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Kurseinburch bei adidas: So schwer wird das Gewinnwachstum

Foto: Pixabay

Der neue Unternehmenschef von adidas (WKN: A1EWWW) hat Wachstum versprochen und es auch geliefert.

Wie der Aktieneinbruch nach der Veröffentlichung der Zahlen aber gezeigt hat, braucht adidas phänomenales Wachstum, um den Erwartungen seiner Aktionäre gerecht zu werden. Wenn uns die Vergangenheit einen Hinweis auf die Zukunft gibt, könnte das schwerer zu erreichen sein, als viele denken.

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Zu hohe Erwartungen an die Ergebnisse

Adidas hat ohne Frage gute Zahlen vorgelegt. Die meisten DAX-Unternehmen können von solchen Wachstumsraten nur träumen. Währungsbereinigt stieg der Umsatz um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Gewinn konnte um 23,5 Prozent auf 387 Millionen Euro gesteigert werden. Man konnte in allen Märkten starken Zuwachs verbuchen.

Die Tatsache, dass die Aktie aber direkt nach der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse abgestraft wurde, zeigt, dass Entwicklungen am Aktienmarkt eben nicht nur von Ergebnissen, sondern mindestens genau so stark auch von Erwartungen abhängen. Da die adidas-Aktie in den vergangenen Monaten einen starken Kursanstieg verbuchen konnte und sich zwischen Ende 2014 und seinem kürzlichen Hoch fast verdreifacht hat, waren die Erwartungen wohl etwas zu hoch.

Das Wachstum ist weniger beeindruckend, als es scheint

Der neue Unternehmenschef Kasper Rorsted hat schon einige Vorschusslorbeeren bekommen, seitdem er vor einigen Monaten die Führung übernommen hat. Er will das Gewinnwachstum bis 2020 auch nach dem in diesem Jahr erwarteten Milliardengewinn jährlich um 15 Prozent steigern. Während seiner Zeit bei Henkel konnte er zwar einen stetig steigenden Gewinn erreichen, aber adidas ist in den letzten Jahren weniger stark gewachsen, als es die Aktie vermuten lassen würde.

Ein Vergleich zeigt, dass, wenn man das Gewinnwachstum der letzten zehn, fünf und drei Jahre betrachtet, in jedem Zeitraum eine Wachstumsrate zwischen 7 und 8 Prozent erreicht wurde. Unter Rorsted müsste man das Wachstum also fast verdoppeln. In der Regel wird es für Unternehmen jedoch schwieriger zu wachsen, je größer sie sind.

Es ist auch interessant, dass die adidas-Aktie mit ungefähr 14 Prozent pro Jahr zur gleichen Zeit viel schneller zugelegt hat als die Unternehmensgewinne; mit dem Ergebnis, dass sie die – gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis – derzeit teuerste Aktie im DAX ist. Es scheint so, als ob die Wachstumspläne von adidas gegen die Schwerkraft ankämpfen wollen. Jetzt stellt sich also die Frage, wie Rorsted adidas zu unglaublichen Gewinnen führen will.

Gewinne

seit 2006

Gewinne

seit 2011

Gewinne

seit 2013

Gewinne

geplant bis 2020

Aktienkurs

2006 bis 2016

jährliches

Wachstum

7,3 % 8,3 % 8,3 % 15 % 14,2 %

Quellen: Morningstar, Unternehmensberichte; unter der Annahme, dass dieses Jahr das obere Ende des Gewinnziels in Höhe von 1 Mrd. Euro erreicht wird, Aktienkurs ist in den letzten zehn Jahren von circa 37 auf 140 Euro (Stand: 03.11.2016) gestiegen

Einige Hürden, um adidas zu einer Gewinnmaschine machen

Da Rorsted selbst zugegeben hat, dass er plant, den Gewinn schneller als den Umsatz steigern zu wollen, ist klar, dass adidas profitabler werden muss. Die derzeitige operative Marge von zehn Prozent lässt zumindest noch Luft nach oben. Gleichzeitig muss man sich aber auch gegen Konkurrenten wie Nike und Under Armour durchsetzen, die adidas vor allem in den USA das Leben schwer machen.

Währenddessen dürfen auch Investitionen in die Zukunft nicht vernachlässigt werden. Sportbekleidung ändert sich andauernd, da neue Materialien und Produktionsprozesse zu stetigen Verbesserungen führen. Das kostet viel Geld.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass adidas ein erfolgreiches Unternehmen mit viel Zukunftspotenzial ist. Anleger müssen sich nur genau fragen, wie viel sie bereit sind, dafür zu zahlen.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Nike.

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