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Aktien im Rückblick: DAX dreht vor US-Wahlen deutlich ins Minus, Beiersdorf legt stark zu, Automobilwerte unter Druck

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

Meinungsumfragen zur US-Präsidentschaftswahl, bei der ein Großteil der Marktteilnehmer Hillary Clinton bereits als sichere Siegerin gesehen hatte, beeinflussten in der ersten Novemberwoche das Handelsgeschehen. Sobald klar wurde, dass Donald Trump wenige Tage vor der Abstimmung zur Aufholjagd angesetzt hatte, wurden die Märkte nervös. Kein Wunder also, dass die Börsenindizes nur eine Richtung kannten: abwärts.

Einige Einzelwerte konnten sich allerdings nach der Vorlage guter Geschäftszahlen gegen den Trend behaupten …

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Was war an der Börse los?

Der deutsche Aktienmarkt startete mit leichten Verlusten in die neue Handelswoche. Der DAX (WKN:846900) gab am Montag 0,3 % auf 10.665 Punkte ab.

Mit einem Plus von 2,3 % setzte sich die Aktie von RWE (WKN:703712) an die Spitze der DAX-Tabelle. Am unteren Ende der Standardwerte-Liste landeten die Anteilscheine der Commerzbank (WKN:CBK100), die sich um 1,8 % verbilligten. Die im MDAX (WKN:846741) gelisteten Papiere von Fielmann (WKN:577220) verloren über 6 %. Das Management der Optikerkette hatte zuvor seine Gewinnprognose gekappt.

Am Dienstag verdarben US-Demoskopen den Marktteilnehmern die Laune: Bei einer für den Fernsehsender ABC und die Washington Post durchgeführten Meinungsumfrage zur Präsidentschaftswahl lag Donald Trump erstmals seit Monaten vor Hillary Clinton. Das tat dem DAX nicht gut: Das deutsche Kursbarometer fiel um 1,3 % auf 10.526 Zähler.

Die Aktie der Lufthansa (WKN:8232129) gab um 1,6 % nach. Marktteilnehmer begründeten das Minus mit Aktivitäten des Billigfliegers Ryanair. Dieser will künftig auch den Frankfurter Flughafen bedienen. Was der Aktie der Kranich-Airline schadete, verhalf den Anteilscheinen des Flughafenbetreibers Fraport (WKN:577330) zu einem Kursgewinn von 4 %.

Am Mittwoch setzte der deutsche Leitindex seinen Südkurs fort und verlor 1,5 % auf 10.371 Punkte. Besonders hart traf es die Papiere von BMW (WKN:519000), die nach schlechten US-Absatzzahlen der deutschen Autobauer mit einem Minus von 3,7 % den größten Kursverlust im DAX verbuchten. Im Sog der bayerischen Konkurrenz gingen die Vorzüge von Volkswagen (WKN:766403) um 2,8 % schwächer aus dem Handel.

Die Ryanair-Konkurrenz auf ihrem Hauptflughafen in Frankfurt setzte die Lufthansa-Aktie weiter unter Druck. Beim XETRA-Schluss betrug der Abschlag 2,4 %. Die Papiere von Fraport, die am Vortag noch von den Plänen der irischen Billig-Fluglinie profitiert hatten, litten unter Gewinnmitnahmen und gingen mit einem Minus von 2,9 % in den Feierabend.

„Was nützen gute Quartalszahlen deutscher Unternehmen, wenn bald vielleicht ein Irrer im Weißen Haus sitzt.“ Das dachte man sich am Donnerstag wohl auf dem Parkett, als der DAX weitere 0,4 % auf 10.326 Zähler einbüßte.

Dass es nicht schlimmer kam, ist nicht zuletzt der Lufthansa-Aktie zu verdanken, die mit einem Anstieg von 6 % die Blue-Chip-Liste anführte, obwohl das Unternehmen keinerlei Neuigkeiten verkündet hatte. Die Titel des Nivea-Herstellers Beiersdorf (WKN:520000) legten nach der Vorlage zufriedenstellender Quartalszahlen und einem optimistischen Ausblick aufs Gesamtjahr 4,6 % zu.

Dem Immobilienkonzern Vonovia (WKN:A1ML7J) spendierten die Parkettakteure ein Kursplus von immerhin 1,0 %, nachdem das Unternehmen einen durch seine Zukäufe bedingten deutlichen Gewinnanstieg innerhalb der ersten neun Monate gemeldet hatte.

Weniger Grund zur Freude hatten die Anteilseigner von Adidas (WKN:A1EWWW). Der Sportartikelhersteller hatte zwar gute Geschäftszahlen verkündet, aber diese lagen „lediglich“ im Rahmen der Erwartungen und führten zu Geninnmitnahmen. Die Folge: ein Abschlag von über 6 %.

Auch am Freitag wagte sich wegen der bevorstehenden US-Wahlen das Gros der professionellen Anleger nicht aus der Deckung. Das deutsche Kursbarometer fiel bis 17:00 Uhr um 0,6 %.

Wie geht es weiter?

Am Montag (07.11.) berichten die deutschen Statistiker über die Auftragseingänge bei der Industrie im September. Einen Hinweis zur Stimmung der Investmentprofis liefert das Sentix-Investorenvertrauen für November. In den USA legt der Medienkonzern News Corp Quartalszahlen vor.

Am Dienstag (08.11.) berichten die Deutsche Post (WKN:555200) und der Persil-Hersteller Henkel (WKN:604840) über das dritte Quartal. Die Statistiker äußern sich zur Industrieproduktion und zur deutschen Handelsbilanz im September.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein angenehmes Wochenende.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool empfiehlt BMW.

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