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9 Highlights aus dem dritten Quartal von Amazon

Foto: Amazon.com

Als Amazon (WKN:906866) einen geringer als erwarteten Gewinn für das dritte Quartal am Donnerstag meldete, fiel die Aktie im nachbörslichen Handel um etwa 6%. In den letzten Tagen hat sich die Aktie zwar wieder etwas erholt, trotzdem hat sie dabei 4% eingebüßt.

Hier ein Blick auf die Zahlen, die hinter dem Ausverkauf der Aktie stehen und ein Blick auf einige andere Highlights aus dem dritten Quartalsbericht.

Vier wahrscheinliche Gründe für den Ausverkauf

Erhöhte Profitabilität, aber nicht so schnell wie erwartet: In der Vergangenheit war ein steigen der Profitabilität einer der starken Punkte für ein Unternehmen. Die operativen Einnahmen sprangen von 464 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal 2015 auf 1,3 Milliarden US-Dollar in Q2 2016.

Dasselbe kann man aber nicht über Q3 sagen. Die operativen Einnahmen in Q3 erhöhten sich von 406 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal auf 575 Millionen US-Dollar in Q3 2016, was eine dramatische Verlangsamung des Wachstums im Jahresvergleich, verglichen mit dem Wachstum aus Q2, markiert. Darüber hinaus haben sich die operativen Einnahmen sequentiell verringert.

Die rekordverdächtige Profitsträhne hat ihr Ende gefunden: In den letzten 2 aufeinanderfolgenden Quartalen konnte Amazon jeweils quartalsmäßige Gewinnrekorde aufstellen. Aber diese Strähne fand in Q3 ihr Ende, als Amazon einen Gewinn pro Aktie von 0,52 US-Dollar meldete, was einen geringeren Gewinn pro Aktie als in den letzten 3 Quartalen darstellte.

Der Gewinn pro Aktie konnte die Schätzungen nicht erfüllen: Der Gewinn pro Aktie von 0,52 US-Dollar lag deutlich unter der Konsens-Erwartung der Analysten von 0,78 US-Dollar laut Thomson Reuters.

Die Kosten werden die Gewinne noch weiterhin nach unten ziehen: Das Management hat angekündigt, man werde in Q4 viel investieren. Das zeigt sich auch im Ausblick für die operativen Einnahmen, wonach die operativen Einnahmen in Q4 zwischen 0 und 1,25 Milliarden US-Dollar liegen sollen, einem Bereich, der, verglichen mit den 2,2 Milliarden US-Dollar im 4. Quartal 2015 nach ziemlich wenig aussieht.

Fünf Gründe warum man Amazon immer noch kaufen sollte

Bildquelle: Amazon

Bildquelle: Amazon

Die Wachstumsinitiativen sollten Amazon langfristig helfen: Die aktuell höheren Kosten stellen greifbare Investitionen dar, die die Wettbewerbsvorteile des Unternehmens weiter stärken sollten.

Das Management stellte zwei wichtige Bereiche heraus, die während des letzten Quartals die Gewinne belastet haben: Die Eröffnung von 18 Verteilungszentren vor dem Weihnachtsquartal (der bisherige Quartals Rekord lag bei 11) und die höheren Kosten für Content-Verträge und die Produktion von eigenem Video-Content für Amazon Prime Video. Diese Investitionen sind wichtig für die Prime-Mitglieder

Obwohl die Gewinnerwartungen verpasst wurden, war das Wachstum beim Gewinn pro Aktie immer noch beeindruckend: Ein Gewinn pro Aktie von 0,52 US-Dollar ist ein Anstieg um mehr als 200%, verglichen mit 0,17 US-Dollar im Vorjahresquartal.

Der Cashflow steigt: In dem Zwölfmonatszeitraum bis zum 30. September hat sich der operative Cashflow um beeindruckende 49% erhöht. Der freie Cashflow, das ist operativer Cashflow minus Kapitalausgaben, hat sich während desselben Zeitraumes um 59% verbessert.

Schnell steigende Umsätze: Die Umsätze erhöhten sich im dritten Quartal um 29%, im Jahresvergleich. Dieses Wachstum kommt aber von einem 31-prozentigen Anstieg bei den Umsätzen im Jahresvergleich aus dem vorhergehenden Quartal.

Mehr Umsatzwachstum in Sicht: Amazon erwartet ein weiteres Quartal voller solidem Wachstum während des Weihnachtsquartals und gibt als Ausblick 17 bis 27% Wachstum beim Umsatz in Q4 an. Der Mittelpunkt dieses erwarteten Bereichs liegt auf einer Linie mit dem Umsatzwachstum im Jahresvergleich von 22%, das Amazon im Q4 2015 erzielen konnte.

Die Kosten, um das Geschäft zu erweitern, sind bei Amazon natürlich sehr hoch und wahrscheinlich auch höher als die meisten Investoren erwartet haben. Trotzdem sind die Ergebnisse des Unternehmens ohne Zweifel solide. Wenn die bisherigen Erfolge mit Wachstumsinvestitionen einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie die Kosten im dritten und vierten Quartal sich langfristig auszahlen werden, dann zeigt das, dass das Unternehmen immer noch Willens ist große und vor allem frühzeitige Investitionen zu tätigen. Das könnten gute Nachrichten für die Investoren sein, denn dadurch wird die Basis für eine künftige Explosion der Gewinnmargen gelegt.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon.com.

Dieser Artikel wurde von Daniel Sparks auf Englisch verfasst und wurde am 31.10.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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