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Revolution in der Elektromobilität: Bringt diese Maßnahme endlich steigende Verkaufszahlen?

Foto: Pixabay, uveX

Immer wenn man sich als Investor mit den gängigen Automobilunternehmen auseinandersetzt, läuft einem früher oder, naja eigentlich wirklich nur noch früher, ein Themengebiet über den Weg: Die Elektromobilität. Schon seit einiger Zeit beschränkt sich die mediale Berichterstattung bei Autoaktien gefühlt ausnahmslos darauf, welches Unternehmen sich inwieweit gut positioniert hat, welches Unternehmen wann welche neue Elektroflitzer auf den Markt bringt und welche Namen nicht bei diesem Trend mithalten und vielleicht von der Bildfläche verschwinden könnten.

Ich habe dieses Thema lange weiträumig gemieden. Versteh mich nicht falsch. Auch ich war mir hierbei stets der Relevanz des Themas bewusst. Es wäre auch fahrlässig, es gänzlich links liegen zu lassen, denn seien wir mal ehrlich: Über kurz oder lang wird Elektrizität maßgeblich unsere Mobilität beeinflussen. Doch war ich lange Zeit davon überzeugt, dass es noch reichlich verfrüht ist, sich damit intensiver auseinander zu setzen.

Zumindest bis ich vor kurzem von diesem Vorhaben Kenntnis erlangt habe:

Signifikante strukturelle Verbesserungen in der Elektromobilität geplant

Nachdem die öffentliche Hand bereits bemüht gewesen ist, Maßnahmen zur Verbesserung der Ladestationeninfrastruktur zu erwirken, hat sich nun ein starkes Bündnis von Unternehmen firmiert, dass diese Entwicklung mit Nachdruck vorantreiben möchte.

So planen BMW (WKN: 519000), Daimler (WKN: 710000), Ford (WKN: 502391) und die beiden Volkswagen  (WKN: 766403) -Töchter Audi und Porsche gemeinsam, das bisherige Netz an Schnellladestationen noch signifikant zu erweitern. Bereits im Jahr 2017 sollen europaweit 400 Ladepunkte errichtet werden, bis 2020 plane man, tausendfach neue Standorte zu erschaffen.

Was ändert sich dadurch?

Einiges! Zum einen ändert sich dadurch die Sichtweise der Unternehmen. Diese haben anscheinend endlich erkannt, dass die Verkäufe der Elektroautos bislang nur so schleppend laufen, da ein Wechsel für die meisten noch zu unbequem ist. Das war übrigens auch einer der Gründe, wieso ich das Thema so lange vernachlässigt habe.

Denn seien wir doch mal ehrlich: Was bringt einem ein Elektroauto, wenn man Schwierigkeiten hat, damit verlässlich von A nach B zu kommen. Nicht nur die Menge der vorhandenen Ladestationen war hierbei entscheidend, sondern auch die Ladezeit. Bei Aufladezeiten von bis zu 8 Stunden mit regulären Stromanschlüssen wurde spätestens die normale Urlaubsreise zum Raststätten-Erlebnisurlaub. Alltagsverträglichkeit sieht dann doch etwas anders aus.

Aber mithilfe der geplanten Schnellladestationen könnte sich auch dies ein für alle Mal erledigt haben. Bereits eine einfache Kaffeepause soll ausreichen, um das Fahrzeug wieder aufzuladen. Die geplanten tausendfachen Ladepunkte dürften dafür sorgen, dass man nicht allzu weit suchen muss, bis man diese notwendige Kaffeepause dann auch einlegen kann.

Zündender Funke – ja oder nein?

Natürlich ist es noch verfrüht, von einem zündenden Funken zu sprechen, schließlich sind diese Planungen noch Zukunftsmusik. Aber es ist trotzdem bemerkenswert, dass viele große, etablierte und namhafte Autobauer erkannt haben, dass die strukturellen Rahmenbedingungen noch ausbaufähig sind und dieses Defizit nun angehen und beseitigen wollen.

Falls du das Ganze für einen Tropfen auf dem heißen Stein hältst, bedenke, dass auch Tesla (WKN: A1CX3T) nach wie vor dabei ist, die Welt mit seinen Chargern zu erweitern. Auch die öffentliche Hand will diesen Paradigmenwechsel der Mobilität unterstützen und wird vermutlich weiter das Netz der Ladestationen vorantreiben. Somit gibt es insgesamt schon eine beeindruckende Anzahl an Akteuren, die hier aktiv sind.

Letztlich musst du aber natürlich selbst entscheiden, wie du das Ganze beurteilst und insgesamt zu der Thematik stehst. Lass mir dir abschließend nur noch einen Denkanstoß geben: Früher oder später wird der Wandel kommen. Wäre es da als Investor nicht schlau, sich damit zu beschäftigen, jetzt, wo auch viele Autobauer hier wirklich ernst machen wollen?

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Vincent besitzt Aktien von BMW. The Motley Fool besitzt Aktien von Tesla Motors. The Motley Fool empfiehlt Tesla Motors, BMW und Daimler.

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