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Mit diesen 3 Aktien übersteht man den nächsten Crash

Foto: Pixabay, geralt

Anleger haben durch die Vorbereitung auf Kursrückgänge oder den Versuch, Kursrückgänge vorauszuahnen, weitaus mehr Geld verloren, als durch die Kursrückgänge selbst.

Dieses Zitat des legendären Investors Peter Lynch ist wieder einmal aktuell. Denn der Brexit sollte eigentlich das Ende Europas bedeuten und die Pleite der Deutschen Bank die Welt in eine erneute Finanzkrise stürzen.

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Bis jetzt jedoch ist der große Crash ausgeblieben. Aber er wird kommen, irgendwann, garantiert – ganz einfach deshalb, weil es seit der Tulpenkrise 1637 immer wieder zu starken Einbrüchen an der Börse kommt.

Aber wie kann man sich vor großen Verlusten schützen? Eine Möglichkeit ist, für viel Geld das Depot abzusichern, was in erster Linie deine Bank freut. Oder denk einfach mal Foolish: investieren mit langem Horizont und Aktien kaufen, die wahrscheinlich jeden Kurseinbruch überstehen werden. Ich glaube, dass die folgenden drei Unternehmen genau solche Unternehmen sind.

Fresenius

Die Fresenius SE & Co. KGaA (WKN: 578560) ist im Gesundheitsmarkt tätig. Über die ebenfalls börsennotierte Tochter Fresenius Medical Care ist sie Weltmarktführer bei Dialyseprodukten und -dienstleistungen. Darüber hinaus stellen die Bad Homburger Produkte für intravenöse Ernährung her, sind der größte private Krankenhausbetreiber Deutschlands und bieten Consultingleistungen für Kliniken an.

Für Fresenius spricht eindeutig der demographische Wandel. Die in der gesamten westlichen Welt alternde Bevölkerung sorgt für einen stetigen Strom an neuen Kunden.

Das macht sich auch in den Bilanzen bemerkbar. Der Umsatz steigt seit vielen Jahren: 2015 waren es fast 28 Milliarden Euro, und auch der Gewinn spielt mit – 2015 waren es 1,4 Milliarden Euro. Ein ganz besonderes Jubiläum feierte Fresenius im Juli 2016; im zweiten Quartal übertraf man zum 50. Mal in Folge das Quartalsergebnis des Vorjahres.

Und noch etwas freut die Aktionäre. 2016 hob Fresenius die Dividende zum 23. Mal nacheinander an, diesmal auf 55 Cent je Aktie.

Freenet

Die Freenet AG (WKN: A0Z2ZZ) ist der größte netzunabhängige Anbieter von Mobilfunkleistungen in Deutschland. Das bedeutet, dass Freenet selbst keine Mobilfunknetze betreibt, sondern sich bei der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland entsprechende Kapazitäten einkauft und auf eigene Rechnung vermarktet. Hauptsächlich geschieht das unter dem Namen „mobilcom-debitel“. Der Vertrieb erfolgt über alle Kanäle, wie eigene Shops und das Internet.

Zwei Dinge sind klar: Telefoniert und ge-what’s-appt wird immer, egal wie es um Konjunktur und Aktienkurse steht. 54 % aller Deutschen nutzten schon 2014 das mobile Internet, und die Menge der mobil abgerufenen Daten steigt und steigt und steigt. Weltweit erwarten Experten bis 2020 Wachstumsraten für das Datenvolumen von 50 % und mehr jährlich.

Im ersten Halbjahr 2016 setzte Freenet über 1,5 Milliarden Euro um, etwa 3 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Davon blieben unterm Strich 101 Millionen Euro als Gewinn übrig.

Besonders interessant ist bei Freenet die Dividende. Eine Ausschüttung von 1,55 Euro ergibt bei einem Aktienkurs von 25,195 Euro (17.10.2016) eine Rendite von über 6 % – da werden Sparbuch und Bundesanleihe richtig blass.

Waste Management

Meine dritte Idee ist ein amerikanisches Unternehmen. Die Waste Management Inc. (WKN: 893579) besitzt und betreibt Mülldeponien und bedient mehr als 21 Millionen Kunden in den USA und Kanada.

Das Interessante am Müll ist zum einen, dass auch Abfall immer anfällt. In konjunkturschwachen Zeiten mag es etwas weniger sein, aber zumindest meine Tonne ist alle zwei Wochen immer voll. Wirklich spannend ist aber, dass niemand Mülldeponien in seiner Nachbarschaft haben möchte und die Umweltauflagen immer strenger werden. Falls also jemand eine Konkurrenz zu Waste Management aufbauen möchte, ist das so gut wie unmöglich. Das macht die bestehenden Deponien wertvoller und das Unternehmen quasi zu einem Monopolisten.

Die Aktionäre profitieren davon durch eine Dividende, die seit 1998 regelmäßig jedes Jahr steigt. Zusätzlich kauft die Gesellschaft eigene Aktien zurück, sodass der Anteil des einzelnen Aktionärs am Ganzen ständig wächst.

Diese Produkte sind Dauerbrenner

Es gibt noch andere Beispiele, doch bei den vorgestellten Unternehmen ist es so, dass ihr Geschäft wenig anfällig für konjunkturelle Schwankungen ist. Krankenhäuser, Telefonie und Müllentsorgung werden immer gebraucht; das gilt ebenso für Lebensmittel und Hygieneprodukte.

Das wird sie zwar nicht davor schützen, im Falle eines Crashs mit abzustürzen. Aber vermutlich wird der Fall nicht so tief sein und die defensive Natur der Geschäfte dieser Unternehmen könnte helfen, dass sich die Aktien früher wieder davon erholen.

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Peter Roegner besitzt Aktien von Waste Management. The Motley Fool besitzt Aktien von Waste Management. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.

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