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Coca-Cola und PepsiCo: Top langfristige Dividendenaktien – aber jetzt in Gefahr?

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

Ich mag Cola. Dabei ist es mir in der Regel egal ob sie aus dem Hause CocaCola (WKN: 850663) oder von PepsiCo (WKN: 851995) kommt. Ich mag auch Sprite, Seven Up, Mirinda, Fanta. Kurz gesagt: Als Konsument mag ich die süßen und zuckrigen Limonaden der beiden Produzenten und Konkurrenten.

Aus der Sicht eines Investors mag ich ebenfalls Coca-Cola und PepsiCo. Beide Unternehmen rangieren auf Premiumplätzen in meiner Watchlist. Besonders schmeckt mir hierbei die Markenmacht der beiden Unternehmen sowie die hervorragende Dividendenentwicklung der letzten Jahrzehnte. Beide Unternehmen zählen zu den berühmten Dividendenaristokraten, also zu den Unternehmen, die mindestens in den letzten 25 Jahren ihre Dividende jährlich erhöht haben.

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Allerdings raunt aktuell eine Sache durch die Welt, die mir sowohl als Konsument als auch als Investor Bauchschmerzen bereitet.

Kommt die Zuckersteuer?

Denn die Weltgesundheitsorganisation WHO hat vor kurzem gefordert, dass derart zuckerhaltige Limonaden mit einer Sondersteuer belastet werden sollten. Zielsetzung dieser Forderung sei die Bekämpfung von Übergewicht und der daraus resultierenden Krankheiten.

Auch ein Vorschlag zu der Höhe einer angestrebten Steuer wurde bereits von der WHO abgeliefert. Ideal sei ihrer Meinung nach ein Aufschlag von satten 20 %. Nicht gerade wenig, wenn man bedenkt, dass Coca-Cola, Pepsi Cola und Konsorten sowieso eher im höherpreisigen Segment angesiedelt sind und vielfach günstigere Konkurrenzprodukte, beispielsweise von Discountern, angeboten werden (die dann natürlich ebenfalls besteuert würden, aber entsprechend ihrem geringeren derzeitigen Preis immer noch günstig wären).

Wie sich eine flächendeckende Zuckersteuer auswirken könnte

Diese Frage ist natürlich eine hypothetische Frage. In vielen Ländern gibt es, wenn überhaupt, erst Überlegungen sich dieser Forderung anzuschließen und sie umzusetzen. Hierzu müssten zunächst entsprechende Gesetze aufgestellt werden, Beschlüsse gefasst werden und und und… Daher ist eine flächendeckende Einführung generell noch fraglich.

Allerdings hat Mexiko eine derartige Steuer bereits eingeführt, wobei auf zuckerhaltige Softdrinks seit 2014 10 % Steuern hinzugekommen sind. Das Resultat dieser Maßnahme ist, dass seither 6 % weniger zuckerhaltige Limonaden konsumiert werden. Ob es dann letztlich bei einer von der WHO geforderten Besteuerung von 20 % in vielen Ländern im Endeffekt 12 % weniger Konsum, oder 10 % oder 15 % wären, kann hierbei dahinstehen. Letztlich können wir nur feststellen, dass auch hier die Preismechanismen funktionieren und bei steuerbedingt steigenden Preisen die Nachfrage abnimmt.

Und wie es bei einer Steuer generell natürlich üblich ist, hätten sowohl PepsiCo als auch Coca-Cola nichts von den Mehreinnahmen. Diese würden lediglich den Finanzministern in den die Steuer erhebenden Ländern ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern.

Und was ist mit Light-Produkten?

Light-Produkte würden natürlich nicht besteuert werden, da sie in der Regel kein Zucker enthalten. Vielleicht könnten diese auch die abnehmende Nachfrage nach ihren zuckerhaltigen Äquivalenten kompensieren. Aber grundsätzlich glaube ich nicht, dass viele Personen plötzlich von den zuckerhaltigen Limonaden auf Light-Produkte von PepsiCo und Coca-Cola umsteigen würden.

Meine Vermutung ist dann eher, dass Zuckerfans von Coca-Cola und PepsiCo von ihren Lieblingsmarken abrücken würden und vermehrt bei den oben bereits genannten Discountprodukten zugreifen würden. Denn, wie gesagt, 20 % Preissteigerung wirken sich bei 40-50 Cent je Flasche nicht so gravierend aus als bei den Coca-Cola und Pepsi-Produkten, deren Einzelpreis oftmals in der Nähe der 1-Euro-Marke ist.

Die Verlierer der hypothetischen Steuer: Coca-Cola und PepsiCo…

Klare Verlierer der geplanten Steuer wären somit eindeutig die Hochpreislimonaden-Anbieter Coca-Cola und PepsiCo, bei denen eine große Anzahl an Kunden wegbrechen könnte. Zuckerlimonadenfans würden sich künftig wohl öfter überlegen, ob ihnen der Geschmack der Markenprodukte diese Preiserhöhung wirklich wert ist, oder ob man nicht lieber auf günstigere Vergleichsprodukte umsatteln sollte.

Doch noch handelt es sich lediglich um eine Forderung der WHO. Bisher kann ich nur vereinzelte, leise, politische Rufe erkennen, die eine derartige Besteuerung von Zucker generell fordern. Politischer Mainstream sieht anders aus. Aber wer weiß: Gerade als langfristiger, Foolisher Investor solltest du dieses Thema auf dem Schirm haben. Denn wie das Beispiel Mexiko zeigt, kann es passieren.

Und die westliche Welt wird in den letzten Jahren ja leider nicht gerade dünner und agiler, sodass sich das Grundproblem von alleine beseitigen könnte.

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Vincent besitzt keine der genannten Aktien. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von PepsiCo. The Motley Fool empfiehlt Coca-Cola.

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