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Total S.A.: Für Tesla so gefährlich wie BMW

Copyright: Flavien Duhamel, Red Bull Content Pool

Bei der Analyse von Tesla (WKN:A1CX3T) fokussieren wir uns meistens auf die Elektroautos und welche Chance diese haben, sich auch zukünftig gegen BMW (WKN:519000) und Daimler (WKN:710000) zu behaupten. Im Zuge der vertikalen Integration von Tesla treten hingegen noch völlig andere Konkurrenten auf den Plan.

Möglicherweise ist der französische Öl- und Gas-Konzern Total S.A. (WKN:850727) bereits dort, wo Tesla erst hin will. Hört sich grotesk an? Lass es mich erklären.

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Wie Tesla und Total zu Konkurrenten wurden

Eigentlich könnten die beiden Konzerne kaum unterschiedlicher sein. Auf der einen Seite das hippe Start-up, das Milliarden dafür einsetzt, um als Pionier die Elektromobilität zu entwickeln. Auf der anderen Seite eine etablierte Gruppe, deren Wurzeln fast 100 Jahre zurückreichen und die mit Brenn- und Schmierstoffen ein weltweites Imperium aufgebaut hat.

Aber seit Jahren bewegen sich die beiden aufeinander zu. 2011 stieg Total durch die Übernahme von SunPower (WKN:A1JNM7) groß in den Photovoltaik-Markt ein. Tesla Motors zog 2016 mit der Übernahme des zumindest teilweise auf Elon Musk zurückgehenden Unternehmens SolarCity nach.

SolarCity und Tesla benötigen beide große Mengen an Batterien, die in der Gigafactory zu Kampfpreisen produziert werden. Auch in diesem Bereich treffen die Amerikaner und Franzosen aufeinander: Während Teslas Riesenfabrik nun so langsam in die Gänge kommt, erwarb Total in diesem Jahr den vielleicht bedeutendsten europäischen Batteriehersteller, die Saft Groupe.

Nun sind beide in der Lage, hocheffiziente Solarmodule und fortschrittliche Stromspeicher aus einer Hand anzubieten.

Vorteil Total

Der Ölkonzern hat natürlich keine eigenen Elektroautos im Angebot, und ehrlich gesagt, rechne ich auch nicht damit, dass in nächster Zeit Schritte in diese Richtung unternommen werden. Aber fast alles, was Tesla sonst so macht, kann Total auch – und zum Teil vielleicht sogar etwas besser.

Total hat nicht nur unglaublich tiefe Taschen, sondern auch weltweite Netzwerke. Rund 16.000 auf allen Kontinenten verteilte Servicestandorte sprechen eine Sprache für sich. Jede einzelne davon könnte zukünftig mit Schnellladestationen ausgestattet werden, um auch bei der Elektromobilität eine wichtige Rolle zu spielen.

Der Strom dafür würde dann teilweise selbst produziert werden und zwar nicht nur mit den vorgenannten Solarzellen, sondern vielleicht auch mit Windrädern. Der Risikokapitalarm von Total investierte nämlich kürzlich in United Wind, einem amerikanischen Unternehmen, das vergleichsweise kleine Turbinen in ländlichen Regionen zum Leasing anbietet.

Konkret wurde im November angekündigt, dass tausende Tankstellen mit Solarmodulen ausgestattet werden sollen. Später dürften auch die oft abseits von Elektrizitätsnetzen gelegenen Explorations- und Förderfelder von solchen integrierten Lösungen profitieren.

Total muss sich also nicht wie Tesla erst noch einen Markt schaffen, sondern hat bereits ein riesiges Anwendungsfeld unter dem Konzerndach.

Wer schmiedet das bessere Paket?

Total und Tesla arbeiten beide daran, aus den verschiedenen Bausteinen ein stimmiges Gesamtkonzept zu schmieden. In der Total-Gruppe haben sowohl SunPower als auch Saft Erfahrung mit Batteriespeichern für Solaranlagen. Hier können sicherlich Synergien geschöpft werden.

Darüber hinaus hat der Öl-Multi über die letzten Jahre in ein ganzes Portfolio rund um die verteilte Energieerzeugung und -speicherung investiert, darunter auch ein Start-up, das Energie mit komprimierter Luft speichern will und ein anderes, das Datenanalysen rund um Energieströme fährt.

Voraussichtlich entscheidet sich wie so oft heutzutage bei der Software, wer letztlich erfolgreicher sein wird. Denn nur wer es schafft, eine attraktive Plattform zu programmieren, die alles zusammenführt und über die viele Partner angedockt werden können, wird am Schluss als Gewinner hervorgehen.

Tesla hat hier den Vorteil der Nähe zum Silicon Valley, wo es viele innovative Köpfe gibt, welche die entscheidenden Ideen für den nächsten Entwicklungssprung des Autobauers ersinnen könnten. Total auf der anderen Seite kann mit einem brachialen Supercomputer aufwarten, der industrieweit spitze ist. Dieser wird derzeit zwar vor allem für geologische Anwendungen genutzt, aber relevante IT-Kompetenz ist auf alle Fälle schon mal da.

Ein offenes Duell

Aus geradezu gegensätzlichen Ecken kommend, treffen sich Tesla und Total nun in der Mitte. Beide haben das Potenzial, bei der verteilten Erzeugung und Speicherung von Energie zukünftig eine noch viel bedeutendere Rolle zu spielen.

Meine Erwartung ist, dass es zumindest einem der beiden gelingt, aus den Einzelteilen ein großes Ganzes zu schaffen, eine Art vernetzte Energie-Plattform, die über das, was wir uns heute vorstellen, weit hinausgeht.

Dabei gibt es noch einen wichtigen Unterschied zu beachten: Wenn Total scheitert, dann wird der Geschäftsbereich aufgegeben und es werden trotzdem weiterhin Milliardengewinne eingefahren. Tesla muss an allen Fronten gewinnen, um zu überleben – große Chancen, große Risiken.

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Ralf Anders hält keine Wertpapiere genannter Unternehmen. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Tesla Motors. The Motley Fool empfiehlt BMW, Daimler und Total.

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