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PayPal hat eine echte Erfolgsstrategie

PayPal Hauptsitz. Quelle: PayPal

PayPal (WKN:A14R7U) ist gerade dabei, strategisch wichtige Allianzen zu knüpfen. Nachdem sich das Unternehmen in den vergangenen Monaten bereits mit den führenden Kreditkarten-Betreibern Visa (WKN:A0NC7B) und MasterCard (WKN:A0F602) zusammengeschlossen hat, hat das Unternehmen nun eine neue Allianz mit Facebook (WKN:A1JWVX) angekündigt. Diese Partnerschaften werden kurzfristig vermutlich PayPals Transaktions-Gewinnmargen schaden und dennoch ist es sicherlich die richtige Entscheidung, langfristige Wachstumsmöglichkeiten laufenden Gewinnen vorzuziehen.

PayPal gewinnt neue Freunde

PayPal hat stets eine gemischte Beziehung zu Visa und MasterCard unterhalten. Der führende Online-Bezahldienst und die Kreditkarten-Unternehmen sind nun gleichzeitig Partner und Konkurrenten. Kreditkarten-Betreiber erheben eine erhebliche Bearbeitungsgebühr auf Zahlungstransaktionen, weswegen PayPal früher seine Kunden stets dazu ermutigte, ihre PayPal-Konten direkt an ihre Bankkonten zu knüpfen, um Kreditkarten-Gebühren zu umgehen.

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Diese Zeiten sind nun aber vorbei. Die vollständigen finanziellen Details zum neuen Abkommen zwischen PayPal und den Kreditkarten-Betreibern wurden zwar nicht offengelegt, aber PayPal hat versprochen, es seinen Kunden so einfach wie möglich zu machen, sich zwischen Bank- sowie Visa- und MasterCard-Konten zu entscheiden. Von diesem Schritt werden einerseits die Kreditkarten-Unternehmen mit hohen Bearbeitungsgebühren deutlich profitieren, während andererseits Kunden nun viel unkomplizierter ihre Visa- oder MasterCard-Konten mit PayPal kombinieren können.

Gerade erst haben Facebook und PayPal ihre Partnerschaft ausgeweitet, wodurch es PayPal-Kunden nun leichter haben, ihre PayPal-Konten mit Facebook und Facebooks Messenger zu verknüpfen. Außerdem wird PayPal als Bezahloption für zahlreiche Shopping-Möglichkeiten auf Facebook verfügbar sein. Unter anderem können Produkte, die in Interaktion mit einem Chatbot auf Messenger von Online-Händlern erworben werden, nun mit PayPal bezahlt werden. Ein früheres Abkommen von vergangenem Dezember zwischen PayPals Braintree, Facebook und Uber hatte Kunden bereits ermöglicht, Uber-Fahrten über den Messenger zu bezahlen.

Die Märkte reagierten allerdings negativ auf diese Ankündigung. Die PayPal-Aktie rutschte um 2 % ab, als das Unternehmen die verstärkte Zusammenarbeit mit Facebook bekannt gab, weil vermutlich viele Investoren davon ausgingen, dass PayPal kleinere Gewinnmargen pro Bezahltranskation auf Facebook und Messenger erzielen wird — und diese Vermutung ist alles andere als absurd.

Andererseits eröffnet dieses Abkommen aufregende Wachstumsmöglichkeiten für PayPal. Facebook zählte zum Ende des zweiten Quartals dieses Jahres 1,71 Mrd. monatlich aktive Nutzer – ein Anstieg um 15 % gegenüber dem Vorjahr. Auf mobilen Geräten erreicht Facebook 1,57 Mrd. monatlich aktive Nutzer – ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 20 %. Der Facebook-Messenger hat über 1 Mrd. monatlich aktive Nutzer und ist in den USA der absolut dominierende Nachrichten-Dienst. Daten des Marktforschungsunternehmens eMarketer zufolge verfügen fast 37 % der Smartphone-Nutzer in den USA über ein Facebook-Messenger-Konto.

Man erkennt ein wiederkehrendes Muster in den Partnerschaften, die PayPal in jüngster Zeit mit Unternehmen wie Visa, MasterCard und Facebook geformt hat. Der führende Online-Bezahldienst schließt sich mit enorm starken Marken zusammen, wodurch sich dem Unternehmen zahlreiche Chancen auf Umsatzwachstum eröffnen. Gleichzeitig generiert PayPal aber geringere Gewinne auf jede durchgeführte Transaktion und zahlt somit auch den Preis dieser Allianzen.

PayPal geht einen klugen Weg

Visionäre Wachstumsunternehmen unternehmen in der Regel ernsthafte Anstrengungen in der Gegenwart, um langfristig von Wachstumsmöglichkeiten zu profitieren. PayPals Management schätzt den Gesamtzielmarkt des Unternehmens auf fast 100 Billionen US-Dollar. Anstatt sich auf aktuelle Margen zu konzentrieren, sollte es also die absolute Priorität des Unternehmens sein, sich einen großen Marktanteil dieser massiven Chance zu sichern.

Selbst wenn das Unternehmen kleinere Margen pro Transaktion erzielen wird, bedeutet das nicht zwangsweise, dass die Gesamtgewinnspanne des Unternehmens sinken wird. PayPals Betriebsaufwendungen sind relativ unabhängig vom Umsatz. Bei gleichbleibenden Kosten sollten sich die Gewinnmargen mit steigendem Umsatz erhöhen, da der Großteil der Betriebsaufwendungen deutlich langsamer ansteigen wird als die Umsatzerlöse.

Das Unternehmen hat vor kurzem seine Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal 2016 präsentiert und das Management gab für die kommenden Jahre recht optimistische Prognosen aus. Für das währungsbereinigte Umsatzwachstum hob PayPal seine Prognose von 15 % auf 16 – 17 % pro Jahr an. Außerdem erwartet das Unternehmen für diesen Zeitraum eine „stabile bis wachsende“ operative Gewinnmarge (non GAAP). Die gesunden Prognosen reflektieren vermutlich, dass die positiven Auswirkungen eines wachsenden Umsatzes — die die jüngsten Allianzen herbeiführt haben — die fallenden Margen mehr als ausgleichen werden.

Partnerschaften wie mit Visa, MasterCard und Facebook helfen PayPal, Wettbewerbsrisiken zu reduzieren und sich in eine optimale Position zu bringen, um in den nächsten Jahren und sogar Jahrzehnten zu expandieren. Es sieht so aus, als würde die Gesamtrentabilität auch in Zukunft stabil bleiben. PayPal unternimmt also einen klugen Schritt, wenn es sowohl die Vorzüge als auch die Kosten solcher Partnerschaften aus einer langfristigen Perspektive bewertet.

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The Motley Fool hält und empfiehlt Facebook, MasterCard, PayPal Holdings und Visa.

Dieser Artikel wurde von Andrés Cardenal auf Englisch verfasst und am 31.10.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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