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Warum ich lieber in Nike als in Adidas oder Under Armour investieren würde

Bildquelle: Pixabay, Unsplash

Nike  (WKN:866993) ist an der Börse im Vergleich zu seinen beiden größten Konkurrenten Adidas (WKN:A1EWWW) und Under Armour (WKN:A0HL4V) verhältnismäßig günstig bewertet. Beim Vergleich der Kennzahlen der drei Unternehmen sind mir drei interessante Aspekte aufgefallen, die meiner Meinung nach dafür sprechen, dass Nike eine höhere Bewertung verdient hat. Werfen wir gemeinsam einen Blick auf die drei Punkte:

1. Hohe Eigenkapitalrendite macht Nike interessant

Eine entscheidende Kennzahl jedes Unternehmens ist die Eigenkapitalrendite. Diese Kennzahl zeigt, wie effizient ein Unternehmen das Kapital der Aktionäre einsetzt. Je höher die Zahl, desto effizienter arbeitet das Unternehmen also mit dem Kapital. Firmen mit überdurchschnittlich hohen Eigenkapitalrenditen zahlen in vielen Fällen auch eine hohe Dividende oder kaufen in großem Umfang eigene Aktien zurück, da sie nicht das gesamte erwirtschaftete Geld wieder derart gewinnbringend einsetzen können.

Nike hat es im letzten Geschäftsjahr in dieser Hinsicht auf einen Wert von beachtlichen 30,1 % gebracht. Wohingegen die Werte bei Under Armour und Adidas zwischen 10 % und 20 % liegen. Doch wie schafft Nike es, so viel mehr Gewinn je eingesetztem Euro beziehungsweise Dollar zu erzielen?

2. Nike arbeitet extrem effizient im Vergleich zur Konkurrenz

Das Geheimnis liegt meiner Meinung nach darin, dass Nike als Konzern wesentlich effizienter arbeitet.

Betrachten wir dazu die Umsatzrendite, also den Gewinn vor Steuern, der vom erwirtschafteten Umsatz übrig bleibt. Von jedem Dollar, den Nike an Umsatz erzielt, bleiben 0,14 Dollar als Gewinn übrig. Das ist mehr als doppelt so viel wie bei Adidas, wo von jedem Euro Umsatz nur 0,06 Euro an Gewinn übrig bleiben. Bei Under Armour, ebenfalls ein amerikanisches Unternehmen, bleiben je Dollar Umsatz 0,10 Dollar Gewinn übrig.

Die Bruttogewinnmarge, also der Umsatz abzüglich der Material- und Herstellungskosten, liegt bei allen drei Unternehmen auf demselben Niveau. Das bedeutet, dass der Unterschied erst entsteht, wenn es darum geht, die Produkte zu verkaufen und das Unternehmen zu führen. Bei Adidas und Under Armour zehren diese Kosten einen signifikant höheren Anteil des Umsatzes auf als bei Nike.

3. Bewertung spricht für Nike

Trotz all dieser Tatsachen weist Nike beim derzeitigen Kurs von 54,8 Dollar (20.09.2016) ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von lediglich 26, bezogen auf den Gewinn des letzten Jahres von 2,16 Dollar je Aktie, auf, während die Kurs-Gewinn-Verhältnisse der beiden Konkurrenten jenseits von 40 liegen.

Woran könnte das liegen?

Meiner Meinung nach liegt der Grund für die günstige Bewertung darin, dass an der Börse befürchtet wird, dass die Zeiten des prozentual zweistelligen Wachstums bei Nike Vergangenheit sind und die Konkurrenz Marktanteile gewinnen könnte. Doch das aktuelle Unternehmensziel bis 2020 sieht einen jährlichen Gewinnzuwachs je Aktie zwischen 10 % und 20 % vor. Das ist nur minimal weniger als das Ziel bei Adidas und sogar mehr als bei Under Armour.

Schaut man sich zudem noch die Ziele und Ergebnisse der letzten Jahre an, wird deutlich, dass das Nike-Management die Ziele konservativ ansetzt und letztendlich noch übertrifft.

Fazit: Nike ist im Verhältnis trotz ausgezeichneter Aussichten am günstigsten bewertet

Obwohl Nike schnell wächst und hocheffizient arbeitet, ist der Konzern an der Börse aus meiner Sicht verhältnismäßig günstig bewertet. Die Kombination aus hoher Profitabilität, hoher Eigenkapitalrendite und der im Vergleich zur Konkurrenz attraktiven Bewertung macht Nike für mich eindeutig zum derzeit interessantesten Unternehmen aus dieser Gruppe.

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Dennis Zeipert besitzt Aktien von Nike. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Nike und Under Armour (A-Anteile).

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