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Vier Fakten über billige Aktien, die jeder Investor kennen sollte

Foto: Pixabay, StartupStockPhotos

Billige Aktien können sehr interessant sein. Dabei hören viele schon die Kasse klingeln. Es ist aber vielleicht das Beste, nicht auf dieses Klingeln zu hören, denn die Geschichte hat uns gezeigt, dass billige Aktien oft nicht sind, dass man feiern sollte, ganz zu schweigen davon zu kaufen. Hier sind 4 Fakten über billige Aktien, die jeder Investor kennen sollte.

Sie klingen zu gut um wahr zu sein sein

Wenn du über eine scheinbar billige Aktie stolperst, dann ist es leicht sich vorzustellen, dass man einen Schatz gefunden hat und dass man einfach ein paar Aktien kaufen und damit hohe Gewinne erzielen kann. Hier solltest du aber nochmal genauer nachdenken.

Denk nur daran, wie leicht es heutzutage ist, Aktien zu suchen. Man braucht dazu nur einen Computer, den die meisten von uns zu Hause haben. Einfach Aktien suchen gibt es kostenlos und die Profis haben üblicherweise Zugang zu sehr guten Suchprogramme. Die Website von deinem Aktien Broker bietet das wahrscheinlich auch.

Das bedeutet, dass es nur wirklich wenige ungehobene Schätze da draußen gibt, die auf dich warten. Der Gedanke, dass du einen Gewinner gefunden hast, nur weil der Kurs gerade niedrig ist, ist zu gut um wahr zu sein.

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Aktien sind oft aus einem guten Grund billig

Billige Aktien tendieren dazu, aus einem bestimmten Grund billig zu sein. Sie werden nicht mit hohen Kursen gehandelt, weil die Investoren sie nicht kaufen. Sie stehen vielleicht vor einigen Problemen, die kurzfristig oder langfristig sein können.

Ein Biotech-Unternehmen könnte auf ein günstiges Niveau fallen, wenn ein wichtiges Medikament schlechte Ergebnisse im den klinischen Versuchen erzielt hat oder von der FDA abgelehnt wurde.

Ein Unternehmen, das Komponenten für Smartphones herstellt, kann interessant scheinen, da sich Smartphones sehr gut verkaufen. Aber wenn das Unternehmen einen wichtigen Vertrag mit einem der größten Hersteller verliert, dann sieht die Sache für unser Unternehmen nicht mehr so gut aus.

Einige Unternehmen mit geringem Bewertungen sind genau deshalb gering bewertet, weil sie nicht schnell wachsen, weil sie Verluste anstatt von Gewinnen verzeichnet haben oder weil sie vielleicht sehr hohe Schulden haben, die sie nicht einfach so abzahlen können.

Du konzentrierst dich vielleicht auf den Preis und nicht auf den Wert

Wenn du Kandidaten für dein Portfolio bewertest, dann solltest du nicht zu viel Aufmerksamkeit auf den Aktienkurs haben, zumindest nicht auf den Kurs für sich allein genommen.

Eine Aktie für 5 US-Dollar kann wie ein Schnäppchen aussehen, wenn man sie mit einer Aktie für 100 US-Dollar vergleicht. Du solltest aber nicht vergessen, dass ein paar Schuhe für 5 US-Dollar nicht notwendigerweise ein besserer Kauf sind, als ein paar Schuhe für 100 US-Dollar. Eine Aktie, die auf 3 US-Dollar gefallen ist, kann immer noch überbewertet sein und noch weiter fallen, während einer Aktie für 100 US-Dollar auch unterbewertet sein und weiter steigen kann.

Wenn du dir den Aktienkurs ansiehst, dann solltest du ihn im Kontext mit etwas anderem sehen, zum Beispiel den Gewinnen. Ein Aktienkurs geteilt durch den Gewinn pro Aktie der letzten 12 Monate, das Kurs-Gewinn-Verhältnis oder KGV. Wenn du das hast, dann kannst du es mit dem historischen Durchschnitt des Unternehmens vergleichen, zum Beispiel der letzten 5 Jahre. Dann kannst du das KGV mit dem der Konkurrenten vergleichen.

BILDQUELLE: GETTY IMAGES

BILDQUELLE: GETTY IMAGES

Solche Recherchen können dir Einblicke geben, ob eine Aktie unterbewertet oder überbewertet ist

KGV tendieren aber dazu, nach Industrie zu variieren. Hersteller die Autobauer haben großen Kapitalbedarf und daher relativ niedrige KGV, während Unternehmen mit leichteren Geschäftsmodellen in wie im elektronischen Handel und Softwareunternehmen höhere KGV haben können. Man kann den Aktienkurs auch mit dem Buchwert, am Umsatz, dem Cashflow und noch anderen Kennzahlen vergleichen.

Wenn du ein Unternehmen bewertest, dann solltest du die Quartalsberichte genau ansehen, aber nicht nur auf diese Nummern schauen, sondern auch das Wachstumspotenzial, den Wettbewerbsvorteil und die Positionierung des Unternehmens mit einbeziehen. Zusätzlich ist die Qualität des Managements wichtig.

Man kann noch billige Aktien finden

Schließlich ist es nicht so leicht, billige Aktien zu finden, die auch günstig sind, aber es ist möglich. Du solltest nur sicherstellen, dass billig auch günstig bedeutet.

Billig bedeutet nicht, dass es für ein paar Dollar gehandelt wird oder einen geringeren Kurs als eine andere Aktie hat, die du gerade in Betracht ziehst. Ein wahres Schnäppchen ist die Aktie eines hochwertigen Unternehmens mit einem nachhaltigen Wettbewerbsvorteil, wie einer starken Marke oder Massenproduktion, die attraktiv bewertet ist. Du wirst solche Unternehmen bei deiner Lektüre von Finanzpublikationen oder in deinem Alltag sehen, zum Beispiel wenn du die wachsende Popularität eines bestimmten Produktes oder einer Dienstleistung  feststellst.

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Dieser Artikel wurde von Selena Maranjian auf Englisch verfasst und wurde am 28.10.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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