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Sind Anleger bei Royal Dutch Shell und BP zu euphorisch?

Foto: Pixabay, tpsdave

Ich will kein Spielverderber sein, aber ich glaube, dass Investoren mehr Selbstbeherrschung walten lassen sollten, bevor sie weiter Aktien von BP (WKN:850517) und Royal Dutch Shell (WKN:A0D94M) kaufen.

Die Vereinbarung der OPEC über die Produktionsmenge von letzter Woche treibt die Aktienpreise in den Himmel. Erst gestern erreichte Shell einen Wert, den es seit 22 Monaten nicht mehr hatte und lag bei 22,45 GBP pro Aktie. Sein Rivale im FTSE 100 kletterte auf ein neues Sechswochenhoch und ist nun nur noch knapp von dem Höchststand im Oktober entfernt. Damals lag der Aktienpreis bei 495 Pence, was der beste Kurs seit Juli 2014 ist.

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Fragliche Kürzungen

Versteh mich nicht falsch: Wie der Rest des Marktes glaube ich, dass der Schritt der OPEC, 1,2 Millionen Barrel Öl pro Tag weniger zu produzieren, einen Wandel einleiten könnte. Allerdings ist es noch viel zu früh, um den Erfolg des Vertrages zu loben, der von den Saudis angeführt wurde.

Dies liegt daran, dass die neusten Förderzahlen der OPEC darauf hindeuten, dass die Gruppe mehr als die ursprünglich geplante Menge weniger fördern muss, um eine Menge von 32,5 Millionen Barrel pro Tag einzuhalten. Die Internationale Energieagentur gab am Donnerstag bekannt, dass das Kartell im November 34,2 Millionen Barrel pro Tag förderte.

Es gibt zudem Bedenken, wie ernsthaft das Kartell die Produktionsmenge jedes individuellen Mitglieds überwachen wird. Einige Länder müssen extreme Rückgänge hinnehmen, andere wie Iran und Nigeria hingegen haben einen Freifahrtschein. Man könnte sagen, dass die Förderzahlen von November das wirkliche Engagement der OPEC widerspiegeln.

Probleme aus den USA

Und wenn wir uns umschauen, bedrohen die Nachrichten über das Angebot aus den USA die Wirkung des Vertrages von letztem Monat in Doha.

Die Förderer haben sich immer mehr auf Rohölpreise von 50 US-Dollar je Barrel eingestellt. Dies spiegelt sich in der wachsenden Zahl der Bohrtürme in den USA wider. Die neuste Zählung der Bohranlagen durch Baker Hughes zeigte, dass weitere 21 Bohrtürme ihre Arbeit aufgenommen haben. Die Gesamtzahl liegt bei 498. Das ist der größte Zuwachs pro Woche seit über einem Jahr.

Sicher, die Reduktion der Fördermenge ermutigt nordamerikanische Produzenten, ihre Arbeit wieder aufzunehmen. Dieser Trend scheint sich in den kommenden Monaten noch zu verschlimmern. Das mindert die Wahrscheinlichkeit, dass der Ölpreis weiter steigt.

Diese Schritte zusammen mit der wackeligen Energienachfrage dürften dazu führen, dass die Kapazitäten hoch bleiben. Die Daten von letztem Donnerstag vom American Petroleum Institute zeigten, dass die amerikanischen Anlagen in der Woche zum 9. Dezember 4,9 Millionen Barrel mehr förderten.

Zu gut?

Es gibt meiner Meinung nach also genug Gründe, warum wir uns nicht zu viel Hoffnung auf eine baldige Erholung der Gewinne von Unternehmen wie Shell und BP machen sollten.

City erwartet, dass sich der Gewinn von BP im Jahr 2017 verdoppelt und ein KGV von 15,4 mit sich bringt. Das erwartete Gewinnwachstum in Höhe von 73 % bei Shell führt zu einem Gewinnmultiplikator von 19,5. Das ist deutlich über dem Durchschnitt, der in London ansässigen Bluechips von 15.

Da die Nachfrage im nächsten Jahr womöglich schwach bleibt und die Angebotsindikatoren nicht besonders ermutigend sind, glaube ich, dass der Glaube an einen nachhaltig starken Ölpreis und damit eine robusten Gewinnerhöhung auf einem wackeligen Fundament gebaut ist. Ich vermute, dass die Risiken die möglichen Gewinne zum gegenwärtigen Preis überwiegen.

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The Motley Fool UK empfiehlt BP und Royal Dutch Shell B.

Dieser Artikel wurde von Royston Wild auf Englisch verfasst und am 14.12.2016 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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