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Das Umsatzwachstum von PayPal geht unvermindert weiter

Foto: PayPal.

Wenn du eine Sache aus dem dritten Quartalsbericht 2016 des digitalen Bezahlanbieters PayPal Holdings (WKN:A14R7U) lernen kannst, dann, dass das Unternehmen keine Schwierigkeiten damit hat, sein zweistelliges Umsatzwachstum beizubehalten. Wir tauchen gleich in die Kennzahlen ein, die den Umsatz vorantreiben, sowie in die Erwartungen des Managements für die kommenden drei Jahre. Aber zuerst schauen wir uns das große Bild an.

PayPal: Die nackten Zahlen

Kennzahl Q3 2016 Q3 2015 Wachstum (im Vgl. zum Vorjahr)
Umsatz 2,67 Mrd. USD 2,26 Mrd. USD 18,1 %
Nettogewinn von PayPal 323 Mio. USD 301 Mio. USD 7,3 %
Verwässerter Gewinn je Aktie 0,27 USD 0,25 USD 8 %

Datenquelle: PayPal Holdings Inc. 8K-Formular, 20. Oktober 2016.

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Was ist dieses Quartal mit PayPal passiert?

  • Das Umsatzwachstum von 18 % war charakteristisch für das zweistellige Wachstum der vorangegangenen Quartale. Solche Werte hat PayPal regelmäßig seit seines Börsengangs im Juli 2015 erzielt.
  • Das gesamte Zahlungsvolumen, ein Maß für den Gesamtbetrag der Zahlungen, die über PayPal abgewickelt wurden, stieg um 25 % gegenüber dem Vorjahresquartal auf 87 Milliarden US-Dollar.
  • Die Zahl der aktiven Kundenkonten stieg um 11 % auf 192 Millionen. Die Zahl der durchschnittlichen Transaktionen pro aktivem Konto wuchs um 13 % auf 30 Transaktionen pro Konto in den letzten 12 Monaten.
  • Die mobilen Zahlungen sprangen um 56 % auf 26 Milliarden US-Dollar nach oben und machen nun fast 30 % des gesamten Zahlungsvolumens aus.
  • Das Kundeninteresse an der Social-Payment-App Venmo entwickelte sich weiterhin prächtig. Die App, mit der Freunde unter Anderem Restaurantrechnungen ganz einfach aufteilen können, vermeldete ein rasantes Wachstum. Venmos gesamtes Zahlungsvolumen von 4,9 Milliarden US-Dollar während des Quartals würde aufs Jahr hochgerechnet eine Wachstumsrate von 131 % bedeuten.
  • Die operative Marge sank um 160 Basispunkte auf 13 % im dritten Quartal. PayPals Umsatzanteil (Gesamtumsatz geteilt durch das gesamte Zahlungsvolumen) sank in den letzten Quartalen, da sich das Peer-to-Peer-Transaktionsvolumen von Venmo erhöhte. Die App ist noch nicht vollständig monetarisiert. Hinzu kommt, dass das Tochterunternehmen Braintree ein höheres Volumen vorweist. Dessen Umsatz hängt von den Kreditkartentransaktionen ab, die etwas weniger rentabel sind als die Gesamtmarge des Unternehmens.
  • Niedrigere Margen bringen etwas Realität in den ansonsten hervorragenden Bericht. Das Management sieht dies jedoch als positiven Tausch, um den Umsatz des Unternehmens aggressiv wachsen zu lassen.
  • PayPal legte eine positive, aber leicht veränderte Gewinnaussicht für 2016 vor. Das Unternehmen hob die Erwartungen für den Umsatz um 30 Millionen US-Dollar auf einen Bereich von 10,78 US-Dollar bis 10,85 Milliarden US-Dollar an. Der Gewinn je Aktie soll ebenfalls steigen, und zwar von 1,11 US-Dollar bis 1,14 US-Dollar je verwässerter Aktie auf 1,13 US-Dollar bis 1,15 US-Dollar je verwässerter Aktie.
  • PayPal zeigte sich zudem sehr erfreut über zahlreiche Verträge, die während des Quartals abgeschlossen wurden. Die erwähnenswertesten Partnerschaften sind mit Visa (WKN:A0NC7B) und MasterCard (WKN:A0F602). Allerdings wurde während der Telefonkonferenz zum Quartalsbericht mit Analysten durch das Management auch gesagt, dass sich die Partnerschaften für digitale Geldbörsen mit den Kreditkartenunternehmen erst im Laufe der Zeit entwickeln müssen. Es wurde gesagt, dass man im Jahre 2017 noch keinen spürbaren Umsatzschub durch die Verträge mit Visa und MasterCard erleben wird.
  • PayPal kündigte an, dass es seine Überweisungs-App Xoom für PayPal-Kunden öffnen will. Kunden können nun Geld in zehn neue Märkte schicken und die Dienste von Xoom in 50 Ländern nutzen.

Was das Management zu sagen hatte

PayPals Management glaubt, dass der Zahlungsgigant in naher Zukunft verschiedene Möglichkeiten hat, um weiter zu wachsen. Diese Einschätzung kommt aufgrund der Konzentration auf die Ausdehnung der Nutzerbasis und der schieren Marktgröße zustande. CEO Dan Schulman fasste es während der Telefonkonferenz so zusammen:

In den letzten zwei Jahren haben wir dank einer wettbewerbsverändernden Ankündigung nach der anderen 35 Millionen an neuen Kundenkonten an Land gezogen. Die Aktivitäten je aktivem Konto sind von 24 auf 30 Transaktionen pro Jahr gestiegen. Unsere Händlerbasis zählt nun 15 Millionen aktive Konten. Und das Volumen bei mobilen Zahlungen und einzigartigen Innovationsfähigkeiten trägt weiterhin zu steigendem Wachstum bei.

Wir glauben, die Partnerschaften, die wir abgeschlossen haben, versetzten uns in die Lage, berechenbar und rentabel den 100 Billionen US-Dollar schweren Markt, der sich mit Sicherheit vollständig digitalisiert, zu betreten. Ich glaube, dass wir nun eine Plattform, die Fähigkeiten, die Größe und die Partnerschaften haben, um rentables Wachstum zu erzielen, nicht schon nächstes Jahr, aber mittel- und langfristig.

Quelle: Seeking Alpha Telefonkonferenz. Transkribiert, 20. Oktober 2016.

Was die Zukunft bringt

PayPal will seinen Aktionären mitteilen, dass dieses beeindruckende Wachstum in naher Zukunft nicht abflaut. Zusammen mit den Zahlen des dritten Quartals gab das Management einen Ausblick für die kommenden drei Jahre (bis 2019). Beachte, dass „FXN“ für währungsneutral steht – das sind die Zahlen, die ohne Rücksicht auf Währungsschwankungen gegeben werden.

Foto: PayPal Investorenpräsentation, 20. Oktober 2016

Foto: PayPal Investorenpräsentation, 20. Oktober 2016

Diese Vorhersage verspricht im Grunde, dass die Wachstumsraten stabil bleiben. PayPal geht auch davon aus, dass sich der freie Cashflow verbessert, wenn der Umsatz steigt. Das Unternehmen generiert seit einiger Zeit einen außergewöhnlichen Cashflow. Im dritten Quartal stieg er auf eine Rekordhöhe von 618 Millionen US-Dollar. Das sind 23 % des Umsatzes.

Mit anderen Worten, PayPal wandelte fast ein Viertel seines Umsatzes in Bargeld um, nachdem Investitionen bezahlt wurden. Mit dieser Effizienz sollte das Unternehmen genug finanzielle Mittel besitzen, um in sein Geschäft zu investieren und damit seine beneidenswerten Wachstumsraten über die nächsten drei Jahre hinaus beizubehalten.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von MasterCard, PayPal Holdings und Visa.

Dieser Artikel wurde von Asit Sharma auf Englisch verfasst und am 24.10.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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