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Procter & Gamble veröffentlicht kommende Woche seinen Quartalsbericht: Was du wissen musst

Aktionäre von Procter & Gamble (WKN:852062) hoffen auf einen Wandel. Die Aktie stieg 2016 um 14 %. Dies hob den Konsumgüterhersteller in das oberste Drittel der Dow Jones Aktien, hinsichtlich des diesjährigen Wachstums.

Diese Rally erzeugt jedoch Druck auf das Unternehmen, im realen Geschäft Erfolge zu zeigen, wenn es am Dienstag, den 25. Oktober, seinen Quartalsbericht vorlegt. Hier liest du, was Investoren kommende Woche von dem Unternehmen erwarten.

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Umsatzwachstum

P&G hat viel hoffnungsgebenden Schwung im ersten Quartalsbericht seines neuen Finanzjahres. Die organischen Umsätze verbesserten sich auf ein Wachstum von 2 % im Vergleich zu 1 % im Vorquartal und 0 % in den sechs Monaten davor.

Foto: P&G Investorenpräsentation

Foto: P&G Investorenpräsentation

Zudem wurden die neusten Gewinne durch ein größeres Verkaufsvolumen erzielt und nicht nur durch höhere Preise. Das sind gute Neuigkeiten, da dies ein gesünderes und ausgeglicheneres Wachstum bedeutet. Da das Volumen im gesamten Portfolio wächst, sieht es gut für P&G aus, endlich den zwei Jahre anhaltenden Verlust von Marktanteilen durch unterdurchschnittliches Wachstum aufzuhalten.

Allerdings könnte die Erholung durch eine schwächelnde Branche gefährdet sein. Der Konkurrent Unilever (WKN:A0JNE2) vermeldete gerade einen Rückgang der Verkaufszahlen, da sich seine Expansion von 5 % auf 3 %verlangsamte. Manager sagten, dass die Nachfrage nach Konsumgütern auf der ganzen Welt erneut schwächer wurde. Dabei war sie bereits jetzt schon nicht sehr lebhaft. Darum wollen Investoren von P&Gs CEO David Taylor unbedingt wissen, wie er mit dieser Flaute umgeht. Außerdem sind sie daran interessiert, was dies für die 2 % vorhergesagten organischen Wachstums für 2017 bedeutet.

Größere Margen

P&Gs Geschäft soll ein starkes Gewinnwachstum von 8 % pro Jahr aufweisen. Aber das Unternehmen hat dieses Ziel in letzter Zeit nicht erreicht. In jedem der letzten zwei Wirtschaftsjahre fielen die Gewinne des Kerngeschäfts um 2 %.

Foto: Getty Images

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Das Unternehmen plant 2017 eine Rückkehr zu alter Form. Dafür sollen die Gewinne im Kerngeschäft um 6 % wachsen. Dies soll besonders durch geringere Kosten erreicht werden.

P&G senkte seine Kosten um 1,4 Milliarden US-Dollar pro Jahr, indem es Bürokratie abbaute und seine Effizienz in der Lieferkette verbesserte. Das Management ruht sich aber nicht auf diesen Erfolgen aus, und plant, die Einsparungen auf 2 Milliarden US-Dollar pro Jahr anzuheben und das für die kommenden fünf Jahre.

Dem gegenüber stehen steigende Ausgaben für Marketing sowie Forschung und Entwicklung. P&G erhöht seine Ausgaben für seine größten Marken. Zudem sollen mehr Proben verteilt werden, wie beispielsweise bei seinen Rasierklingen von Gillette. Das Management glaubt, dass die Kosteneinsparungen ausreichen, um diese Extraanstrengungen zu finanzieren und gleichzeitig einen Gewinn von 3,85 US-Dollar pro Aktie zu erwirtschaften. Im Wirtschaftsjahr 2016 lag der Gewinn je Aktie noch bei 3,67 US-Dollar.

Geldfluss und Gewinn

Selbst wenn die operativen Ergebnisse enttäuschten, war der Cashflow stets ein Grund zur Freude für die Aktionäre von P&G. Das Unternehmen erwirtschaftete im letzten Wirtschaftsjahr 15 Milliarden US-Dollar an Einnahmen. Und der freie Cashflow lag deutlich über 100 % der Gewinne und damit weit über dem langfristigen Ziel von mindestens 90 %.

Dies zeigt nicht nur die Stärke des Geschäftsmodells, sondern ein steigender Cashflow ist auch nötig, da er unmittelbar die Gewinne der Aktionäre betrifft. P&G plant, in den kommenden Jahren einen großen Teil seiner Marktkapitalisierung durch Aktienrückkäufe und Dividenden an die Aktionäre zurückzugeben. Allein im Wirtschaftsjahr 2017 sollen es 22 Milliarden US-Dollar sein. Daher ist es wichtig, den Cashflow im Blick zu behalten.

Wenn die Gewinne in diesem Bereich stark sind, dann kann das Unternehmen seine Investoren sehr verwöhnen, indem es die Zahl der Aktien verringert und gleichzeitig die Dividende erhöht. Wenn dies nicht passiert, dann sind die Einkommensinvestoren wahrscheinlich von einem weiteren schwachen Dividendenwachstum enttäuscht, nachdem 2016 nur mickrige 1 % Zuwachs gebracht hatte.

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The Motley Fool empfiehlt Procter and Gamble und Unilever.

Dieser Artikel wurde von Demitrios Kalogeropoulos auf Englisch verfasst und am 18.10.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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