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Das Kapitalrückführungsprogramm von Apple hat genau die richtige Balance getroffen

iPhone 7. BILDQUELLE: APPLE

Ich bin ja ein riesiger Fan von Apple (WKN:865985) und dem Kapitalrückführungsprogramm des Unternehmens. Dieses Programm wächst nicht nur mit den Gewinnen und hat inzwischen eine riesige Größe erreicht, es verbessert auch bestimmte Kennzahlen des Unternehmens wie zum Beispiel die Vermögensrendite und die Eigenkapitalrendite, indem bei diesen Gleichungen die Variablen zu unseren Gunsten verschoben werden. Vor der Einführung dieses Programms hatte Apple viel zu viele liquide Mittel in der Bilanz, womit das Unternehmen nichts getan hat. CEO Tim Cook stellte sich dieser Kritik um die Kapitaleffizienz und begann, den Aktionären etwas zurückzugeben.

Gleichzeitig möchte man aber auch nicht zu viel zurückgeben. Apple hat dabei genau die richtige Balance gefunden.

CEO Tim Cook. Einführung des neuen Macintosh auf dem Event im Oktober. Bildquelle: Apple

CEO Tim Cook. Einführung des neuen Macintosh auf dem Event im Oktober. Bildquelle: Apple

Wie viel ist zu viel?

Der freie Cashflow ist schon eine wichtige Kennzahl für die Investoren, besonders bei einem Unternehmen, das sehr viel herstellt. Selbst wenn die Arbeit an andere Unternehmen outgesourced wird, wie im Fall von Apple, dann muss das Unternehmen immer noch sehr viel für die entsprechende Infrastruktur und die Anlagen ausgeben. Um zu bestimmen, wie viel Apple für Investitionen ausgibt, müssen wir uns die Cashflow Rechnung ansehen:   Zahlungen für Immobilien, das Werk und die Anlagen und Zahlungen für immaterielle Vermögenswerte.  Sobald man das alles einmal vom operativen Cashflow abgezogen  hat, bekommt man den freien Cashflow.

Datenquelle:  SEC für die erwähnten Steuerjahre. Grafik: Autor.

Datenquelle:  SEC für die erwähnten Steuerjahre. Grafik: Autor.

Die Kapital-Rückführung, Dividenden und Aktienrückkäufe,  werden am Ende des Tages aus dem Cashflow bezahlt und der freie Cashflow ist notwendig, um anhaltende Investitionen zu tätigen, um das Geschäft aufrechtzuerhalten.

Datenquelle:  SEC Graph:Autor.

Datenquelle:  SEC Graph:Autor.

Es sollte eigentlich offensichtlich sein, dass eine höhere Rendite als 100% des freien Cashflows langfristig nicht nachhaltig ist (Apple hat im Steuerjahr 2014 112% des freien Cashflows ausgegeben).  Die gute Nachricht ist, dass das Unternehmen in den 2 Steuerjahren seither diesen Prozentsatz auf ein nachhaltiges Niveau gesenkt hat. Apple hat im Jahr 2015 67% und 2016 80% des freien Cashflows an die Aktionäre zurückfließen lassen. Ein komfortables Niveau läge irgendwo zwischen 70 und 80%.

Natürlich basiert das auf konsolidierten Finanzergebnissen und Apple bezahlt den Großteil seines Kapital-Rückführungsprogramms mit Schulden, die nicht direkt mit dem operativen oder dem freien Cashflow in Verbindung stehen. Daher sollte man anerkennen, dass das Kapital-Rückführungsprogramm des Unternehmens auch eine Funktion der Fähigkeit von Apple ist, weitere Schulden aufzunehmen (Apple hat jetzt fast 80 Mrd. US-Dollar an langfristigen Schulden). Das sollte so weitergehen, bis es einen Feiertag gibt, an dem man ausländische Gewinne wieder in die USA einführen kann.

Was man von dem Kapital-Rückführungsprogramm bei der Neuauflage im nächsten April erwarten kann

Es wäre gut für die Investoren zu wissen, was man im April von Apple erwarten kann, wenn das Kapital-Rückführungsprogramm noch einmal überarbeitet wird. In der folgenden Tabelle siehst du, wie Apple seine Aktienrückkäufe seit 2013 gehandhabt hat.

Jahr Erhöhung des Programms
2013 50 Milliarden US-Dollar
2014 30 Milliarden US-Dollar
2015 50 Milliarden US-Dollar
2016 35 Milliarden US-Dollar

Datenquelle: SEC

Da der operative Cashflow und damit auch der freie Cashflow im Steuerjahr 2016 gesunken ist und er im Jahr 2007 wahrscheinlich nicht steigen wird, erwarte ich keinen massiven Anstieg beim Aktienrückkaufprogramm im kommenden April. Aktuell hat Apple noch etwa 40 Mrd. US-Dollar im aktuellen Programm übrig und hat im letzten Jahr durchschnittlich 7,4 Mrd. US-Dollar für Rückkäufe ausgegeben.

Bis April sollte Apple also noch etwas trockenes Pulver übrig haben. Daher erwarte ich, dass das Unternehmen die historischen Erhöhungen eher im konservativen Bereich weiterführen wird.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple, Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu, CFA auf Englisch verfasst und wurde am 31.10.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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