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Mittwochsbilanz: Übernahmen treiben die Kurse, Vonovia schluckt Convert, Bayer erhöht Monsanto-Angebot

BILDQUELLE : PIXABAY.

An den ersten beiden Handelstagen der laufenden Börsenwoche startete der DAX zwar freundlich, konnte seine Gewinne aber nicht verteidigen. Der wichtigste Grund für die Zurückhaltung der Marktteilnehmer ist die für Donnerstag angekündigte Leitzinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Akteure hoffen zwar, dass die EZB ihr milliardenschweres Anleihenkaufprogramm verlängern wird. Bevor sie verstärkt auf die Kauftasten drücken, wollen sie aber Gewissheit haben.

Trotzdem kam es an der Frankfurter Börse bei einigen Titeln zu deutlichen Kursbewegungen. Ausgelöst wurden diese meist durch die Ankündigung von Übernahmen…

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Was war an der Börse los?

Der DAX (WKN:846900) übersprang am Montag im frühen Handel die 10.700er-Marke, musste seine Gewinne am Nachmittag jedoch wieder abgeben. Es fehlten die gewohnten Impulse aus New York, da die US-Börsen wegen eines Feiertags geschlossen waren. Der deutsche Leitindex drehte am Nachmittag ins Minus und beendete den Handelstag beim Stand von 10.672 Zählern mit einem kleinen Abschlag von 0,1 %.

Einen Kursverlust von 2,2 % mussten die Anteilseigner von Vonovia (WKN:A1ML7J) hinnehmen. Der Immobilienkonzern hatte bekannt gegeben, dass er für rund 2,9 Milliarden Euro den österreichischen Mitbewerber Convert übernehmen werde. Das schob den Aktienkurs der im SDAX (WKN:965338) notierten und an Convert beteiligten Adler Real Estate (WKN:500800) um 4,2 % an. Der kleine Vonovia-Konkurrent hatte dem DAX-Konzern seine Convert-Anteile angedient.

Stark gefragt waren Stahlwerte: Anteilscheine von ThyssenKrupp (WKN:750000) verteuerten sich um 1,2 % und im MDAX (WKN:846741) legten die Papiere von Salzgitter (WKN:620200) 1,9 % zu.

Auch am Dienstag startete der DAX optimistisch und überwand ein weiteres Mal die 10.700er-Schwelle. Allerdings vermieste der im August unerwartet stark eingebrochene US-Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe den Marktteilnehmern in der zweiten Hälfte der Handelssitzung die Kauflaune. Beim Schlussstand von 10.687 Punkten blieb nur noch ein Plus von 0,1 %.

An die Spitze der deutschen Standardwerte setzte sich die Aktie des Medizinkonzerns Fresenius (WKN:578560), die mit einem Aufschlag von 6,4 % einen neuen Höchstkurs erreichte. Das Bad Homburger Unternehmen will für rund 5,8 Milliarden Euro den spanischen Krankenhausbetreiber Quirónsalud übernehmen.

Übernahmewillig ist auch Bayer (WKN:BAY001): Der Chemie- und Pharmariese erhöhte sein Angebot für das US-Agrarunternehmen Monsanto auf 127,50 Euro pro Aktie. Die Marktteilnehmer quittierten dies mit einem Kursplus von 1,8 %.

Am Mittwoch unternahm der DAX den dritten Versuch in Folge, sich oberhalb von 10.700 Punkten zu etablieren. Bis 15:30 gelang das. Das Plus betrug zu diesem Zeitpunkt 0,4 %.

Wie geht es weiter?

Am Donnerstag (08.09.) wird die chinesische Handelsbilanz für August veröffentlicht. Die deutschen Statistiker informieren uns über die Entwicklung der Arbeitskosten im zweiten Quartal. Um 13:45 verkündet die Europäische Zentralbank ihren Zinsentscheid. In den USA wird die Zahl der in dieser Woche gestellten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bekannt gegeben.

Am Freitag (09.09.) erreichen uns aus China Daten zur Entwicklung des Arbeitsmarktes sowie der Erzeuger- und Verbraucherpreise im August. In Deutschland wird die Handelsbilanz für Juli veröffentlicht. Die Lufthansa (WKN:823212) gibt ihre Verkehrszahlen für August bekannt. Die US-Statistiker äußern sich zur Entwicklung der Lagerbestände im Juli.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool eine angenehme Restwoche.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genanten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.

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