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Deutschlands stärkste Marken: Das enthüllen sie über den Aktienmarkt

Foto: Pixabay

Deutschland hat nicht nur viele erfolgreiche Unternehmen, sondern auch Marken, die auf der ganzen Welt einen hohen Wiedererkennungswert haben.

Besonders interessant wird es für Anleger, wenn man den Erfolg der großen deutschen Marken mit den Entwicklungen am Aktienmarkt abgleicht.

Deutschland hat global anerkannte Marken, besonders in der Automobilbranche

Das Beratungsunternehmen Interbrand ermittelt jedes Jahr, welche die bekanntesten und wertvollsten Marken der Welt sind. Die ersten Plätze gehen auch dieses Jahr wieder an amerikanische Giganten wie Apple, Google und Coca-Cola. Allerdings kann Deutschland immerhin 9 der 100 stärksten Marken der Welt vorweisen, mehr als jedes andere europäische Land.

Wenig überraschend sind es vor allem die deutschen Autohersteller, deren Marken gut platziert sind. Mercedes-Benz und BMW belegen die Plätze 9 und 11 der wertvollsten Marken der Welt, im Mittelfeld findet man Audi, VW und Porsche. Laut Interbrand sind Mercedes-Benz und BMW jeweils fast viermal so viel wert, wie die anderen drei Automarken.

Es dürfte allerdings viele überraschen, dass SAP schon auf Platz 22 zu finden ist. Das deutsche Software-Unternehmen ist zwar weltweiter Marktführer im Bereich Unternehmenssoftware, aber man könnte denken, dass der fehlende Kontakt mit Verbrauchern zu einem mangelnden Bekanntheitsgrad führt. In der unteren Hälfte der globalen Top 100 finden sich noch das Versicherungsunternehmen Allianz, der Industriekonzern Siemens und der Sportartikelhersteller adidas.

Das verrät der Vergleich mit der Marktkapitalisierung

Das Wichtige am Interbrand-Ranking ist, dass es uns einen Einblick gibt, wie wichtig Marken in der Entwicklung eines Unternehmens sind. Konsumenten orientieren sich daran und wissen die Verlässlichkeit und die Qualitätsgarantie einer Marke sehr zu schätzen. So können Kunden gebunden werden und Aufpreise für die eigenen Produkte verlangt werden, welche sich letztendlich in höheren Gewinnen zeigen.

Das kann man besonders gut erkennen, wenn man den ermittelten Markenwert mit dem Börsenwert der Unternehmen vergleicht. Generell gibt es eine starke Korrelation zwischen Markenwert und dem Börsenwert eines Unternehmens. Deutschlands stärkste Marken gehören auch zu den größten Unternehmen.

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Trotzdem lassen sich bei genauerem Hinsehen Unterschiede erkennen, die man für die eigene Investitionsstrategie im Kopf behalten sollte. Für Premiumhersteller wie Mercedes-Benz und BMW ist der Markenwert absolut zentral. Nur so können sie von ihren Kunden hohe Preise verlangen. Bei BMW sind der Börsenwert und der Markenwert sogar ähnlich hoch. Bei einem Massenhersteller wie VW spielt die Marke schon eine weniger bedeutende Rolle, auch wenn die komplexe Besitzstruktur von Porsche und Audi den Vergleich erschwert.

Das nach Börsenwert größte deutsche Unternehmen SAP weist hingegen wie erwartet eine große Konvergenz zwischen Markenwert und Börsenwert auf. Der Börsenwert ist fünfmal so groß wie der Markenwert, was darauf hindeutet, dass es weniger darauf angewiesen ist, einen großen Bekanntheitsgrad bei Konsumenten zu erlangen.

Auch dieses Ranking braucht den richtigen Kontext

Interbrand zeigt uns also, dass sich im DAX viele international bekannte und erfolgreiche Unternehmen verstecken. Unternehmen mit starken Marken haben auch oft an der Börse Erfolg, aber wer diese Kenntnis für sich nutzen will, muss unbedingt auch den Kontext und die Branche beachten.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Alphabet (A-Anteile) und Apple. The Motley Fool hat die folgenden Otionen: long Januar 2018 $90 Calls auf Apple und short Januar 2018 $95 Calls auf Apple. The Motley Fool empfiehlt Coca-Cola und BMW.

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