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LANXESS zwischen fallenden Rohstoffpreisen und steigender Nachfrage. Was du vor den Quartalszahlen wissen musst

Quelle: Lanxess

Am 10.11.2016 wird LANXESS (WKN:547040) die Zahlen für das dritte Quartal und das bisherige Geschäftsjahr veröffentlichen. Interessant dürfte vor allem die Entwicklung des Umsatzes sein. Hier hat das bisherige Geschäftsjahr doch sehr zu wünschen übrig gelassen.

Doch werfen wir am besten gemeinsam einen Blick auf die wichtigsten Entwicklungen in den ersten sechs Monaten und den veröffentlichten Ausblick auf das Gesamtjahr.

Ausblick auf das Gesamtjahr angehoben

Zu Beginn des Jahres ist das Management von einem Gewinn ohne Einmaleffekte auf Höhe des Vorjahres ausgegangen. Aufgrund der besser als erwarteten Performance in der ersten Jahreshälfte wurde der Ausblick allerdings deutlich angehoben.

Erwartet wird für das Gesamtjahr ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zwischen 930 Millionen und 970 Millionen Euro. Im Vorjahr konnte auf gleicher Basis ein Ergebnis von 855 Millionen Euro erzielt werden.

Steigende Gewinne bei fallendem Umsatz

In der ersten Jahreshälfte befand man sich bereits auf gutem Weg dieses Ziel zu erreichen. In diesem Zeitraum sind die Preise der für den Konzern relevanten Rohstoffe deutlich gesunken. Da LANXESS die fallenden Rohstoffpreise (zumindest teilweise) an die Kunden weitergibt, ist der Umsatz gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 6,8 % gefallen. Trotz des gefallenen Umsatzes konnte der Gewinn jedoch ordentlich gesteigert werden.

Werden die besonderen Faktoren des letzten Jahres, in dem es einen Einmalgewinn gab, aus dem Ergebnis herausgerechnet, konnte der Gewinn je Aktie gegenüber dem Vorjahr um 7,9 % auf 1,50 Euro je Aktie gesteigert werden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag nach den ersten sechs Monaten bereits bei 555 Millionen Euro und damit um 11 % höher gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres.

Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass LANXESS es keineswegs mit ausbleibenden Aufträgen zu tun hat, sondern vielmehr wirklich nur einen Teil der fallenden Rohstoffkosten an die Kunden weitergibt. Der nicht weitergegebene Teil hilft dem Konzern dabei, die eigene Profitabilität zu steigern.

Hier bleibt jedoch abzuwarten, wie sich das Ergebnis im abgelaufenen Quartal entwickelt hat. Denn in diesem Zeitraum hat sich etwa der Ölpreis auf einem höheren Niveau stabilisiert. Das könnte beispielsweise zu einem höheren Umsatz, aber fallendem Gewinn geführt haben.

Starke Cashflow-Entwicklung

Das insgesamt verbesserte Ergebnis schlägt sich auch in einem gestiegenen Cashflow nieder. Denn der Cashflow aus dem operativen Geschäft konnte um satte 50 % von 152 Millionen Euro auf nun 228 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten des Jahres gesteigert werden.

Unter anderem mit Hilfe dieses Geldes konnte die Finanzverschuldung deutlich auf nun nur noch 168 Millionen Euro verringert werden. Neben dem verbesserten Cashflow hat die von Saudi Aramco erhaltene Zahlung von 1,2 Milliarden Euro für einen 50 %-Anteil an einem Joint Venture allerdings wesentlich zu der positiven Entwicklung der Verschuldung beigetragen.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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