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Novo Nordisk ist um 29 % eingebrochen: Was passiert ist und wieso der Einbruch übertrieben sein könnte

Quelle: Pixabay, geralt

Die Aktie des dänischen Pharma- und Insulinriesen Novo Nordisk (WKN: A1XA8R) galt lange als besonders sicheres und defensives Investment. Doch erfolgte jüngst eine im August begonnene kräftige Korrektur in dessen Folge die Aktie von ihrem Hoch am 01.08.2016 bis zuletzt (07.10.2016) 29 Prozent einbüßen musste.

Dies hat natürlich viele, vor allem sicherheitsfanatische Investoren kräftig durchgerüttelt. Meiner Meinung nach ist eine derartige Reaktion allerdings maßlos übertrieben.

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Lass uns gemeinsam gucken, was die Auslöser hierfür waren und warum hier eine Überreaktion vorliegen könnte.

Was Novo Nordisk zum Einbrechen brachte

Auslöser des imposanten Einbruchs waren Meldungen im August, wonach die Prognosen für das laufende Jahr korrigiert wurden. So reduzierte Novo Nordisk die Prognose für den Anstieg des Umsatzes in lokalen Währungen in diesem Jahr auf 5 bis 7 Prozent von zuvor 5 bis 9 Prozent. Der operative Gewinn soll um 5 bis 8 Prozent zulegen, von zuvor ebenfalls 5 bis 9 Prozent. Oh Schreck!

Als Grund hierfür werden trübere Aussichten, vor allem in den USA genannt, wo preiswerte Kopien, sogenannte Generika, Novo Nordisk Konkurrenz machen. Oh Schreck, oh Schreck!

Die zweite Schreckensmeldung, die Novo Nordisk heimsuchte, war, dass ein Produktionsfehler im Bezug auf die Nadeln bei einigen Produkten einen Rückruf zur Folge hatte.

Oh Schreck, oh Schreck, oh Schreck!

Warum mich das Ganze nicht beunruhigt

Um sich der Tragweite beider Schreckensmeldungen bewusst zu machen, ist es ratsam, sich noch einmal die Fakten besonders genau anzuschauen.

Dem revidierten Umsatz- und Gewinnwachstum von vielleicht einem oder zwei Prozent messe ich hierbei nicht allzu viel Gewicht bei. Denn es handelt sich bei Novo Nordisk nach wie vor um ein Unternehmen, das profitabel ist, einen Gewinn ausweisen wird – und immer noch im Begriff ist zu wachsen, wie auch diese Prognose weiterhin eindrucksvoll unter Beweis stellt. Nur vielleicht etwas weniger, als zu Jahresbeginn vermutet.

Generelle Auswirkungen über die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sollte man anhand dieser Zahlen jedoch nicht versuchen abzuleiten. Zwar mag es richtig sein, dass Novo Nordisk derzeit mit Generika, vor allem in den USA, zu kämpfen hat, allerdings dürfte das für Novo Nordisk keine allzu großen Einschnitte bedeuten, geschweige denn das Ende des Unternehmens.

Denn Novo Nordisk ist bereits seit dem Jahre 1923 auf dem Markt und nach eigenen Angaben seit 90 Jahren sogar führend in der Diabetesversorgung unterwegs. Ich denke, angesichts dieser Historie ist das Unternehmen daher in einer hervorragenden Position, um den Wettbewerb mit der Konkurrenz anzunehmen.

Und selbst wenn Novo Nordisk schlimmstenfalls einige Marktanteile verlieren sollte, gibt es globale Entwicklungen, die die Investoren langfristig optimistisch werden lassen sollten. So wird voraussichtlich die Anzahl der an Diabetes erkrankten Personen immer weiter steigen.

Diese aus gesundheitspolitischen Gesichtspunkten besorgniserregende Entwicklung sichert jedoch die Wachstumsaussichten für die Insulin-Branche, in der Novo Nordisk schließlich ein führendes Unternehmen ist.

Wie du nun hoffentlich siehst, sind solche Ereignisse zwar ärgerlich, ändern bei Novo Nordisk aber wenig an den langfristigen Aussichten, da sich das Unternehmen in einer exzellenten Wettbewerbsposition befindet. Auch die Produktrückrufe sind zwar ärgerlich, haben aber nur begrenzt Auswirkungen auf die langfristigen Perspektiven.

Die Crux mit zu viel eingepreister Sicherheit

Meine Vermutung im Bezug auf den derart großen Einbruch ist außerdem, dass Novo Nordisk im Vorfeld der Schreckensmeldungen als zu sicher verkauft worden ist, wodurch viele zittrige Investoren in der Hoffnung auf Sicherheit an Bord gegangen sind.

Diese dürften nun zu großen Teilen bei den Meldungen abgesprungen sein – und hierdurch einen wirklich gravierenden, kurzweiligen Einbruch hervorgerufen haben.

Wie mir dieser Fall eindrucksvoll zeigt, kann manchmal auch zu viel Sicherheit selbst eine große Unsicherheit hervorrufen.

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Vincent besitzt Aktien von Novo Nordisk. The Motley Fool empfiehlt Novo Nordisk.

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