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Warum Elon Musk will, dass die Angestellten von Tesla die Ergebnisse von Q3 manipulieren

Model 3. Foto: Tesla Motors.

Elon Musk, CEO von Tesla Motors (WKN:A1CX3T) hat seine Mitarbeiter dazu angehalten, die Ausgaben einzuschränken, und so viele Autos wie möglich bis Ende von Q3 zu bauen, um einen positiven Cashflow zu erreichen und um die Investoren davon zu überzeugen, den aggressiven Businessplan von Tesla finanzieren.

Musk an seine Mitarbeiter: Lasst Q 3 gut aussehen

Am Freitagabend meldete Dana Hull von Bloomberg, dass Musk eine Email an die Mitarbeiter von Tesla geschickt habe. Darin schrieb er, dass die Ergebnisse von Q3 die letzte Chance seien, um bessere Finanzen zu zeigen, bevor neues Geld aufgenommen werden muss.

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Laut Bloomberg schrieb Musk in der Email, das Tesla „knapp davor steht, ein gutes Q3 zu erreichen, aber dazu müssen so viele Autos wie möglich gebaut und ausgeliefert werden und gleichzeitig sollten alle nicht notwendigen Kosten gesenkt werden, zumindest für die nächsten 4 bis 5 Wochen.”

„Der einfache Grund dahinter ist, dass wir in einer deutlich besseren Position sein werden, um die potentiellen Investoren von uns zu überzeugen, wenn die Schlagzeile nicht lautet ‚Tesla verliert weiterhin Geld‘, sondern ‚Tesla trotzt allen Erwartungen und macht Gewinn.’” schrieb Musk.

Diese Email würde am 29. August gesendet.

DER AUFWAND, UM DIE KOMPAKTE LIMOUSINE MODEL 3 ZU PRODUZIEREN, IST NUR EINER DER GRÜNDE, WARUM TESLA GERADE FRISCHES GELD BRAUCHT. DAS UNTERNEHMEN HAT SIGNALISIERT, MAN WERDE ZUSÄTZLICHE MITTEL BIS ENDE DES JAHRES AUFNEHMEN. BILDQUELLE: TESLA MOTORS.

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Tesla wird jede Menge zusätzliches Geld brauchen – und zwar bald

Gegenüber der amerikanischen Börsenaufsicht SEC gab Tesla am 31. August an, man plane, bis Ende 2016 weitere Mittel aufzunehmen „potenziell durch den Verkauf von Aktien oder Schulden”

[Die zusätzlichen Mittel] werden primär für Anlagen und den Bau der Fertigungsstraße für das Model 3, Anlagen für die Batteriezellenproduktion in der Gigafactory und neue Tesla-Stores, Service-Center und Ladestationen eingesetzt werden. Zweitens, wenn die Fusion mit SolarCity abgeschlossen ist, werden auch weitere Mittel benötigt, um den zusätzlichen Kapitalbedarf des neu geschaffenen Unternehmens zu decken.

Teil der Herausforderung ist, dass Tesla aktuell seine Aktionäre bittet, die Übernahme des Solarunternehmens SolarCity (WKN:A1J6UM) abzusegnen – ein Unternehmen, das von Musks Cousins geführt wird. SolarCity hat seit einiger Zeit große Probleme und meldet hohe Verluste. Aktuell hat das Unternehmen 3,35 Milliarden US-Dollar Schulden. Tesla hat im letzten Jahr schon 2,2 Milliarden US-Dollar verbrannt und weitere 611 Millionen US-Dollar in der ersten Jahreshälfte 2016. Dieses Niveau wird sich noch erhöhen, zumindest bis SolarCity eingegliedert ist.

Das wird die zweite Kapitalerhöhung von Tesla 2016. Das Unternehmen hat schon 1,7 Milliarden US-Dollar im Mai aufgenommen. Das zweite Quartal wurde mit 3,25 Milliarden US-Dollar in Cash beendet. Aber Musk denkt, dass das nicht ausreichen wird, um alle kommenden Kosten von Tesla zu decken.

Warum Musk ein Bombenquartal will

In der Vergangenheit hatte Tesla bei der Aufnahmen von neuem Kapital immer den Vorteil, das die Aktie eine ultrahohe Bewertung hatte. Das lag an dem Glauben der Investoren in Musk und an die Pläne von Tesla, anstatt soliden Fundamentaldaten.

Das Problem für Tesla ist, dass die Investoren in letzter Zeit etwas den Glauben verloren haben. Vorletzte Woche war die Aktie im Jahresvergleich um 4,6 % gefallen. Aber es wurde noch einmal deutlich schlimmer, als die Investoren einen genauen Blick auf die Einzelheiten der Fusion mit Solar City geworfen haben.

TESLA KURS DATEN VON YCHARTS

Nach Handelsschluss am Freitag war Tesla im Jahresvergleich um über 14 % gefallen. Wenn der Kurs fällt, dann werden die Auswirkungen der Verwässerung bei der Kapitalaufnahme größer. Und Tesla muss mehr Aktien ausgeben, um eine bestimmte Summe aufzunehmen. Theoretisch wird das die Aktie noch weiter unter Druck setzen.

Das ist auch der Grund, warum Musk ein möglichst gutes Q3 vorlegen will: Er muss den Kurs anheben.

Das sollte nicht funktionieren, aber wird es das trotzdem?

Der Bloomberg-Bericht könnte bedeuten, dass die Investoren die Sache durchschauen werden. Immerhin vertagt Tesla wichtige Ausgaben nur bis Oktober oder versucht, die Produktion einfach irgendwie zu erhöhen, damit im September mehr Autos ausgeliefert werden. Das heißt aber nicht viel für die Investoren oder zumindest sollte es das nicht.

Aber wir sprechen hier von Tesla und es ist möglich, dass positive Gewinne und die resultierende Überraschung der Aktie temporär Aufwind geben könnten. Das würde Musk die Gelegenheit geben, mehr Kapital zu einem vernünftigen Preis zu bekommen.

Das Problem ist, dass es für Tesla immer schwerer wird, die Investoren zu manipulieren, bis sie Musks Spiel durchschauen – und aufgrund des aggressiven Businessplans von Tesla ist es wahrscheinlich, dass die nächste Kapitalerhöhung noch lange nicht die letzte sein wird.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt SolarCity und Tesla Motors.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und wurde am 04.09.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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