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BMW fordert Uber und Lyft heraus

Foto: Pixabay, dantetg

Der Stellenwert eines eigenen Autos unterzieht sich einem Wandel und BMW (WKN:519000) plant, bestens vorbereitet auf sich möglicherweise ändernde Verbraucherpräferenzen zu reagieren.

Das Unternehmen hat bereits langsam damit begonnen, seinen ReachNow-Dienst — eine Art Car-Sharing — in zahlreichen US-Städten anzubieten. Mit dem neuen Dienst können sich registrierte Nutzer ein Auto schnappen und es dann so lange sie möchten, zu einem Aktionspreis von 0,41 US-Dollar pro Minute nutzen.

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ReachNow verwendet eine Reihe von verschiedenen Automodellen von BMW und seinen Töchtern. Unter anderem sind BMW i3s, 3er BMWs und zwei- und viertürige MINI Coopers im Einsatz. Dem Unternehmen zufolge verfügen alle Modelle über eine Premium-Ausstattung mit Sitzheizung, Panoramadach, Rückfahrkamera und vielen weiteren Funktionen. Und der Preis von 0,41 US-Dollar pro Minute versteht sich inklusive Benzin/Strom.

Der Dienst erleichtert Nutzern, sich spontan ein Auto für einen kurzen Ausflug zu schnappen. Nun hofft BMW, das Programm zu einen On-Demand-Fahrdienst — wie Uber oder Lyft — auszuweiten.

BMWs Dienst greift auf eigene Fahrzeuge des Unternehmens zurück, unter anderem auch ein MINI Cooper im Einsatz. Bildquelle: BMW

BMWs Dienst greift auf eigene Fahrzeuge des Unternehmens zurück. Auch der MINI Cooper gehört zur Flotte. Bildquelle: BMW

Was genau bietet BMW an?

Das Unternehmen plant, seine ReachNow-App um eine neue Funktion zu erweitern. Beginnend mit dem 8. Dezember soll das neue Feature, das sich „Ride“ nennt, zunächst in Seattle getestet werden. Die App ermöglicht es Nutzern, ein Auto samt Fahrer zu rufen. Im Prinzip also eigentlich nichts anderes als Uber oder Lyft.

Mit dem Dienst von BMW können Nutzer einmalige oder regelmäßige Fahrten in einem ReachNow-Fahrzeug auch im Voraus buchen. Im Gegensatz zu Uber und Lyft ist der Fahrer jedoch nicht gleichzeitig auch der Besitzer des Fahrzeugs. Die Autos stehen alle im Besitz des deutschen Autobauers.

„Im Laufe der Testphase wird ReachNow um zusätzliche Features erweitert. So sollen Nutzer  beispielsweise die Möglichkeit bekommen, Temperatur- und Musikpräferenzen im Auto per App festzulegen. Zudem soll es einen Ruhe-Modus für eine etwas erholsamere Fahrt geben“, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Die ReachNow-Fahrtplanungs-Funktion wird frühestens Anfang 2017 verfügbar sein, jedoch werden nicht alle ReachNow-App-Nutzer sofort auf die neue Funktion zugreifen können. Nutzer, die am Pilotprogramm teilnehmen möchten, können sich per E-Mail an folgende Adresse anmelden: [email protected].

Was führt BMW im Schilde?

Über diesen Uber-ähnlichen Dienst hinaus hat BMW einige andere Programme angekündigt, die ebenfalls unter dem ReachNow-Banner geführt werden sollen. Unter anderem sollen Besitzer eines Mini die Möglichkeit bekommen, ihr Auto, wenn sie es nicht nutzen, zu vermieten. Außerdem sollen längere Mietzeiten von 2-5 Tagen zu einem besonderen Preis möglich sein.

Diese Programme werden jedoch nur langsam eingeführt. Und dies liegt zumindest teilweise an der Tatsache, dass das Unternehmen zwar weiß, dass sich der Markt ändert, aber nicht genau einschätzen kann, welche Auswirkungen dieser Wandel für die Branche haben könnte. Wir leben in einer Welt, in der es in großen Städten immer gängiger wird, kein eigenes Auto zu besitzen — und BMW hat das Potenzial dieses Trends erkannt.

„Ich bin sicher, dass wir innerhalb unserer Branche in den kommenden 10 bis 15 Jahren einen größeren Wandel erleben werden als im gesamten letzten Jahrhundert“, so BMW-Vorstandsmitglied Peter Schwarzenbauer. „ReachNow ist ein großartiges Beispiel dafür, wie wir unseren Beitrag zur Gestaltung einer nachhaltigen urbanen Zukunft leisten. Wir konzentrieren uns mehr denn je auf die Bedürfnisse unserer Kunden, indem wir individuelle, erstklassige und auf Abruf erhältliche Mobilität anbieten.“

Wird BMW Erfolg haben?

Verglichen mit den Diensten von Uber und Lyft scheint es, als würden luxuriöse und höherpreisige Fahrten eher einen Nischenmarkt darstellen, aber BMW sieht das Ganze erst einmal nur als Experiment. Das Unternehmen mag zwar nicht an die zwei führenden Fahrdienste Uber und Lyft herankommen, gehört aber in der Automobil-Industrie weiterhin zu den weltweit führenden Fahrzeug-Bauern.

BMW hat es mit seinem neuen Fahrdienst nicht all zu eilig und testet zunähst eine Reihe von möglichen Modellen. So sollte der deutsche Autobauer in der Lage sein, sich optimal in diesem Markt zu positionieren, sobald ersichtlicher wird, welchen Stellenwert der Besitz eines Autos sowie Car-Sharing- bzw. Fahrdienste in Zukunft einnehmen werden.

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The Motley Fool empfiehlt BMW. 

Dieser Artikel wurde von Daniel B. Kline auf Englisch verfasst und am 16.11.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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