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Der Gewinn von BMW steigt um 1 %, da die schwachen Umsätze in den USA die Ergebnisse belasten

Foto: Pixabay

Der deutsche Luxusauto-Hersteller BMW (WKN:519000) hat am 4. November die Ergebnisse des dritten Quartals vorgestellt. Der Vorsteuergewinn stieg um 1,1 %, verglichen mit dem Vorjahr, aber die Gewinne in der Kernsparte Automobile fiel um 3,9 %, aufgrund höherer Kosten und eines Rückgangs im wichtigen amerikanischen Markt.

Die Zahlen

Kennzahl Q3 2016 Q3 2015  Veränderung
Umsatz 23.362 Millionen € 22.345 Millionen € 4,6 %
Verkaufte Einheiten: Autos 583.499 545.062 7,1 %
Verkaufte Einheiten: Motorräder 35.290 33.993 3,8 %
Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) 2.380 Millionen € 2.354 Millionen € 1,1 %
EBIT Gewinnmarge, Autos 8,5 % 9,1 % (0,6 %)
Nettogewinn 1.821 Millionen € 1.579 Millionen € 15,3 %
Operativer Cashflow Autos 2.369 Millionen € 2.246 Millionen € 5,5 %

DATENQUELLE: BMW

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Was ist in Q3 passiert?

Wie schon angemerkt, ist der Gewinn vor Zinsen und Steuern um 1,1 % gestiegen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern im Bereich Automobile, wo 92 % der Umsätze im letzten Quartal generiert wurden, fiel aber um 3,9 % auf 1,8 Milliarden Euro. Ein Grund dafür waren die höheren Kosten. Nicht nur BMW hat die Ausgaben für elektrische Antriebsstränge und Fahrerassistenzsysteme erhöht, sondern höhere Kosten für Arbeit und weitere Ausgaben im Zusammenhang mit Veränderungen beim regionalen Umsatzmix.

Was soll das bedeuten? BMW hat die Nachfrage nach dem SUVs und die Abkehr von den Limousinen im besonders profitablen amerikanischen Markt unterschätzt. Das Unternehmen musste dann versuchen, so schnell wie möglich die Produktion der Crossover SUVs für den nordamerikanischen Markt zu erhöhen, in dem Versuch sich vor einem Umsatzrückgang zu schützen. Die Sache ist aber nicht so positiv ausgegangen. Bis September fielen die amerikanischen Umsätze von BMW um 8,7 % im Jahresvergleich. Das war auch ein Faktor bei dem Rückgang bei dem Rückgang beim EBIT.

Ein zu geringes Angebot des BMW X5 SUV hat die Umsätze in den USA dieses Jahr gebremst. BILDQUELLE: BMW

Ein zu geringes Angebot des BMW X5 SUV hat die Umsätze in den USA dieses Jahr gebremst. BILDQUELLE: BMW

Die Probleme von BMW in den USA  wurden aber von Wachstum in anderen Teilen der Welt ausgeglichen. Bis September erhöhten sich die Umsätze in Europa um 10  und in China um 11 %.

Die Sparte BMW Motorrad meldete einen Anstieg um 3,8 % bei den globalen Umsätzen im dritten Quartal. Aber das EBIT fiel um 30,4 % im Jahresvergleich auf 32 Millionen Euro. Grund dafür waren die Kosten für neue Produktentwicklungen und ungünstige Wechselkurse.

Die Sparte BMW Financial Services, der firmeneigene Finanzdienstleister, verdiente 576 Millionen Euro auf EBIT-Basis, was einen Anstieg um 23,9 % im Jahresvergleich darstellt. Das Geschäft mit Finanzierungen und Leasing-Verträgen wächst, mit einem Anstieg beim Vertragsvolumen von 11,2 % im Jahresvergleich, sehr gut.

Was der CEO über das Quartal gesagt hat

In einer Erklärung betonte CEO Harald Krüger, dass die stetige Gewinne des Unternehmens helfen, den Umstieg auf Elektroautos zu schaffen:

Wir haben neue Rekordgewinne verzeichnet und wir wachsen weiterhin profitabel. Daher verfügen wir über eine starke Basis für die konsequente Umsetzung unserer Strategie. Wir erzielen jetzt schon messbare Erfolge in den Bereichen, in denen der gesamte Sektor beurteilt wird, nämlich unsere erfolgreichen Elektrifizierungs-Strategie mit mehr als 100.000 Elektroautos, die ist schon heute mit dem Emblem von BMW auf den Straßen unterwegs sind. Zusätzlich sind wir kontinuierlich hochprofitabel, was es uns ermöglicht, künftige Investitionen aus eigener Kraft zu stemmen.

BMW i steht seit langem für mehr als nur alternativen Antrieb. BMW i ist die Speerspitze unserer Innovation und stellt sicher, dass die BMW-Gruppe seine Rolle als Pionier bei dieser Technologie behält. Wir haben das schon im Bereich Elektromobilität bewiesen und wir schreiben weiterhin an unsere eigenen Erfolgsgeschichte in dem Bereich selbstfahrende Autos und Digitalisierung.

Wir sind absolut davon überzeugt, dass die Mobilität von morgen nachhaltig ist. Vor Jahren haben wir unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass wir uns für Elektromobilität einsetzen und in diesem Bereich eine technische Führungsrolle errungen haben. Die wachsende Nachfrage der Kunden zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist um die nächsten Schritte zu ergreifen.

Krüger sagte auch, dass BMW im Jahr 2019 einen vollelektrischen Mini und 2020 eine elektrische Version des X3 SUV auf den Markt bringen möchte.

Ein Blick in die Zukunft

In einer Erklärung bestätigte CFO Friedrich Eichiner den Ausblick für das Gesamtjahr:

Die Kosten steigen generell gegen Ende des Jahres, daher erwarten wir, dass das die Gewinne etwas dämpfen wird. Die Investitionen werden in den letzten drei Monaten des Jahres auch höher sein – aufgrund des Status der Produktion und der Erhöhung der Produktion des neuen BMW 5. Die BMW Gruppe konzentriert sich auf ihre ambitionierten Ziele für das Jahr. Unter der Annahme, dass die Bedingungen stabil bleiben, können wir bestätigen, dass wir an dem Ausblick vom Jahresbeginn festhalten.

Die BMW Gruppe erwartet einen leichten Anstieg beim Vorsteuergewinn für das Gesamtjahr.

Die Sparte Automobile teilt einen leichten Anstieg sowohl beim Umsatz als auch bei der Auslieferung an.

Wir beabsichtigen die EBIT-Marge für die Sparte Automobile in unserem Zielbereich von 8 bis 10 % zu halten.

Für BMW Motorrad erwarten wir einen soliden Anstieg und ein neues Allzeithoch bei den Umsätzen für das Gesamtjahr 2016.

Im Bereich Finanzdienstleistungen erwarten wir eine Kapitalrendite, die mindestens auf dem Niveau des Vorjahres liegt, und daher über unserem Ziel von mindestens 18 %.

Abhängig von der politischen und wirtschaftlichen Situation könnten die Ergebnisse aber von unseren aktuellen Erwartungen abweichen.

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Motley Fool empfiehlt BMW.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und wurde am 04.11.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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