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3 Tech-Aktien, die du meiden solltest

Foto: Pixabay, Comfreak

Die meisten Investoren konzentrieren sich darauf, Aktien zu finden, die sie kaufen sollten, aber manchmal kann es auch genau so wichtig sein, zu wissen, welche Aktien man am besten meiden sollte. Das gilt besonders für Tech-Aktien. Dieser Sektor entwickelt sich nämlich ständig weiter, was die Unternehmen in diesem Bereich dem ständigen Risiko unterwirft, obsolet zu werden. Wenn dass passiert, dann kann eine Aktie in kurzer Zeit sehr viel an Wert verlieren.

Um dir dabei zu helfen, einige schlechte Aktien in diesem Sektor zu vermeiden, haben wir unser Team gebeten, jeweils eine Tech-Aktie vorzustellen, die man ihrer Meinung nach meiden sollte.

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Der Wettbewerb wird schärfer

Brian Feroldi: Die Geschichte hat schon gezeigt, dass es ziemlich schwer sein kann, im Bereich Verbraucherelektronik Geld zu verdienen, daher schlage ich auch vor, einen großen Bogen um Fitbit (WKN:A14S7U) zu machen. Sicher, das Unternehmen ist ein Pionier in einem Bereich, der vor großem Wachstum steht, aber ich habe da meine Schwierigkeiten, zu verstehen, warum sich ein Kauf langfristig positiv für die Investoren auswirken wird.

Warum bin ich so bärisch? Ich glaube nicht, dass die Kunden am Ende mehr bezahlen werden, nur damit der Name „Fitbit“ auf ihrem Gerät steht. Immerhin zeigt eine einfache Suche auf Amazon, dass es schon jede Menge Kopien auf dem Markt gibt, die man günstig kaufen kann.

Daher habe ich die Sorge, dass Fitbit am Ende in einen Preiskrieg verwickelt werden könnte, um seinen Marktanteil halten zu könnten (und es gibt schon Anzeichen, dass das jetzt schon der Fall ist). Das würde die langfristigen Gewinne des Unternehmens stark unter Druck setzen.

Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, es gibt auch noch jede Menge Gründe, sich um das obere Ende des Marktes Sorgen zu machen. Apple hat gerade seine neuen Apple Watch 2 angekündigt, die wasserdicht ist und ihr eigenes GPS enthält. Ich fürchte einfach, dass das neue Gerät ein großer Hit bei den Kunden wird, die willens sind, eine Prämie für einen Fitnesstracker zu zahlen und das setzt Fitbit noch mehr unter Druck.

Die Wall Street ist auch skeptisch. Die Aktie ist erst seit gut einem Jahr an der Börse und trotzdem hat sie seit dem Börsengang mehr als 50 % verloren.

FIT DATEN VON YCHARTS.

FIT DATEN VON YCHARTS.

Trotz all der Probleme glaube ich, dass es hier in den nächsten Jahren noch mehr zu leiden gibt, daher ist Fitbit eine Aktie, die ich meiden werde.

Meide diesen Wahnsinn

Keith Noonan: Nintendo (WKN:864009) steigt und steigt dank dem Vorstoß des Unternehmens in den mobilen Bereich und die Initiativen, um die Reichweite der Charaktere zu erweitern. Aber da sich der Kurs in den letzten 12 Monaten fast verdoppelt hat, halte ich es für klug, bei den aktuellen Kursen nicht einzusteigen. Das Geschäft von Nintendo basiert darauf, sein eigenes Ökosystem aus Hardware und Software zu kontrollieren und obwohl das mobile Geschäft ein gutes Zeichen ist, befindet sich das Unternehmen noch am Anfang des Übergangs zu diesem neuen Modell und das Kerngeschäft ist nicht in gutem Zustand.

Die Umsätze der letzten Konsolen liegen mehr als 70 % hinter denen ihrer Vorgänger, was also zu einem großen Rückgang bei den Softwareeinnahmen geführt hat. Konsequent schwache Ergebnisse bei Drittentwicklern legen auch nahe, dass die neue NX-Spieleplattform Probleme damit haben könnte, Abnehmer zu finden und damit der Trend der Erosion sich fortsetzen könnte. Nintendo hat große Möglichkeiten im mobilen Bereich und plant, seinen Spielecharaktere in Filme und die Parks von Universal (Comcast) zu bringen. Das hat Potenzial, aber auch Risiken.

Eine Woche vor der Veröffentlichung von Pokemon Go bis zur Ankündigung von Super Mario Go erhöhte sich die Marktkapitalisierung von Nintendo nach frenetischen Käufen an der Börse von etwa 16 Milliarden US-Dollar auf 35 Milliarden, aktuell 32 Milliarden. Das Unternehmen hat eine lange Vorgeschichte, hochwertige Software zu veröffentlichen und besitzt die wertvollsten Charaktere in diesem Industriezweig, steht aber vor großen Herausforderungen in seinem traditionellen Hardware- und Softwaregeschäft. Wenn man sich den Preis von 5,9 Milliarden US-Dollar ansieht, den Activision Blizzard für King Digital bezahlt hat oder die Bewertungen anderer mobilen Spieleunternehmen, dann ist hier Vorsicht angebracht.

Lieber nicht

Sean Williams: Vor acht Jahren wäre das vielleicht eine bessere Warnung gewesen, aber mein Vorschlag an die Tech-Investoren ist, nicht mehr auf die Trendwende des Smartphone- und Tabletentwicklers  BlackBerry (WKN:A1W2YK) zu wetten und die Aktie unter allen Umständen zu meiden.

Die Sache sieht heute noch genauso aus wie in den letzten fünf Jahren oder länger: Die Geräte von BlackBerry haben Probleme damit, sich gegen die von Apple und Samsung durchzusetzen. Nachdem die dominante Führung im Smartphonemarkt verloren wurde, hatte BlackBerry Probleme damit, sein Betriebssystem loszuwerden, dass weniger gut als iOS von Apple oder Android war.

BILDQUELLE: BLACKBERRY.

BlackBerry hat inzwischen mit der Einführung des Priv versucht, ein Comeback zu starten, ein Smartphone mit einem gewölbten Bildschirm, einer Tastatur zum Herausziehen und zum ersten Mal mit Android. Der Gedanke dahinter war, dass wenn BlackBerry nur seine Tastatur hätte, aber ein besseres Betriebssystem, dann würden die Kunden wieder kaufen. Im August senkte BlackBerry den Einzelhandelspreis von 699 US-Dollar m 28 % aufgrund der schwachen Nachfrage.

Es war aber keine komplette Katastrophe für BlackBerry. Die Abteilung Software und Dienste wächst weiterhin zweistellig. Die Abteilung mobile Lösungen läuft aber so schlecht, dass damit alle positiven Auswirkungen im Bereich Software wieder zunichte gemacht werden. Das Unternehmen hat auch gute Arbeit bei der Kostensenkung gemacht, aber selbst hier sind Kostensenkungen nicht genug, um das Unternehmen wieder zu kontinuierlichen Profiten zurückzuführen.

Kurz gesagt, BlackBerry ist im besten Fall eine miese Wahl. Das Unternehmen könnte seine einst so prächtige Smartphone-Abteilung schließen, um den Aderlass zu stoppen und sich in Zukunft auf die Software verlassen. Das wäre der beste Weg für BlackBerry, könnte aber auch bedeuten, dass es in Zukunft für die Investoren noch viel zu leiden gibt.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Activision Blizzard, Amazon.com und Apple. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple, Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Brian Feroldi, Keith Noonan, Sean Williams auf Englisch verfasst und wurde am 14.09.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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