The Motley Fool

Warum Salesforce trotz sensationellem Wachstum keine Bedrohung für SAP ist

Quelle: pixabay, user Peggy_Marco

Die SAP SE (WKN:716460) aus Walldorf ist eines der größten Softwareunternehmen der Welt. Spezialisiert hat sich der Konzern dabei auf Anwendungen für Unternehmen.

Dieser Markt ist allerdings hart umkämpft. Insbesondere die Softwareriesen Oracle und Microsoft machen SAP die Marktanteile streitig.

3 Aktien, die jetzt von der Digitalisierung der Welt profitieren Das Coronavirus verändert nachhaltig die Welt, in der wir leben. Die Digitalisierung der Welt ist nicht mehr aufzuhalten und erfährt aktuelle eine massive Beschleunigung. The Motely Fool hat jetzt 3 Unternehmen identifiziert, die von diesem Mega-Trend in 2020 und den kommenden Jahren stark profitieren werden. Für uns Kerninvestments der neuen, digitalen Welt 2.0. Fordere die kostenlose Analyse jetzt hier ab..

Aber auch ein verhältnismäßig unbekanntes Unternehmen gewinnt immer mehr an Bedeutung: salesforce.com (WKN:A0B87V) wächst rasant und attackiert damit die etablierten Softwareschmieden.

SAP-Aktionäre müssen sich allerdings keine Sorgen machen: Denn trotz des schnellen Wachstums ist Salesforce keine Bedrohung für die Walldorfer. Warum ich das so sehe, erfährst du, wenn du weiterliest.

Das ist salesforce

Doch bevor ich dir meine Einschätzung genauer erkläre, lass uns zunächst einmal einen Blick darauf werfen, was salesforce und SAP überhaupt genau machen.

Salesforce.com ist ein Softwarehersteller, der seine Anwendungen ausschließlich aus der Cloud anbietet. Das heißt, die Kunden benötigen keine eigenen Server für ihre Programme.

Sie greifen mit Hilfe des Internets auf die gemietete Software von salesforce.com zu und können so auf der ganzen Welt damit arbeiten.

Die Vorteile für die Anwender: keine Kapitalbindung für teure Server und Lizenzen, bedarfsorientiertes Hinzu- und Abbuchen von Diensten und weltweiter Zugriff auf die entsprechenden Systeme.

Das spektakuläre Umsatzwachstum der letzten fünf Jahre zeigt uns, dass Salesforce mit dieser Strategie in der Vergangenheit sehr erfolgreich war.

Quelle: Geschäftsbericht 2015 salesforce.com

Quelle: Geschäftsbericht 2015 salesforce.com

Aber wie hat Salesforce das in diesem hart umkämpften Markt geschafft? In meinen Augen liegt es daran, dass sich das Unternehmen auf eine Nische fokussiert hat und diese besser ausfüllt als die Konkurrenz.

Die Nische, von der ich spreche, sind Anwendungen für das Kundenbeziehungsmanagement (Customer Relation Management, kurz CRM).

Genutzt wird CRM-Software hauptsächlich vom Vertrieb. Sie erlaubt ihm, alle wichtigen Daten, wie zum Beispiel Angebote, Neukundengeschäfte oder Infos über Wettbewerber zentral abzulegen und diese in Echtzeit abzurufen, egal wo man sich gerade befindet.

So kann der Vertrieb sich auf seine eigentliche Arbeit konzentrieren und muss nicht lange nach Informationen suchen.

Außerdem stellt die CRM-Software sicher, dass jedem im Vertriebsteam alle relevanten Daten zur Verfügung stehen. Effizienteres Arbeiten und höhere Umsätze sind die positiven Folgen für die Kunden.

Scheinbar sind die Anwendungen von Salesforce im CRM-Bereich die besten. Zumindest deuten die Marktanteile aus dem Jahr 2015 darauf hin.

Quelle: Gartner

Salesforce ist also ein Unternehmen, das schnell wächst und sich in einer Nische hervorragend positioniert hat. Trotzdem glaube ich, dass von salesforce.com keine Gefahr für SAP ausgeht.

Der eine Grund, warum Salesforce keine Bedrohung für SAP ist

SAP verdient seine Brötchen hauptsächlich mit Software für die Unternehmensplanung und Unternehmenssteuerung (Enterprise Resource Planning, kurz ERP).

Heutzutage werden fast alle Bereiche eines Unternehmens mit ERP-System gesteuert und geplant: Von der Reisekostenabrechnung über Mitarbeiterressourcen bis hin zur Kapitalplanung wird alles mit einer ERP-Anwendungssoftware gemanagt.

So läuft in vielen Unternehmen fast gar nichts mehr ohne diese Systeme. SAP ist laut einer Anwenderbefragung von Panorama Consulting Solutions der weltweit führende Anbieter für ERP-Software.

Quelle: Marktanteile ERP-Anwendungen, Panorama Consulting Solutions, Clash of the Titans 2016

Ähnlich sieht es bei Anwendungen zur Steuerung von Prozessen entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Supply-Chain-Management, kurz SCM) aus: SAP führt das Feld an.

Diese beiden Bereiche verdeutlichen, dass es sich bei SAP um einen sehr breit aufgestellten Softwarekonzern handelt, der in vielen wichtigen Segmenten führend ist.

Salesforce attackiert SAP gerade mal in einem einzigen dieser Segmente, nämlich im Markt für das Kundenbeziehungsmanagement. Darum glaube ich, dass salesforce.com trotz seiner großartigen Entwicklung keine Bedrohung für die breit aufgestellte SAP SE ist.

Buffetts Mega-Milliardenwetten zum Nachahmen

Bis zu 130 Mrd. US-Dollar investiert Investorenlegende Warren Buffett in nur ein einziges Unternehmen. Das zeugt von riesigem Vertrauen in das Zukunftspotential.

Buffett hat so einige Mega-Milliardeninvestments in seinem Portfolio. Wir haben sie näher analysiert, und angesehen, inwieweit sie sich zum Nachahmen eignen.

Du kannst alle Details und unsere Tipps dazu erfahren, indem du unseren kostenlosen Spezialreport hier anforderst.

Thomas Brantl besitzt Aktien von Microsoft und Oracle. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Microsoft und Oracle. The Motley Fool empfiehlt Salesforce.com.

Diese Aktien empfehlen wir jetzt zum Kauf

Die Post-Corona Ära: Die neue Normalität +++ Worauf du dich jetzt einstellen solltest +++ Wo die Redaktion des Stock Advisor Deutschland jetzt die größten Kaufchancen sieht+++Die 3 besten Kennzahlen für deinen Sicherheits-Depotcheck+++

Welche Aktien haben jetzt die besten Chancen , in der Post-Corona Ära zu bestehen und davon zu profitieren?

Wir sind fest davon überzeugt, dass Investoren langfristig belohnt werden, wenn sie jetzt bewährte Foolishe Kriterien beachten.

Teste jetzt 30 Tage lang Stock Advisor Deutschland und erhalten sofortigen Zugriff auf alle aktuellen Kaufempfehlungen und Inhalte!

Klick hier für alle Details!