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Metro, RWE und E.ON: Was du jetzt über die Aufspaltungen wissen musst

Quelle: pixabay, user artverau

Die Metro (WKN:725750), RWE (WKN:703712) und E.ON (WKN:ENAG99) hatten es wahrlich nicht leicht in den letzten Jahren. Gewinnwarnungen, Verluste, Dividendenkürzungen, nichts blieb den einst so erfolgreichen Konzernen erspart.

Um zukünftig wieder für positive Schlagzeilen zu sorgen, versuchen die drei ihr Glück mit der Aufspaltung ihrer Gesellschaften.

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Was die neu entstehenden Unternehmen machen, welche Geschäftsfelder in den bisherigen Konzernen verbleiben und was du sonst noch über die Aufspaltungen wissen musst, erfährst du, wenn du weiterliest.

Metro

Die offizielle Aufspaltung der Metro in zwei eigenständige, börsennotierte Handelsunternehmen ist für Mitte 2017 geplant. Namen gibt es noch keine, die Aufteilung der Vertriebsmarken steht aber schon fest.

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Quelle: Metro AG

Eine Gesellschaft der neuen Metro umfasst die Lebensmittel- und Großhandelsaktivitäten. Da sowohl Metro Cash & Carry als auch Real im Lebensmittelbereich tätig sind, macht die Zusammenfassung dieser beiden Bereich meiner Meinung nach Sinn.

Dadurch kann beispielsweise beim Einkauf auf bessere Konditionen durch größere Abnahmemengen gehofft werden.

Während die Real-Supermärkte im Konkurrenzkampf mit Edeka, Rewe oder Kaufland derzeit das Nachsehen haben, ist Metro Cash & Carry im Bereich Abholgroßmärkte die klare Nummer eins in Europa und damit sicherlich der interessantere Teil der Gesellschaft.

Das Angebot von Metro Cash & Carry richtet sich ausschließlich an gewerbetreibende Großkunden wie Restaurants, Hotels oder andere Dienstleister.

Die zweite Gesellschaft umfasst die Elektrofachmärkte Saturn und Media Markt. Man könnte meinen, die beiden hätten keine Chancen gegen die Konkurrenz aus dem Internet.

Im Geschäftsjahr 2014/15 war das allerdings der einzige Bereich der Metro, der seinen Umsatz steigern konnte. Ein Blick auf die beiden könnte sich also trotz der starken Online-Konkurrenz lohnen.

RWE

Bei RWE hat die Abspaltung bereits stattgefunden. Anleger können sich seit dem 07.10.2016 neben RWE auch Innogy (WKN:A2AADD)-Aktien ins Depot legen.

Quelle: Unternehmensangaben Innogy

Im RWE-Konzern verbleiben die Bereiche Großhandelsaktivitäten und die konventionellen Kraftwerke. Wichtig für Investoren: Auch die Atomkraftwerke bleiben bei RWE.

Da die Kosten für den Atomausstieg kaum vorhersehbar scheinen und Kohle- und Gaskraftwerke derzeit nicht besonders lukrativ sind, könnte Innogy über das attraktivere Portfolio verfügen.

Dieses beinhaltet unter anderem das Endkundengeschäft, welches europaweit 23 Millionen Kunden mit Strom und Gas versorgt. In Deutschland ist man gemessen an der Liefermenge die Nummer 1 in Sachen Strom, in den Niederlanden und in Tschechien Marktführer bei Gasanschlüssen gemessen an der Kundenzahl.

Der zweite Geschäftsbereich umfasst die Strom- und Gasnetze. Für die Nutzung seiner Stromnetze verlangt Innogy Gebühren, welche ungefähr 25 % des Strompreises ausmachen. Auch hier ist Innogy Marktführer in Deutschland: Mit 142 Terrawattstunden liegt man klar vor E.ON mit 116 Terrawattstunden.

Die dritte, tragende Säule im neuen Innogy-Konzern sind die erneuerbaren Energien. Besonders herausragend: Was Offshore-Windkraftanlagen betrifft, also Windräder, die im Meer stehen, ist Innogy weltweit auf Rang 3 gemessen an der installierten Kapazität.

E.ON

Auch E.ON hat sich bereits aufgeteilt. Man kann neben E.ON-Aktien nun auch Anteile von Uniper (WKN:UNSE01) kaufen.

Quellen: Unternehmensangaben E.ON und Uniper

Anders als bei RWE verbleibt das Endkundengeschäft bei seiner ursprünglichen Gesellschaft, also bei E.ON. Der Vorteil: Gegenüber den Kunden tritt man mit einem bekannten und etablierten Namen auf. Das schafft Vertrauen und sollte Neuabschlüsse und Vertragsverlängerungen erleichtern.

Auch die Strom- und Gasnetze behält der Mutterkonzern. Besonders im Gasbereich ist E.ON stark aufgestellt. In Deutschland belegt man gemessen am gelieferten Volumen den ersten Platz vor Innogy.

Als Unsicherheitsfaktor verbleiben die Atomkraftwerke im E.ON-Portfolio. Im Bezug auf die Kosten für den Atomausstieg kann das sowohl für positive als auch für negative Überraschungen sorgen.

Abgespalten und damit Teil von Uniper sind die konventionellen Kraftwerke, also zum Beispiel die Gas- und Kohlekraftwerke. Wie bereits erwähnt sind diese zur Zeit wenig lukrativ, außergewöhnlich hohe Renditen erwarte ich hier deshalb nicht.

Das vielleicht interessanteste Geschäftsfeld von Uniper ist die Energiespeicherung. Mit Lösungen von Uniper kann das unregelmäßig Energieangebot aus Wind- und Solarenergie gespeichert werden. Damit wird verhindert, dass Energie aus erneuerbaren Energien verloren geht.

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Thomas Brantl besitzt keine der genannten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der genannten Aktien.

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