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Rückblick 2016: Schock über Deutsche Bank-Milliardenboni

Foto: Pixabay

Nach einem ereignisreichen Jahr an den Märkten habe ich ein wenig reflektiert und mich entschieden, was für mich die schockierendste Entdeckung überhaupt war: Wie riesig die Boni bei Deutschlands Großbanken noch immer sind.

Wenn wir im nächsten Jahr wieder diskutieren, wie es mit der Deutschen Bank (WKN: 514000) weitergehen soll, dann sollte man im Hinterkopf behalten, wie großzügig man sich dort noch immer für ziemlich miese Ergebnisse bezahlen lässt.

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Diese Statistik zeigt das Ausmaß der Unverschämtheit

Wer den Vergütungsbericht der Deutschen Bank betrachtet, sieht, dass man zumindest einen Abwärtstrend bei den Boni feststellen kann. Das ist allerdings weniger beruhigend, als es auf den ersten Anblick scheint, denn die Bank hat noch bis vor kurzem solch riesige Summen ausgezahlt, dass selbst nach einem Rückgang noch über zwei Milliarden an Boni gewährt werden.

Abgesehen davon sind natürlich auch die fixen Gehälter oftmals noch von immenser Größenordnung. Die 2.000 bestbezahlten Manager haben laut dem letzten Vergütungsbericht zusammen circa 2 Milliarden Euro Gehalt bekommen. Also im Durchschnitt eine Million pro Mitarbeiter.

Der wirkliche Schock war für mich aber, als ich mir durch Zufall auch die Kapitalerhöhungen der Deutschen Bank angeschaut habe. Da die Bank seit der Finanzkrise dringend neues Kapital benötigt hat wurden 2010 10,2 Milliarden Euro und 2014 noch einmal 8,5 Milliarden Euro eingesammelt, also zusammen 18,7 Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum wurden aber auch Boni in Höhe von unglaublichen 19,4 Milliarden Euro gewährt, obwohl das Geschäft immer schlechter lief. Kein Wunder also, dass die Deutsche Bank schon wieder zu wenig Kapital hat!

Bonuszahlungen bei der Deutschen Bank

Das wirkliche Problem mit Bank-Boni

Als ich dann länger über die Grundproblematik nachgedacht habe, wurde mir klar, was das größte Problem mit Boni in der Finanzbranche ist. Die Boni sind an Gewinne gekoppelt, aber Gewinne sind gerade im Investmentbanking nichts, was sich einfach feststellen lässt. Gerade kurzfristig können immense Gewinne gebucht werden, die sich langfristig als Illusionen herausstellen. Genau das ist in der Finanzkrise passiert.

Ein einfaches Beispiel kann das deutlich illustrieren: Wer als Investmentbanker eine Unternehmensanleihe mit 20 Jahren Laufzeit erfolgreich platziert wird nicht so lange warten, bis er einen Bonus dafür sieht. Die Tatsache ist aber, dass das Unternehmen nach 19 Jahren Pleite gehen kann und sich erst dann herausstellt, dass die erwarteten Gewinne in Wirklichkeit ein Verlust waren. Bis dahin ist der Investmentbanker aber wahrscheinlich schon längst nicht mehr beim gleichen Arbeitgeber und der Bonus für die misslungene Transaktion steht als glänzender Sportwagen in seiner Garage.

Ob wir diese Grundproblematik im nächsten Jahr ein bisschen besser verstehen werden, weiß ich nicht. Zumindest würde ich mit der derzeit vorherrschenden Unternehmenskultur keine Wunder von der Deutschen Bank erwarten. Die Probleme sitzen tief und könnten noch teuer werden.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien. 

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