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Deutsche Telekom arbeitet „an den Technologien und Produkten von morgen und übermorgen“…

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

… zumindest wenn es nach Tim Höttges, dem Vorstand der Deutschen Telekom (WKN:555750) geht. Dies hat er am Rande der Präsentation der Quartalszahlen von sich gegeben. Und tatsächlich ist die Deutsche Telekom laut ihrem Quartalsbericht in einigen neuen Geschäftsfeldern unterwegs. Der Garant für die tatsächlich sehr erfreulichen Zahlen ist allerdings ein eher klassisches Geschäftsfeld – Mobilfunkverträge in den USA.

LTE-Mobilfunknetz

Das mobile Datenvolumen steigt weltweit rasant. Laut Angaben der Deutschen Telekom ist die mobile Datennutzung im Jahresvergleich um fast 80 % gestiegen. Diese Entwicklung könnten künftig weitere Anwendungsfelder verstärken. Man denke nur einmal an die die Vernetzung von Autos oder sonstigen mobilen Gegenständen. Überall wo eine derartige Vernetzung stattfindet, wird es notwendig, auf mobile Datenübertragung zurückzugreifen.

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Die Schnelligkeit der Datenübertragung wird dabei mehr und mehr in den Mittelpunkt rücken. Die Deutsche Telekom arbeitet daher mit Hochdruck daran, ihr LTE-Mobilfunknetz in Deutschland auszubauen und so superschnelle mobile Datenübertragung deutschlandweit anbieten zu können.

Im dritten Quartal erreicht die LTE-Netzabdeckung immerhin bereits 92 % der deutschen Bevölkerung – ein Zuwachs von 5 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorquartal.

Glasfaseranschlüsse

Was für die Vernetzung mobiler Endgeräte und Gegenstände gilt, gilt natürlich auch für stationäre Gegenstände. Auch hier steigt durch die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung das Datenvolumen. Und auch hier wird die Geschwindigkeit der Datenübertragung zunehmend zum kritischen Faktor.

Neben der Steigerung der LTE-Abdeckung ist die Telekom daher auch bestrebt, mehr und mehr Geschäfts- und Privatkunden schnelle Datenübertragung über Glasfaseranschlüsse in die Firmengebäude und privaten Haushalte zu bringen.

Zum Abschluss des dritten Quartals hatte die Deutsche Telekom bereits mehr als 6 Millionen Anschlüsse und ein Umsatzplus im dritten Quartal von 1,7 % gegenüber dem zweiten Quartal.

Cloud-Dienste

Nachdem im ersten Quartal 2016 der erste Cloud-Dienst der Deutschen Telekom auf den Markt gekommen ist, wurden im dritten Quartal drei weitere Services hinzugefügt. Zudem wurde der Geschäftsbereich T-Systems im dritten Quartal nun bereits zum sechsten Mal in Folge vom amerikanischen Marktforschungsinstitut Gartner als bester europäischer Anbieter von Cloud-Services ausgezeichnet.

Laut Angaben der Deutschen Telekom spiegeln sich diese Auszeichnungen auch in der Umsatzentwicklung dieses Geschäftsfeldes wieder. So konnte der Umsatz mit IT-Cloud-Lösungen um 9,7 % zulegen. Wobei sich dieses Umsatzplus lediglich auf die Geschäfte mit kleineren Unternehmen in Deutschland bezieht. Angaben zur Umsatzentwicklung der Cloud-Dienste im Großkundengeschäft (T-Systems) wurden nicht gemacht.

Klassischer Mobilfunk ist dennoch tatsächlicher Wachstumstreiber

Vergleicht man die Zahlen der ersten neun Monate diesen Jahres mit den Zahlen der ersten drei Monate des letzten Jahres, so fällt auf: abgesehen vom operativen Geschäftsfeld USA sind alle anderen Geschäftsfelder geschrumpft, sowohl bei den Umsatzzahlen, als auch beim um Sondereinflüsse bereinigtem operativen Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA).

Das US-Geschäft konnte sich diesem Schrumpfkurs aber deutlich entziehen und legte außergewöhnlich gute Zahlen vor. Der Umsatz konnte im Vergleich zu den ersten drei Quartalen des Vorjahres um 13,5 % gesteigert werden, das bereinigte EBITDA stieg gar um 36,2 %.

Es sieht demnach alles danach aus, dass die Deutsche Telekom zwar tatsächlich „an den Produkten und Technologien von morgen und übermorgen“ arbeitet, im hier und jetzt allerdings das klassische Geschäft für die guten Ergebnisse sorgt. Ob und in welchem Umfang diese Themen einen positiven Effekt auf die Finanzzahlen der kommenden Quartale und Jahre haben werden, steht derzeit noch in den Sternen. Eine Basis wurde zumindest gelegt.

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Sven besitzt Aktien der Deutschen Telekom. The Motley Fool besitzt keine der genannten Aktien.

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