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In diesen Städten überhitzen die Immobilienmärkte bereits

Foto: Pixabay

In Zeiten, in denen ein Sparbuch – wenn überhaupt – nur noch Zinsen im Dezimalstellenbereich bringt, schauen sich immer mehr Leute nach Alternativen um.

Viele laufen jetzt Gefahr, sich in zu großer Sicherheit zu wiegen, wenn sie nach Jahren starker Preisanstiege noch eine Immobilie kaufen. Besonders in einigen Städten ist jetzt Vorsicht geboten.

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So teuer sind viele Städte bereits geworden

Da sich die Attraktivität der deutschen Städte, vor allem was das Angebot an gut bezahlten Arbeitsplätzen angeht, stark unterscheidet, entwickeln sich die Preise auch dementsprechend nicht überall gleich. Generell war der Trend der letzten Jahre, dass Immobilienpreise und Mieten in wirtschaftsstarken Großstädten und kleineren Studentenstädten stark gestiegen sind.

Wie immer führt München in den meisten Statistiken zu diesem Thema. Laut Empirica sind dort die Immobilienpreise pro Quadratmeter seit Ende 2005 um satte 131 % gestiegen. Mittlerweile kostet der Quadratmeter in der bayerischen Hauptstadt 5.843 Euro.

Ebenfalls starke Anstiege konnten in Berlin (116 %), Hamburg (83 %) und Frankfurt (77 %) vermeldet werden. Für eine Stadt wie Berlin geschieht das allerdings von einem deutlich niedrigerem Niveau aus, so dass selbst nach einem stärkeren prozentualen Anstieg die Quadratmeterpreise immer noch deutlich unter denen in Hamburg und Frankfurt liegen.

Preisanstieg von Wohnungen seit Ende 2005

Der Rest Deutschlands holt auf

In den letzten Jahren haben sich aber noch mehr Städte dem Kreis der Wohnmärkte mit explodierenden Preisen hinzugesellt. Auch in kleineren Städten läuft der Immobilienmarkt derzeit ganz schön heiß.

Die Kaufpreise für Neubauwohnungen sind zwischen 2010 und 2015 in Stuttgart am meisten gestiegen. Dort betrug der Preisanstieg satte 62 % und der Quadratmeter kostete dort vor einem Jahr 5.100 Euro. Allerdings stehen auch bisher weniger verdächtige Städte auf der Liste derer, die einen überdurchschnittlichen Preisanstieg zu verzeichnen hatten.

Auch in Köln, Dortmund, Münster und Leipzig sind die Kaufpreise innerhalb von nur fünf Jahren um über 40 % angestiegen. Wie man sieht, begrenzt sich also die Überhitzungsgefahr schon lange nicht mehr nur auf die größten und attraktivsten deutschen Städte. Besonders in Städten, die wie Münster auf einen anhaltenden Zustrom von Studenten angewiesen sind, stellt sich die Frage, über wie viele Jahrzehnte sich ein solcher Preisanstieg halten kann.

Die Zinsen der EZB treiben die Nachfrage

Die derzeitigen Preisanstiege lassen sich insofern rechtfertigen, als dass die niedrigen Zinsen die Finanzierung von Immobilien deutlich günstiger gemacht haben als früher. Da viele Käufer aktuell sehr niedrige Zinsen zahlen müssen und so schneller ihren Kredit tilgen können, sind paradoxerweise Immobilien für Käufer, die dafür einen Kredit aufnehmen, rechnerisch oftmals sogar günstiger als vor ein paar Jahren.

Allerdings weiß niemand, wie lange die Zinsen so niedrig bleiben wie derzeit und da Deutschlands Bevölkerung langfristig schrumpfen wird, dürfte irgendwann auch wieder mehr Angebot auf eine sinkende Nachfrage treffen. Es kann sich vielleicht momentan niemand mehr daran erinnern, aber Immobilienpreise können auch sinken.

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