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Virtual Reality vs. Internet der Dinge: Welcher Tech-Trend hat mehr Potenzial?

Bildquelle: Pixabay, danmo

In der Tech-Welt müssen Investoren immer auf der Hut sein. Erkennt man als Investor einen Trend zu spät, könnten saftige Gewinne flöten gehen. Dann bleibt nur noch, auf den nächsten Trend zu warten.

Für Investoren, die aus dem „nächsten großen Ding“ Kapital schlagen wollen, könnten die virtuelle Realität (VR) und das Internet der Dinge (IoT) besonders interessant sein. Unternehmen investieren gerade massiv in beide Technologien und beide Märkte stecken immer noch in den Kinderschuhen.

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Nachfolgend sind einige Fakten, die deutlich machen, welches Potenzial in diesen Tech-Trends steckt und wieso Facebook (WKN:A1JWVX), NVIDIA (WKN:918422), Sony (WKN:853687), InvenSense (WKN:A1JPHL) und General Electric (WKN:851144) langfristig in diese zwei Branchen investieren wollen.

Bildquelle: GETTY IMAGES.

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Der Fall VR

Virtual Reality erhält in letzter Zeit viel Aufmerksamkeit; insbesondere, weil einige der einflussreichsten Technologie-Unternehmen der Welt große Investitionen in diesem Bereich tätigen (mehr dazu später).

Forscher des Beratungsunternehmens KZero schätzen, dass es bis 2018 weltweit über 170 Mio. aktive VR-Nutzer geben wird und das Marktforschungsunternehmen TrendForce prognostiziert, dass der VR-Markt bis 2020 auf 70 Mrd. US-Dollar anwachsen wird – derzeit beträgt das Marktvolumen gerade einmal 6,7 Mrd. US-Dollar.

Und so soll sich das VR-Nutzerwachstum in den kommenden Jahren entwickeln:

Bildquelle: STATISTA.

Sony, Facebook und NVIDIA unternehmen gerade große Schritte, um in diesem Markt Fuß zu fassen. Facebook hat – wie du dich vielleicht noch erinnern kannst – das VR-Unternehmen Oculus vergangenes Jahr für 2 Mrd. US-Dollar übernommen. Und diese Übernahme diente für viele andere Unternehmen als Startschuss für eine große VR-Offensive.

So schrieb das Tech-Magazin Re/code Anfang des Jahres: „Seit der Bekanntgabe dieses Deals haben sich CB Insights zufolge sowohl die Anzahl der Venture-Capital-Deals als auch die Summen, die in die „virtuelle und erweiterte Realität“ investiert werden, verdreifacht.

Oculus hat gerade sein Rift VR-Headset auf den Markt gebracht. Das Gerät kostet 599 US-Dollar und liegt somit preislich am oberen Ende des höherwertigen Marktsegments, weswegen das Interesse der Verbraucher etwas begrenzt ist. Auch Facebook plant bereits langfristig. CEO Mark Zuckerberg sagte vergangenes Jahr, dass es wichtig sei, zu begreifen, dass die Branche wie anfänglich auch bei Computern und Mobiltelefonen nur langsam wachsen wird.“

Facebook ist nicht das einzige Unternehmen, das auf VR setzt. Auch Sony hat gerade ein VR-Headset herausgebracht. Mit einem Verkaufspreis von 399 US-Dollar ist das Gerät deutlich günstiger als das Oculus Rift. Das Unternehmen zielt mit seinem Preis auf den unteren Bereich des höherwertigen Marktsegments ab und könnte darin Erfolg haben, seine (gegen Ende dieses Jahres) geschätzt 53 Mio. Nutzer der PlayStation-4-Spielkonsole davon zu überzeugen, sich dieses Headset zuzulegen.

Das Forschungsunternehmen IHS Technology schätzt, dass Sonys VR-Headset dieses Jahr (in dem nur etwas mehr als zwei Monate bleiben) 1,4 Mio. Mal verkauft wird. Dies wäre mehr als der Absatz der HTC Vive und Oculus Rift Geräte zusammen.

Sony hat sich bereits mit mehr als 230 Software-Entwicklern zusammengeschlossen, um an VR-Spielen für seine Konsolen zu arbeiten. Der japanische Elektronikkonzern ist der Meinung, dass VR ein großer Wachstumsmotor für die Zukunft des Unternehmens ist.

Zu guter Letzt ist auch NVIDIA dabei, zu einem großen Player in der VR-Branche aufzusteigen — größtenteils aufgrund seiner dominanten Position im Markt der Grafikprozessoren (GPU). Das Unternehmen hält momentan 70 % der GPU-Marktanteile, deutlich mehr als sein Rivale AMD.

Datenquelle: JON PEDDIE RESEARCH

NVIDIA hat im Sommer eigens für VR-taugliche Laptops drei neue Grafikkarten und sogar sein ein eigenes VR-Spiel herausgebracht, um zu demonstrieren, wie gut die neuen Grafikkarten mit der VR-Technologie kombinieren. Da andere Tech-Unternehmen dabei sind, neue Hard- und Software zu entwickeln, um der steigenden Verbrauchernachfrage gerecht zu werden, sollte NVIDIAs Geschäft mit Grafikkarten und -prozessoren in Zukunft weiter wachsen.

Der Fall IoT

Das Internet der Dinge ist im Grunde genommen die Vernetzung von ehemals unvernetzten Dingen mit dem Internet. Das IoT zielt darauf ab, Prozesse zu automatisieren und Daten dazu zu sammeln (hier findest du eine kleine IoT-Einführung). Smartwatches sind das einfachste Beispiel eines IoT-Geräts. Smartwatches greifen auf eine alte Technology (Armbanduhren) zurück und ergänzen diese mit Sensoren wie GPS, Bewegungserkennung, Mikrophonen usw.)

Cisco prognostiziert, dass 50 Mrd. IoT-Geräte bis zum Jahre 2020 im Umlauf sein werden. Vergangenes Jahr waren es noch lediglich 23 Mrd.

Quelle: STATISTA.

Und all diese Geräte werden zu einem riesigen Markt beitragen. Cisco schätzt, dass der gesamte IoT-Markt bis 2025 auf ein Volumen von 19 Billionen US-Dollar anwachsen wird.

Angesichts eines so steilen Wachstums der Branche gibt es zahlreiche Unternehmen, die jetzt auf den IoT-Zug mitaufspringen wollen. Aber konzentrieren wir uns zunächst nur auf zwei – sehr unterschiedliche Unternehmen – und analysieren, wie sie vom IoT-Vormarsch profitieren könnten.

General Electric ist vielleicht nicht das erste Unternehmen, das dir in den Sinn kommt, wenn es darum geht, einen Profiteur dieses großen Tech-Trends zu nennen, aber GE investiert seit Jahren intensivst in IoT. Das Unternehmen steigert die Effizienz seiner Industriemaschinen mit einer Reihe von Sensoren und seiner eigenentwickelten Analyse-Software Predix.

GEs datenbankgesteuerte Analyse-Software wird bereits von großen Konzernen verwendet, wie beispielsweise von AirAsia, das mit der Software seinen Treibstoffverbrauch verwaltet. Die Software soll dem Unternehmen helfen, über einen Zeitraum von fünf Jahren 30-50 Mio. US-Dollar einzusparen.

GEs Sofware-Geschäft erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 6 Mrd. US-Dollar und das Unternehmen rechnet damit, bis 2020 die 10-Millionen-Dollar-Marke zu knacken. GE nutzt seine Erfahrung im Industriesektor, um Teile seines Geschäfts in ein Analyse-Software-Business umzuwandeln und es gibt praktisch kein Unternehmen, das es GE in diesem Umfang nachahmen könnte. CEO Jeffrey Immelt sagte vergangenes Jahr, dass GE auf gutem Weg sei, zu den 10 weltweit größten Software-Unternehmen aufzusteigen.

InvenSense versucht in einem viel geringeren Umfang, aus seiner starken Markstellung im Bereich der Gyroskop-Bewegungssensoren (wie sie in Apples iPhone zu finden sind) zu profitieren, indem es nun seine Sensoren in IoT-Geräte implementiert.

Der Großteil des Unternehmensumsatzes entfällt auf den Mobilfunkmarkt, aber im Geschäftsjahr 2016 hat InvenSense seinen Umsatz aus dem IoT-Geschäft und seine Erlöse aus anderen Segmenten verdoppelt, da seine Sensoren in immer mehr Wearables, Smart Homes und vernetzten Autos verbaut werden. Der Umsatz aus dem IoT-Geschäft und anderen Segmenten erwirtschaftet nun 25 % des Gesamtumsatzes des Unternehmens.

Interessanterweise plant InvenSense, mit dem IoT- und VR-Geschäft sein Umsatzwachstum zu steigern. Bei der Pressekonferenz im Rahmen der Bekanntgabe der Q1-Ergebnisse im Juli sagte CEO Behrooz Abdi: „Im Gaming- und Virtual-Reality-Segment haben wir unseren Markanteil mit Hilfe unseres neusten 6-achsigen Bewegungssensors ausgebaut und wir arbeiten gerade an einem neuen Game-Controller.“

Das Urteil

Mit einem geschätzten Marktvolumen von 19 Billionen US-Dollar bis 2025 ist der IoT-Markt sehr viel größer als der VR-Markt. Aber wenn es um die Frage geht, welcher Trend die bessere Investitionsmöglichkeit darstellt, hat meiner Meinung nach VR die Nase vorn.

Eine Investition in IoT oder VR ist derzeit noch ein recht riskantes Unterfangen, aber Unternehmen, die auf VR setzen, sollten schon sehr bald erste konkrete Erfolge sehen (wie beispielsweise Sony mit seinem Headset oder NVIDIA mit seinen Grafikprozessoren). Um eines klarzustellen: Auch IoT-Unternehmen werden messbare Erfolge verzeichnen, aber der Schwerpunkt des IoT-Trends liegt darin, Prozesse in B2B-Märkten effizienter zu machen und nicht in dem Verkauf von Software und Geräten. Deshalb wirken IoT-Unternehmen für Investoren oftmals nicht so greifbar und quantifizierbar wie in der VR-Welt.

Zusätzlich hat Facebooks Oculus-Übernahme dafür gesorgt, dass viele Tech-Unternehmen einen deutlich größeren Fokus auf VR gerichtet haben. Sämtliche Unternehmen – von Alphabet bis AMD – setzen derzeit auf VR; und dieser branchenübergreifende Fokus ist genau das, was es braucht, um Investoren sowohl kurz- als auch langfristig Gewinne zu bescheren.

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The Motley Fool empfiehlt und hält Aktien von Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Apple, Facebook, InvenSense und Nvidia. The Motley Fool hält Aktien von General Electric und folgende Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple und Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple. The Motley Fool empfiehlt Cisco Systems.

Dieser Artikel wurde von Chris Neiger auf Englisch verfasst und am 25.10.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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