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5 deutsche Banken mit Milliardengewinnen

Bildquelle: GETTY IMAGES.

Man liest in diesen Tagen nicht viel Gutes über die deutschen Banken. Strafzahlungen, Abschreibungen und Bilanzlöcher prägen das Bild.

Dabei gibt es durchaus auch hierzulande beeindruckende Erfolgsgeschichten, die Hoffnung machen und Hinweise darauf geben, wie die Gesamtbranche zukünftig wieder stabiler und profitabler werden kann.

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ING-DiBa

Die deutsche Tochter der niederländischen ING Groep (WKN:881111) ist weiterhin auf Erfolgskurs. Mit ihrem Fokus auf Privatkunden und klar verständliche Produkte wurde 2015 ein Vorsteuer-Gewinn in Höhe von 1,1 Mrd. Euro eingefahren.

Ein neues Wachstumsfeld wurde mit dem Unternehmenskundengeschäft geschaffen, das sich zuletzt stark entwickelte. Bis 2030 soll die Zahl der Unternehmen, für die der entsprechende Bereich „Wholesale Banking“ Kernbank ist, verdreifacht werden. Gleichzeitig will man die Marktanteile im traditionellen Geschäft mit Konsumenten in diesem Zeitraum noch einmal verdoppeln.

Die Direktbank setzt natürlich auch auf zusätzliche Chancen der Digitalisierung und will das Angebot etwa für die mobile Nutzung erheblich ausbauen. Die Chancen stehen gut, dass auch in diesem und im nächsten Jahr mehr als eine Milliarde übrig bleibt.

DZ BANK Gruppe

Das genossenschaftliche Spitzeninstitut und seine Gruppen-Unternehmen verfolgen das bereits totgesagte Allfinanz-Konzept und fahren damit offenbar gut.

Neben den umfangreichen Dienstleistungen für die Genossenschaftsbanken durch die DZ Bank selbst gehören eine Reihe von Spezialinstituten zur Gruppe, die von Bausparen und Konsumentenkredite über Leasing und Versicherungen bis hin zu Investmenttöchtern reichen, einschließlich der börsennotierten DVB Bank (WKN:804550), die Züge, Flugzeuge und Schiffe finanziert.

Im ersten Halbjahr 2016 belief sich das Konzernergebnis vor Steuern auf 1,6 Mrd. Euro gegenüber 1,3 Mrd. im Vorjahresvergleich. Damit steuert sie auf einen ordentlichen Jahresgewinn von gut über 2 Mrd. Euro zu.

Es gibt einen zusätzlichen Faktor, der zukünftig dazu beitragen sollte, die Resultate weiter zu verbessern: Nach langwierigen Verhandlungen wurde im August der Zusammenschluss mit der WGZ BANK vollzogen.

HypoVereinsbank

Die HVB wird von der Presse etwas stiefmütterlich behandelt, seit sie unter das Dach der italienischen Unicredit (WKN:A1JRZM)-Gruppe geschlüpft ist. Dabei ist die drittgrößte Großbank ein wichtiger Spieler im deutschen Bankenmarkt.

In diesen Zeiten ist es aber vielleicht nicht von Nachteil, dass man eben gerade nicht so viel über diese Bank liest. Während ständig über Bilanzlöcher der Konkurrenten diskutiert wird, können die Bayern auf eine bärenstarke Finanzsituation verweisen. Ein Kernkapital von 22,1 % zum 30.6. sucht seinesgleichen.

Anstatt Risiken abzubauen kann es sich die HVB so leisten, etwas mehr davon in die Bücher hereinzunehmen und so die Ertragschancen zu steigern. Da in den Vorjahren zusätzlich umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet wurden, verfügt die Bank nun auch über eine verbesserte Kostenposition.

Ein um 15,9 % gesteigertes Vorsteuerergebnis von 568 Mio. Euro lässt erwarten, dass zum Jahresende die Milliardengrenze geknackt werden kann, zumal das erste Quartal noch relativ schwach verlief.

KfW

Mit staatlicher Rückendeckung agiert die KfW seit Jahren erfolgreich im Bankenmarkt und liefert beim Bund regelmäßig saftige Dividenden ab. Mit ihrer Bilanzsumme von etwa einer halben Billion Euro ist sie das drittgrößte deutsche Institut. Ihre mit AAA bewertete erstklassige Kreditwürdigkeit lässt die weltweite Konkurrenz vor Neid erblassen.

Ohne eigene Filialen tritt sie eher als Co-Finanzierer auf und ist damit im In- und Ausland gleichermaßen aktiv. Themen wie Energieeffizienzmaßnahmen, Exportförderung und die Stärkung von kleinen und mittleren Unternehmen stehen im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit

Nach 1,5 Mrd. Euro Konzerngewinn 2014 konnten im Folgejahr sogar 2,2 Mrd. eingefahren werden. Dr. Ulrich Schröder, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe, schränkt zwar ein, dass dieses um Sondereffekte verzerrte Ergebnis nicht jedes Jahr erzielt werden kann, aber ich schätze, dass es mit der Milliarde auch in diesem und den kommenden Jahren klappen wird.

Zum ersten Halbjahr 2016 belief sich der Gewinn immerhin schon wieder auf beachtliche 779 Mio. Euro.

Sparkassen-Finanzgruppe

Ich war nicht ganz sicher, ob man die Sparkassen-Finanzgruppe hier nennen sollte, aber der Vollständigkeit halber sei auch sie hier erwähnt. Ähnlich wie die DZ Bank Gruppe versammelt sie unter ihrem Dach ein Sammelsurium an Finanzdienstleistern, einschließlich Versicherungen und den Landesbanken.

Mit ihrem zusammengefassten billionenschweren Geschäftsvolumen zählt sie zu den weltweit größten Instituten und das Eigenkapital summierte sich Ende 2015 auf 153 Mrd. Euro.

Auch wenn nicht alles rund läuft, sind doch alle Geschäftsfelder insgesamt profitabel. Auf gutem Kurs befindet sich beispielsweise die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), die 2015 immerhin eine halbe Milliarde Euro erwirtschaften konnte. In diesem Jahr wird ein Vorsteuerergebnis in ähnlicher Höhe erwartet.

Die Sparkassen-Finanzgruppe wies mit 6,6 Mrd. Euro Vorsteuergewinn das beste Ergebnis aller deutschen Finanzkonzerne aus. Nach Steuern blieben davon knapp 3 Mrd. übrig, wovon etwa 2 Mrd. von den regionalen Sparkassen erwirtschaftet wurden.

Es ist nicht alles schlecht im deutschen Bankensektor

Auch wenn wir in der hart umkämpften deutschen Finanzbranche noch weit davon entfernt sind, quartalsweise Milliardengewinne zu präsentieren wie in anderen Ländern, gibt es bei genauerem Hinsehen doch einige Lichtblicke. Jetzt sollte es „nur noch“ den Sorgenkindern gelingen, endlich wieder nachhaltige Renditen auf ihr Eigenkapital zu erwirtschaften, damit auch die allgemeine Finanzberichterstattung wieder in den positiven Bereich dreht.

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Ralf Anders hält keine Wertpapiere genannter Unternehmen. The Motley Fool besitzt keine der genannten Aktien.

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