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Kann OSRAM die Performance des bisherigen Jahresverlaufs aufrecht erhalten? Was du vor den Quartalszahlen wissen musst

Das Osram Lighthouse ist die Unternehmenszentrale des Lichtherstellers. Quelle: Osram

Das Geschäftsjahr endet bei OSRAM (WKN:LED400) am 30.09. Daher kann bereits über die Performance der letzten neun Monate berichtet werden. Mit dem nächsten Quartalsbericht am 11.11. wird es dann die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr geben. Im bisherigen Jahresverlauf hat OSRAM bereits sehr gute Ergebnisse erwirtschaftet. Die Prognose für das Gesamtjahr ist sehr konservativ und sollte daher eher wenig Überraschungen bereithalten. Hier ist das Wichtigste aus den ersten neun Monaten.

Starkes Wachstum in den ersten 9 Monaten

Im bisherigen Jahresverlauf lag der Umsatz 4,5 % über dem vergleichbaren Wert des Vorjahres. Das ist zwar nicht viel, doch der Gewinn vor Steuern hat sich sogar von 144 Millionen Euro auf nun 597 Millionen Euro vervierfacht. Dazu beigetragen hat neben der super Geschäfts-Performance auch ein Sonderertrag in Höhe von 307 Millionen Euro. Doch auch ohne dieses Sonderereignis hätte der Gewinn bei 290 Millionen Euro gelegen und sich damit mehr als verdoppelt. So oder so, das Geschäftsjahr lief bisher ausgezeichnet.

Konservativer Ausblick

Trotz der bisher exzellent ausgefallenen Ergebnisse bleibt der Ausblick auf das Gesamtjahr sehr konservativ und wenig konkret.

Es wird ein Umsatz in Aussicht gestellt, der auf vergleichbarer Basis über dem des Vorjahres liegen soll. Das sollte angesichts des Anstiegs in den ersten neun Monaten kein Problem mehr sein.

Der Free Cash Flow soll im Gesamtjahr tief negativ ausfallen. Es wird eine sehr große Spanne von einem Wert im niedrigen- bis mittleren negativen dreistelligen Millionen Euro-Bereich genannt. Gründe dafür sind hohe Investitionen und eine Sonderbelastung für zukünftige Pensionszahlungen. In den ersten drei Quartalen war OSRAM schon auf dem besten Weg in Richtung des genannten Ergebnisses. Die „Sonderdotierung des Planvermögens für Pensionen und Ablösung von Pensionsverpflichtungen“, wie es offiziell genannt wird, hat bereits zu einer Belastung von 263 Millionen Euro geführt. Zusätzlich sind die Investitionen gegenüber dem Vorjahr deutlich von 180 Millionen Euro auf nun 242 Millionen Euro gestiegen, davon allein 104 Millionen Euro im dritten Quartal. Teilweise ausgeglichen wurden diese beiden Faktoren durch Erlöse aus dem Verkauf von Beteiligungen in Höhe von 372 Millionen Euro.

In Kombination haben diese beiden Faktoren zwar noch zu einem positiven Cash Flow von 183 Millionen Euro geführt. Da für das Gesamtjahr mit einem deutlich negativen Wert gerechnet wird, kann davon ausgegangen werden, dass die Investitionen im abgelaufenen Quartal noch einmal deutlich angehoben wurden.

Da allerdings weder die Investitionen, noch die große Sonderbelastung Einfluss auf den Gewinn haben, wird mit einem starken Anstieg des Gewinns nach Steuern und der Kapitalrendite gerechnet. Die Dividende für das Gesamtjahr soll daher mindestens auf dem Vorjahreswert von 0,9 Euro je Aktie bleiben.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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