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Drei wichtige Fragen für Gilead Sciences in Q3

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Gilead Sciences (WKN:885823) hat die Investoren in Q1 enttäuscht. Das Biotec hat im zweiten Quartal wieder enttäuscht. Hier scheint sich ein Muster zu entwickeln. Wenn die Gilead am 1. November die Ergebnisse für das dritte Quartal veröffentlicht, stellt sich die Frage, ob es mit den Enttäuschungen so weitergehen wird oder ob es eine positive Überraschung gibt? Das hängt davon ab, wie die Antworten auf die folgenden drei Fragen sind.

Wie sehr haben sich die Umsätze von Harvoni verlangsamt?

Nachdem das Medikament  Ende 2014 einen perfekt Start hingelegt hat, hat das Hepatitis-C-Medikament Harvoni doch etwas zu wünschen übrig gelassen. Im zweiten Quartal fielen die Umsätze von Harvoni um fast 29 % im Jahresvergleich. Niemand erwartet, dass sich die Umsätze im dritten Quartal wieder erholen, aber der Markt fragt sich natürlich, wie groß der Rückgang wirklich ist.

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Es gibt drei Hauptgründe, warum sich das Medikament jetzt schlechter verkauft. Der wichtigste davon ist wahrscheinlich die Konkurrenz. Viekira Pak von AbbVie (WKN:A1J84E) und Zepatier von Merck (WKN:659990) stehen in direkter Konkurrenz mit Harvoni. Gilead scheint AbbVie ziemlich gut abgewehrt zu haben, obwohl Viekira einen respektablen Marktanteil hält. Merk hat aber alles verändert, als Zepatier mit einem deutlich niedrigeren Preis auf den Markt gebracht wurde.

Damit wären wir auch schon beim zweiten Punkt, warum die Umsätze von Harvoni so eingebrochen sind. Die Krankenkassen verlangen und bekommen Rabatte und hohe Preisnachlässe. Gilead meldete im zweiten Quartal einen deutlich niedrigeren durchschnittlichen Verkaufspreis aufgrund dieser Zugeständnisse.

Der andere Faktor hinter dem Umsatzrückgang ist die Patientenbevölkerung von Hepatitis C. Als Harvoni auf den Markt kam, verschrieben die Ärzte das Medikament sehr vielen Patienten mit den ernstesten Fällen von Hepatitis C. Da Harvoni aber so effektiv ist, sind jetzt diese Patienten geheilt. Neuere Patienten nehmen das Medikament und haben weniger schwere Fälle von Hepatitis C, wodurch die Behandlungszeiten auch verkürzt werden. Das reduziert das Umsatzvolumen von Harvoni.

Diese Dinge haben sich im dritten Quartal nicht geändert. Wir werden schon bald herausfinden, ob wir das Schlimmste hinter uns haben.

2. haben die neuen Medikamente die Erwartungen übertroffen?

Gilead hat im letzten Jahr beeindruckende neue Medikamente auf den Markt gebracht. Genvoya wurde im November 2015 auf den Markt gebracht. Das TAF- basierte HIV-Medikament erreichte in der ersten Jahreshälfte 2016 ein Umsatzvolumen von 360 Millionen US-Dollar.

Einige andere TAF-basierte HIV-Medikamente verzeichnen auch gerade starke Umsätze. Descovy wurde im April 2016 veröffentlicht. Odefsey wurde in den USA nur einen Monat vorher auf den Markt gebracht, bekam aber erst im Juni von den europäischen Regulierungsbehörden grünes Licht .

Der größte potenzielle Gewinner aus dieser Gruppe ist aber Epclusa. Das Hepatitis-C-Medikament ist das erste, das alle Genotypen behandelt. Die FDA gab im Juni grünes Licht für dieses Medikament. Da im Q2 nur drei Verkaufstage waren, generierte Epclusa nur Umsätze in Höhe von 64 Millionen US-Dollar. Epclusa sollte es ermöglichen, AbbVie und Merck besser die Stirn bieten zu können.

Gilead sollte von diesen neueren Medikamenten höhere Verkaufszahlen sehen. Wenn diese Zahlen sogar sehr gut sein sollten und die Umsätze von Harvoni höher als erwartet ausfallen, dann könnte Gilead ein erfolgreiches Quartal zu vermelden haben.

3. Wird das Unternehmen Andeutungen auf mögliche Übernahmen geben?

Ende des zweiten Quartals saß Gilead noch auf einem Geldberg von 24,6 Milliarden US-Dollar (darunter liquide Mittel und marktgängige Wertpapiere). Die Investoren möchten natürlich wissen, was das Unternehmen mit diesem Geld anstellen möchte.

Einiges davon wird in Aktienrückkäufe fließen. CFO Robin Washington merkte in der Telefonkonferenz zum zweiten Quartal an, das Unternehmen würde die Rückkäufe in der zweiten Jahreshälfte aber herunterfahren. Ein Teil wird auch in Dividenden fließen, aber Gilead hat in den ersten 6 Monaten nur nur 1,2 Milliarden US-Dollar für Dividenden ausgegeben.

Die einzige Übernahme, die Gilead in 2016 bisher getätigt hat, ist der Kauf von Nimbus Apollo im Mai. Gilead gab dafür 400 Millionen US-Dollar aus. Das sind nur Peanuts für ein so großes Unternehmen.

Gilead hat sehr viel Geld, das benutzt werden könnte, um die Pipeline aufzupolstern. Jegliche Nachrichten (jeglicher Hinweis), der nach einer klugen strategischen Übernahme aussieht, sollte für die Aktie und Ihren Kurs gut sein.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Gilead Sciences. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Short Oktober 2016 $85 Calls auf Gilead Sciences.

Dieser Artikel wurde von Keith Speights auf Englisch verfasst und wurde am 26.10.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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