

Die Auszahlungsquote ist ein hervorragender Indikator dafür, wie gut ein Unternehmen derzeit die Dividende decken kann. Allerdings sind die besten Dividendenaktien in der Lage, in guten wie in schlechten Zeiten die Dividende stabil zu halten oder gar zu steigern.

In der Ölbranche kann man das schön erkennen, dort gibt es nämlich viele Unternehmen, die diesen Standard einfach nicht erfüllen können. Deren Einnahmen wurden nämlich in den letzten Jahren vom niedrigen Ölpreis stark in Mitleidenschaft gezogen. Z.B. Chevron (WKN:852552): Im Jahr 2013 hat Chevron pro Aktie 11,09 Dollar eingenommen und 3,90 ausgezahlt – eine Auszahlungsquote von 35 %. Zwei Jahre später lag die Quote bei 175 %, Schuld waren die gefallenen Preise.

Anderes Beispiel: Wal Mart (WKN:860853). Deren Geschäftsmodell funktioniert unabhängig von der wirtschaftlichen Lage. In guten Zeiten geben die Menschen ohnehin etwas mehr aus, gut also für große Kaufhäuser wie Wal-Mart. Und in schlechten Zeiten gehen sie zu den Discountern und lassen in der Regel die Boutiquen links liegen, was dann wiederum die Kundenbasis von beispielsweise Wal-Mart steigert. Schaut man sich mal deren Einnahmen der Vergangenheit an, sieht man, dass Wal-Mart in den harten Jahren 2008 und 2009 sogar besser performt hat als in den wirtschaftlich starken Jahren davor.

WMT Daten von YCharts

WMT Daten von YCharts

Ich will damit gar nicht sagen, dass Chevron oder andere Ölriesen schlechte Investments wären, oder dass es sich bei Wal-Mart um ein besonders gutes handelt. Allerdings sollte man vor dem Investieren zumindest ein ungefähres Bild davon haben, was passieren könnte, wenn sich die Dinge verschlechtern.

Ein Blick in die Dividenden-Vergangenheit

Letztlich ist es wichtig, dass man sich über die Vergangenheit des Unternehmens beim Thema Dividendenzahlung informiert. Hohe Dividenden sind ja immer gut, aber hohe Dividenden, die auch noch permanent wachsen, sind der heilige Gral des Dividenden-Investierens. Wal-Mart zum Beispiel konnte die Dividende in den vergangenen 41 Jahren kontinuierlich anheben.

Noch ein Beispiel: National Retail Properties (WKN:A0JMJZ), ein Real-Estate-Investmen-Trust (REIT), den ich selber in meinem Portfolio für den Ruhestand habe. Die Aktie zahlt derzeit generöse 4,4 % Dividende. Wichtiger aber ist, dass das Unternehmen seit 27 Jahren beständig die Dividende anhebt. Diese Art Wachstum kann langfristig gesehen dabei helfen, die Inflation auszugleichen – von der Macht des Zinseszins einmal ganz zu schweigen.

Andere Unternehmen, die auf eine lange Vergangenheit als Dividenden-Aristokraten zurückschauen dürfen, findest du in Indizes, die sich extra auf diese Art von Rückschau spezialisiert haben. Z.B. der S&P 500 Dividend Aristocrats, der ausschließlich Positionen aus dem S&P 500 trackt, die in den letzten 25 Jahren beständig die Dividende haben anheben können.

Natürlich ist die Vergangenheit nie eine hundertprozentige Garantie für die Zukunft, aber oft ist es eben doch ein guter Indikator dafür, dass das Unternehmen offenbar Erfahrung mit aktionärsfreundlichem Verhalten hat.

Das ist nur der Anfang

Diese drei Fragen sind gute Ausgangspunkte, aber natürlich nicht die einzigen Sachen, auf die du vor dem Investieren wert legen solltest. Schau dir doch auch noch einmal diese Liste (englisch) von uns an, wenn du einen weiteren Wegweiser benötigen solltest.

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The Motley Fool empfiehlt Chevron.

Dieser Artikel von Matthew Frankel erschien am 18.12.2016 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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