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Warum du Börsenkurse ignorieren solltest

Foto: Pixabay, geralt

Es ist leicht, sich in Aktienkursen zu verlieren, wenn sie steigen und fallen, besonders wenn es große Schwankungen nach oben und unten gibt. Sich aber auf diese Schwankungen zu konzentrieren, kann sehr schlecht für dein Portfolio sein, wenn du zu viel handelst, weil du emotional zu sehr davon mitgenommen wirst.

Hier die Gründe, warum du Aktienkurse ignorieren und dich stattdessen auf andere Dinge konzentrieren solltest, die aussagekräftiger sind.

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Warum Aktienkurse nicht wirklich aussagekräftig sind

Aktienkurse sagen eigentlich nicht viel über den Wert dessen aus, den du für das bekommst, was du bezahlst. Wenn wir das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) zurate ziehen, dann wird die Sache etwas klarer.

2008 wurde die Bank of Nova Scotia (WKN:850388) für 37 CAD pro Aktie gehandelt.

Es stellte sich heraus, dass die Bank mit einem KGV von etwa 9,5 bewertet wurde. Wenn du also damals Aktien gekauft hättest, dann hättest du 9,50 CAD für jeden kanadischen Dollar bezahlt, den die Bank verdient hat.

Anfang des Jahres wurde die Aktie mit 55 CAD bewertet. Damit hatte das Unternehmen wieder ein KGV von 9,5.

Was du nicht übersehen solltest

Wenn wir die Kosten von 37 CAD mit 55 CAD vergleichen, dann sehen wir einen Unterschied, den wir durch einen Vergleich der KGVs nicht gesehen hätten. Hättest du dich auf den Kurs beschränkt, dann hättest du wahrscheinlich eine Kaufgelegenheit von einer großartigen Bank verpasst, die seither um 29 % gestiegen ist. Und zwar von 55 CAD auf 71 CAD.

Nachdem sie Aktien eines Unternehmens gekauft haben, bauen einige Investoren ihre Positionen nicht weiter aus, außer der Kurs fällt mindestens auf ihre Kostenbasis zurück. Aus dem Beispiel mit der Bank of Nova Scotia solltest du gelernt haben, die Sache anders zu sehen.

Was wichtiger ist als der Aktienkurs

Wenn du langfristig investierst, dann gibt es viel wichtigere Dinge, auf die du dich konzentrieren solltest. Daher ist es sinnvoll das KGV eines Unternehmens mit dem historischen KGV und mit dem der Konkurrenten zu vergleichen. Bei einem Kurs von 71 CAD pro Aktie wird die Bank of Nova Scotia mit einem KGV von etwa 12 gehandelt. Das ist teurer als das KGV von 9,5 noch vor ein paar Monaten.

Verglichen mit der Royal Bank of Canada und der Toronto-Dominion Bank ist die Bank of Nova Scotia etwas günstiger. Die Royal Bank und die Toronto-Dominion werden jeweils mit einem Kursgewinnverhältnis von 12,3 und 12,2 gehandelt. Verglichen mit der Bank of Montreal und der Canadian Imperial Bank of Commerce wird die Bank of Nova Scotia teurer bewertet.

Sich nur das KGV anzusehen, reicht also nicht. Es muss doch einen Grund geben, warum die Konkurrenten der Bank of Nova Scotia teurer oder günstiger gehandelt werden. Unternehmen, die permanent teurer als ihre Konkurrenten gehandelt werden, könnten eventuell bessere Unternehmen sein.

Was ist mit der langfristigen Profitabilität?

Bevor man sich mit dem KGV eines Unternehmens auseinandersetzt, sollte man als Investor bestimmen, wie das Unternehmen seine Gewinne im Laufe der Zeit erhöht. Eine einfache Kennzahl dafür ist der Gewinn pro Aktie. Wenn ein Unternehmen, das du besitzt, einen langfristigen Wachstumstrend beim Gewinn pro Aktie hat, dann ist dein Geld in guten Händen.

Zwischen 2000 und 2015 stieg der Gewinn pro Aktie der Bank of Nova Scotia mit einer durchschnittlichen Jahresrate von fast 8,2 %. Hättest du im Jahr 2000 in die Bank investiert, dann hättest du einen durchschnittlichen Jahresgewinn von 10 % bekommen. Und dabei sind noch nicht einmal die Renditen von den Dividenden mit einberechnet, die du für noch größere Renditen wieder hättest reinvestieren können. Zusätzlich wäre deine Dividendenrendite von 3 % im Laufe von 15 Jahren auf 16 % deiner Anfangsinvestition gestiegen.

Unterm Strich

Aktienkurse sind nicht sonderlich aussagekräftig. Um ein klareres Bild davon zu bekommen, ob ein Unternehmen langfristig eine gute Investition ist, solltest du die Bewertung und die Gewinne eines Unternehmens analysieren. Du kannst mit dem KGV und dem Gewinn pro Aktie anfangen, so wie ich im Beispiel mit der Bank of Nova Scotia.

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Dieser Artikel wurde von Kay Ng auf Englisch verfasst und wurde am 21.10.2016 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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