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3 Branchen, denen Hillary Clintons Niederlage besonders zusetzt

Foto: Pixabay, tpsdave

Der Republikaner Donald Trump hat die Präsidentschaftswahl 2016 gegen seine demokratische Herausforderin Hillary Clinton für sich entschieden. Die Entscheidung des amerikanischen Volkes, die durch das Wahlmännergremium ausgetragen wurde, wird sich auf viele Unternehmen auswirken, die das Rückgrat der amerikanischen Wirtschaft bilden. Obwohl die Aktienmärkte in der kommenden Zeit wohl etwas schwanken werden, da Investoren die Auswirkungen der US-Wahl erst verdauen müssen, ist es für Langzeitanleger zunächst viel wichtiger, sich zu fragen, ob sich die Grundvoraussetzungen, auf Basis dessen zahlreiche Branchen in der Vergangenheit florieren konnten, nun mit dem neuen Präsidenten ändern werden. Nachfolgend betrachten wir drei Branchen, die in naher Zukunft vermutlich am meisten unter der neuen Präsidentschaft leiden werden.

1. Krankenhausgesellschaften

Trump gilt als entschiedener Gegner des Affordable Care Act (ACA). In einer Rede sagte er: „Wenn wir am 8.November gewinnen und einen republikanischen Kongress wählen, werden wir in der Lage sein, Obamacare unverzüglich abzuschaffen.“ Aktionäre von HCA Holdings (WKN:A1JFMW), Tenet Healthcare (WKN:A1J5US) und anderen Krankenhausgesellschaften erleben bereits einen Absturz ihrer Aktien im zweistelligen Prozentbereich, da Investoren fürchten, dass Änderungen im US-Gesundheitswesen ihren Unternehmen schaden werden.

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Bildquelle: GETTY IMAGES.

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Krankenhausunternehmen wie HCA und Tenet profitierten von Obamacare, da viele der einst unversicherten Patienten, deren Behandlung die Krankenhäuser viel Geld gekostet hat, im Zuge des ACA einen Krankenversicherungsschutz bekamen. Nun herrscht Unsicherheit darüber, ob Trump Obamacare einfach vollständig abschaffen oder mit alternativen Finanzierungsquellen für Patienten ersetzen wird. Wenn Trumps Lösung zu einem Anstieg der Anzahl der Patienten ohne Krankenversicherung führt, werden die Gewinne von HCA, Tenet und anderen Unternehmen der Branche höchstwahrscheinlich erst einmal abrutschen — und zwar solange, bis sie sich auf die neue Situation angepasst haben.

2. Anbieter regenerativer Energien

Clinton hat im Rahmen ihres Wahlkampfes immer wieder betont, dass erneuerbare Energien einen entscheidenden Anteil am Wirtschaftswachstum des Landes haben könnten. Im Gegensatz dazu hat sich Trump einige Male abfällig zu regenerativen Energien geäußert. Er sagte, dass Solarenergie sporadisch, teuer und unzuverlässig und Windräder hässlich seien und einen schädlichen Einfluss auf die Tierwelt haben. In Folge dessen fielen die Aktien der Solar-Giganten First Solar (WKN:A0LEKM) und SunPower (WKN:A1JNM7) am Tag, an dem das Ergebnis der US-Wahl bekannt wurde, noch vor Börsenbeginn. Bereits eine Stunde vor Eröffnung des neuen Handelstages verzeichnete die SunPower-Aktie einen Verlust von 14 %.

Internationale Märkte bergen für Anbieter erneuerbarer Energien wie First Solar und SunPower großes Potenzial. Eine Richtungsänderung der US-Energiepolitik unter Trump würde die internationalen Geschäftsaussichten dieser Unternehmen nicht unbedingt beeinflussen. In Anbetracht des Ausmaßes der Unterstützung, die die Solarenergie-Branche in den USA in Form von Steuervergünstigungen und anderen Zuschüssen erfährt, wäre Trump nichtsdestotrotz in der Lage, eine Bedrohung für die Geschäftsmodelle von Unternehmen wie SolarCity (WKN:A1J6UM), das sich auf den privaten Wohnungsmarkt konzentriert, darzustellen. SunPower, FirstSolar und andere größere Unternehmen werden sicherlich die Auswirkungen der Wahl zu spüren bekommen, aber diese werden nicht zwangsläufig katastrophal ausfallen – auch dann nicht, wenn Trump in der kommenden Zeit aggressiv gegen erneuerbare Energien vorgehen sollte.

Der 45. Präsident der USA: Donald Trump. QUELLE: Pixabay-User Pete Linforth

 3. Mexikanische Aktien

Donald Trump hat klargestellt, dass er sich für striktere Einwanderungsbestimmungen einsetzen wird. Unter anderem rief er dazu auf, eine Mauer zwischen den USA und Mexiko zu errichten. Eine Verschlechterung der Handelsbeziehungen der zwei Nachbarstaaten könnte schädliche Auswirkungen auf Unternehmen haben, die von diesen Beziehungen profitieren. Und das ist ein wichtiger Grund dafür, warum die Aktien mexikanischer Unternehmen wie die des Zement-Riesens Cemex (WKN:925905) und des Telekommunikationsanbieters America Movil (WKN:603116) bereits leicht abgerutscht sind.

Trumps Drohungen spiegeln seinen Wunsch wider, den Handel stärker zu kontrollieren und das Leben für internationale neue Teilnehmer auf dem US-Markt zu erschweren. Cemex und America Movil sind unter Umständen in der Lage, ihr Geschäft in andere Teile der Welt zu verlagern und schließlich ihre Geschäftsaktivitäten, die von strikteren Handelsbarrieren betroffen sein könnten, teilweise oder gänzlich zu ersetzen. International agierende US-Unternehmen könnten mit sehr ähnlichen Problemen konfrontiert werden, wenn internationale Handelspartner beginnen, sich gegen eine striktere US-Handelspolitik zu wehren. Andererseits ist es möglich, dass die Trump-Regierung von der drastischen Rhetorik, die den Wahlkampf prägte, etwas zurückrudern wird. Dies hätte dann wohlmöglich einen nicht so gravierenden Einfluss auf die mexikanische Wirtschaft und seine wichtigsten Unternehmen.

Clintons Präsidentschaftsniederlage gegen Trump wird sich auf zahlreiche wirtschaftliche Zweige auswirken und die drei oben angeführten Branchen könnte es dabei besonders stark treffen. Für Investoren bleibt es abzuwarten, inwiefern sich die Kommentare der Wahlkampagne in der tatsächlichen Politik des kommenden Präsidenten widerspiegeln werden. Erst dann können Anleger beurteilen, ob die Zukunftsaussichten dieser Unternehmen wirklich so bedroht sind, wie derzeit viele befürchten.

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The Motley Fool empfiehlt und hält Aktien von SolarCity.

Dieser Artikel wurde von Dan Caplinger auf Englisch verfasst und am 9.11.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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