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Was ich 2016 am meisten bereue

Foto: Pixabay, stevepb

Als jemand, der seinen Lebensunterhalt damit verdient, über Finanzen zu schreiben, habe ich bestimmte Standards für mich selbst aufgestellt. Um die Wahrheit zu sagen habe ich jede Menge Fehler mit meinem Geld gemacht, wie z. B. jahrelang nicht in Aktien zu investieren, weil ich Angst vor der Börse hatte. Wenn ich aber auswählen müsste, was ich 2016 am meisten bereue, dann wäre es etwas sehr Simples: ich habe nicht genug gespart.

Der beste Plan…

Ich habe 2016 mit einem neuen Budget begonnen, in dem ich auch Platz für Ersparnisse hatte. Das Problem? Ich habe dieses Budget den Großteil des Jahres nicht befolgt.

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Das ist zwar kein Trost, zumindest war ich dabei aber in guter Gesellschaft. Laut einem aktuellen Bericht von Wells Fargo halten sich auch 60 % der Amerikaner an kein festgelegtes Budget. Das macht es mir aber noch schwerer, meine Ausgaben unter Kontrolle zu halten. Daher habe ich viel zu viel Geld für Dinge ausgegeben, die ich eigentlich gar nicht brauche.

Ich habe es auch nicht geschafft, einmalige Ausgaben, die mehrmals pro Jahr auftauchen, zu berücksichtigen.Beispielsweise zahle ich 1.200 US-Dollar pro Jahr an Versicherung für mein Eigenheim. Doch anstatt jeden Monat 100 US-Dollar beiseite zu legen, um das zu bezahlen, habe ich es komplett vergessen und hätte das Geld fast nicht aufgebracht, als die Zahlung fällig wurde. Hätte ich nur ein Budget gehabt und es auch befolgt, dann hätte ich mich daran erinnert und weniger Geld für andere Dinge ausgegeben.

Falsche Prioritäten

Kein Budget aufzustellen ist eines der Dinge, die ich 2016 falsch gemacht habe. Ich habe auch vergessen, meiner wichtigsten Regel zu folgen: bezahle dich selbst zuerst. Idealerweise sollten wir mindestens 10 % dessen, was wir verdienen, sparen – egal wieviel wir verdienen. Mein Einkommen ist variabel und kann sich von einem Monat zum nächsten Monat drastisch ändern. Anstatt aber 10 % meiner Einnahmen jeden Monat zu sparen habe ich das nur gemacht, als es für mich gerade leicht war.

Im Oktober hatte ich z.B. einen schlechteren Monat und ich hätte mich eigentlich mit meinem Budget hinsetzen und mir überlegen sollen, wie ich diese Mindereinnahmen ausgleichen könnte, wie ich meine Ausgaben besser planen könnte und wie ich 10 % dessen, was auch immer am Ende übrig blieb, sparen hätte können. Was habe ich stattdessen gemacht? Ich habe mein Budget ignoriert, mehr ausgegeben als ich eingenommen habe und nichts gespart.

Aber das war nicht mein einziger Fehler. Der Juli war ein sehr guter Monat für mich. Doch anstatt die Gelegenheit beim Schopf zu packen und etwas Geld beiseite zu legen, habe ich mich selbst mit Käufen belohnt, die meine Lebensqualität vielleicht kurzfristig verbessert haben, mir aber langfristig das schlechte Gefühl gegeben haben, mein Geld verschwendet zu haben.

Das hat es mich gekostet

Ich habe dieses Jahr wahrscheinlich 5.000 US-Dollar weniger gespart als ich sparen hätte können, weil ich mein Budget nicht beachtet und mich selbst nicht zuerst bezahlt habe. 5.000 US-Dollar ist an sich schon relativ viel Geld, aber dieser Fehler hat mich in Wirklichkeit noch deutlich mehr gekostet. Hätte ich dieses Geld in eine relativ konservative Investition mit einer durchschnittlichen Jahresrendite von 4 % gesteckt, dann wäre ich in 30 Jahren 16.000 US-Dollar reicher als jetzt.

Hätte ich mein Geld in Aktien gesteckt, die historisch gesehen 9 % pro Jahr schaffen, dann hätte ich in 30 Jahren 66.000 US-Dollar damit verdient und ich hätte für dieses Geld nicht arbeiten müssen sondern mich nur zurücklehnen und zusehen müssen. In Wirklichkeit habe ich es also nicht nur nicht geschafft, 5.000 US-Dollar zu sparen sondern ich habe es auch nicht geschafft, einen ernsthaften Beitrag in meine Rentenkasse einzuzahlen.

Was geschehen ist, ist geschehen und es bringt nichts dem jetzt hinterher zu weinen. Wenn du aber ähnliche Schuldgefühle hast, dann kannst du wie ich etwas davon lernen und wir können unsere Fehler das nächste Mal berichtigen, wenn wir die folgenden drei einfachen Regeln beachten:

1. Stelle ein Budget auf und halte dich daran.

2. Arbeite auch die einmaligen Ausgaben in dein Budget ein, damit sie dich nicht kalt erwischen.

3. Zahle 10 % deiner Einnahmen in deinen Sparfonds ein, bevor du auch nur einen Cent davon ausgibst. Wenn du glaubst, dass du das nicht alleine schaffst, dann kannst du das auch automatisch einstellen.

Das Positive an den Fehlern ist aber, dass sie die besten Lehrer sind. Daher wünsche ich dir eine finanziell erfolgreicheres und verantwortungsvolleres Jahr 2017.

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Dieser Artikel wurde von Maurie Backman auf Englisch verfasst und wurde am 15.12.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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