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Aktien im Rückblick: DAX geht mit Plus ins Wochenende, Lufthansa im Steigflug

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Trotz dreier Verlusttage in Folge konnte der DAX in der zu Ende gehenden Handelswoche zulegen. Als kursbewegend erwiesen sich vor allem volkswirtschaftliche Daten.

Zu Wochenbeginn versetzten Meldungen über die deutschen Exporte die Marktteilnehmer in Kauflaune. Von dieser war jedoch spätestens am Donnerstag nach Nachrichten über den chinesischen Außenhandel nichts mehr zu spüren. Am letzten Handelstag sorgten Berichte über die Entwicklung der Verbraucherpreise im Reich der Mitte allerdings für einen versöhnlichen Wochenausklang.

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Was war an der Börse los?

Die Nachrichtenlage am Montagmorgen war erfreulich. So meldeten beispielsweise die Statistiker, dass die deutschen Exporte im August so stark angestiegen waren wie seit sechs Jahren nicht mehr. Die eindeutige Niederlage von Donald Trump gegen Hillary Clinton im zweiten TV-Kandidatenduell sorgte ebenfalls für gute Stimmung. Der DAX (WKN:846900) nahm diese Vorgaben bereitwillig auf und stieg am ersten Handelstag der Woche um 1,3 % auf 10.624 Zähler.

Mit einem Abschlag von 0,3 % schickten die Marktteilnehmer die Aktie von RWE (WKN:703712), die zum Wochenschluss bereits 7 % verloren hatte, ans untere Ende der DAX-Tabelle. Die Titel der kürzlich an die Börse gebrachten RWE-Tochter Innogy (WKN:A2AADD) gaben 0,7 % ab und schlossen damit knapp unter dem Ausgabekurs vom Freitag.

EU-Strafzölle gegen China ließen Stahlwerte attraktiv erscheinen. Die Papiere von ThyssenKrupp (WKN:750000) legten 3 % zu und die im MDAX (WKN:847741) notierten Anteilscheine von Salzgitter (WKN:620200) verbesserten sich um 4 %.

Die Hoffnung auf eine Einigung der US-Justizbehörden mit der Deutschen Bank (WKN:514000) im Streit um Strafzahlungen für dubiose Hypotheken-Deals gab der Aktie des größten deutschen Geldhauses Auftrieb: Das Kursplus betrug über 3 %.

Am Dienstag zeigte der ZEW-Index für Oktober, dass die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten sich stärker als erwartet verbessert haben. Deshalb konnte der DAX zunächst weiter zulegen – bis in den USA der Aluminiumkonzern Alcoa enttäuschende Geschäftszahlen vorlegte, welche die US-Indizes auf Talfahrt schickten. Beim XETRA-Schluss zeigte der deutsche Leitindex beim Stand von 10.577 Punkten ein Minus von 0,4 %.

Aufwind gab es hingegen für die Aktie der Lufthansa (WKN:823212), die sich mit einem Anstieg um 5,0 % an die Spitze der deutschen Standardwerte setzte. Die Kranich-Airline hatte zuvor überraschend gute Verkehrszahlen für September vorgelegt, zu denen vor allem die Billigtochter German Wings beigetragen hatte.

Keinen Grund zur Freude hatten die Aktionäre des Verpackungsspezialisten Gerresheimer (WKN:A0LD6E), deren Papiere nach der Herabstufung durch ein französisches Analysehaus mit einem Abschlag von 3,8 % ans untere MDAX-Ende geschickt wurden.

Am Mittwoch ging es mit dem DAX weiter abwärts. Das Börsenbarometer fiel um 0,5 % auf 10.523 Punkte. Den größten Kursgewinn bei den Standardwerten verbuchte mit 4,3 % wieder die Lufthansa, deren Anteilscheine von einigen Analysten heraufgestuft worden waren.

Gute Quartalszahlen von BASF (WKN:BASF11) verhalfen dem Kurs des Chemieriesen zu einem neuen Jahreshoch, das jedoch nicht gehalten werden konnte. Die BASF-Aktie ging auf Vortagsniveau aus dem Handel.

Am Donnerstag gingen nach den asiatischen auch die europäischen Aktienindizes auf Talfahrt. Die Pekinger Zollverwaltung hatte gemeldet, dass die chinesischen Exporte im September um rund 10 % eingebrochen sind. Das erinnerte zahlreiche Börsianer an den Jahresanfang, an dem Sorgen über die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt die Kurse hatten einbrechen lassen.

In Frankfurt verlor der DAX 1,0 % auf 10.414 Zähler. Zusätzlicher Druck auf die Märkte kam vom europaweit schwächelnden Bankensektor. In Frankfurt landete die Commerzbank (WKN:CBK100) mit einem Abschlag von 4,1 % ganz unten in der Blue-Chip-Liste. Papiere der Deutschen Bank verbilligten sich um 2,9 %.

Bei ProSiebenSat1 (WKN:PSM777) reagierten die Marktteilnehmer not amused auf ein Interview mit dem Vorstandschef Thomas Ebeling. Der Unternehmenslenker hatte von einem durchwachsenen TV-Werbegeschäft im Oktober gesprochen. Die Folge: Die Anteilscheine des Medienkonzerns brachen um 3,0 % ein.

Bereits am Freitag begruben die Marktteilnehmer die China-Sorgen, die ihnen am Vortag die Kauflaune verdorben hatten. Der DAX legte bis 15:55 Uhr 1,6 % zu und peilt damit in dieser Woche ein Plus an.

Der Grund für den Stimmungsumschwung: Die chinesischen Statistiker hatten am frühen Morgen mit der Meldung überrascht, dass die Produzenten im Reich der Mitte zum ersten Mal seit fast fünf Jahren wieder steigende Preise durchsetzen konnten. Als kursstützend erwies sich auch eine Erholung des Rohölpreises.

Wie geht es weiter?

Am Montag (17.10.) erfahren wir, wie sich die Verbraucherpreise in der Euro-Zone im September entwickelt haben. In den Vereinigten Staaten legen die Bank of America, IBM und Netflix Quartalszahlen vor. Die Statistiker liefern Zahlenmaterial zur Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung im September. Die Federal Reserve Bank of New York gibt den Oktober-Wert des Empire State Index bekannt, der als wichtiger volkswirtschaftlicher Frühindikator für die USA gilt.

Am Dienstag (18.10.) erreichen uns aus den USA die Quartalszahlen vieler börsennotierter Unternehmen. Zu diesen zählen u.a. der Vermögensverwalter Blackrock, die Investmentbank Goldman Sachs, der Tabakproduzent Philip Morris, der Pharmazie- und Konsumgüter-Konzern Johnson & Johnson sowie der Halbleiter-Hersteller Intel. Außerdem gibt’s Daten zur Entwicklung der US-Verbraucherpreise und Realeinkommen im September.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein schönes Wochenende.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Netflix. The Motley Fool empfiehlt Bank of America, Intel und Johnson and Johnson.

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