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Silver Wheaton: jetzt noch kaufen oder lieber nicht?

Silver Wheaton (WKN:A0DPA9) ist nach dem Mörderanstieg der letzten Zeit ein bisschen die Puste ausgegangen. Investoren, die die Rally verpasst haben, fragen sich natürlich, ob man jetzt noch einsteigen soll oder nicht.

Und genau der Frage gehen wir hier mal nach.

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Das Geschäftsmodell

Silver Wheaton ist nicht einfach nur ein Bergbauunternehmen, sondern stellt ebendiesen Cash zur Verfügung, damit sie ihre Vorhaben finanziert bekommen.

Im Gegenzug bekommt Silver Wheaton dann das in den Minen produzierte Gold oder Silber zu Vorzugspreisen.

Was bedeutet „Vorzugspreis“?

Das Unternehmen im Q2 2016 Kaufpreise von 4,46 US-Dollar pro Unze Silber und 401 US-Dollar pro Unze Gold verkünden.

Auf dem offenen Markt wird Silber derzeit bei 19 US-Dollar pro Unze gehandelt, Gold kostet derzeit 1.320 US-Dollar pro Unze. Die Margen sind also enorm.

Warum also sollte ein Bergbauunternehmen zu so einem Deal bereit sein?

Die meisten Verträge von Silver Wheaton kommen bei Minen zustande, die eigentlich zum Abbau von Kupfer und Zink gedacht sind, wo Gold und Silber einfach nur begrüßenswerte Nebenfunde sind.

Die Baisse bei Rohstoffen hat dafür gesorgt, dass Bergbauunternehmen tiefe Aktienpreise und umso höhere Verbindlichkeiten haben. Es ist also nicht ganz so einfach, Cash aufzutreiben. Silver Wheaton ist also eine Ressource in der Hinterhand, mit der man weder die Schulden erhöht noch die Aktionäre verprellt.

Einnahmen

Im Q2 2016 konnte Silver Wheaton Nettoeinnahmen von 60 Millionen US-Dollar verkünden, 12 % mehr als im Vorjahr.

Das Unternehmen erhielt in dem Quartal für eine Unze Silber 17,81 US-Dollar und 1.267 Dollar pro Unze Gold. Das ist 5 % bzw. 6 % über dem Vorjahr.

Auch die Produktion zog an. Die Silberförderung lag bei 7,6 Millionen Unzen im Quartal, ein Plus von 5 %, Gold stieg sogar 40 % auf 70.200 Unzen.

Die Aussichten

Edelmetalle konnten in diesem Jahr kräftig zulegen. Die Analysten sahen ursprünglich eine Bewegung nach oben voraus, allerdings hat der Brexit und die schwächelnde Wirtschaft die Zentralbank und ihre Zinsen in Schach gehalten.

Zinserhöhungen sorgen normalerweise dafür, dass der US-Dollar gegenüber anderen Währungen steigt, was wiederum bedeutet, dass Gold und Silber, die traditionell in Dollars bepreist werden, ebenfalls teurer werden, zumindest für Käufer außerhalb der USA.

In den letzten Wochen sind Gold und Silber dann wieder etwas gefallen, weil Analysten mutmaßten, dass die Zinsen im September wieder anziehen könnten. Das führte zu Aktienverkäufen bei Bergbauunternhemen und auch Silver Wheaton, das 15 % an Wert verlor.

Dennoch zeigten die jüngsten Daten, dass der Abschwung weniger schlimm als erwartet war, man geht also wieder von einem Aufschwung aus.

Kaufen oder nicht?

Wenn du bei Gold und Silber in Bullenstimmung gerätst, dann ist Silver Wheaton eine gute Wahl, um am Markt mitzumischen, ohne direkt den Risiken ausgesetzt zu sein, die die anderen Bergbauunternehmen betreffen.

Dennoch würde ich die Position eher klein halten, hat sie doch allein in diesem Jahr 100 % Wert zugelegt.

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The Motley Fool besitzt Aktien von Silver Wheaton. Dieser Artikel von Andrew Walker erschien am 2.9.16 auf Fool.ca. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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