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Fünf Tipps für dein Renten-Portfolio

Quelle: Pixabay, Marie Marrero.

Eins vorweg: Es gibt natürlich nicht die eine goldrichtige Methode, das eine Modell, nach dem du dein Portfolio für den Ruhestand flottmachst. Es hängt immer davon ab, was genau deine Investmentziele sind und wieviel Zeit du hast, um Vermögen anzuhäufen. Wie dem auch sei, hier haben wir fünf Schritte aufgelistet, denen du folgen kannst, wenn du ein ganz solides Portfolio für den Ruhestand haben willst.

Finger weg von Risiko-Aktien

Ein Rezept für potenziell verheerende Wirkungen für Investments im Alter: ein Portfolio randvoll mit Hochrisiko-Aktien. Selbst wenn du derzeit nur eine Handvoll solcher Aktien hast, solltest du darüber nachdenken, sie zu veräußern. Mit Volatilität lässt sich viel besser umgehen, wenn man noch ein ganzes Stück vom Ruhestand entfernt ist. Sollte dann nämlich eine oder andere abschmieren, musst du nur warten, bis die Erholungsphase eintritt, oder, falls es doch noch schlimmer ist, bleibt dir genügend Arbeitszeit übrig, um neues Geld zu erwirtschaften.

Es gibt eine ganze Reihe Aktien, die für uns zu riskant sind. Darunter Aktien, wo man die Geschäftsmodelle der Unternehmen nicht ganz nachvollziehen kann, wo die Wettbewerbsvorteile nicht klar sind, oder wo die Aktie ganz einfach überbewertet ist.

Her mit den Dividendenaktien

Welche Art von Aktien solltest du dann halten? Nun, besonders schön sind natürlich solche, die dir ein regelmäßiges Einkommen zahlen. Darunter sind Dividendenaktien sehr beliebt, allerdings musst du auch dort gut aussuchen. Halt Ausschau nach gesunden und wachsenden Unternehmen (also solchen mit wenig oder überhaupt keinen Verbindlichkeiten), Wettbewerbsvorteilen (starke Marken bzw. hohe Markteintrittshürden für Mitbewerber sowie viel Platz zum wachsen), und konzentriere dich auf die Dividendenwachstumsrate ebenso sehr wie auf die Dividende selber.

Denn manchmal ist eine Dividende von 2 % einer von 3 oder 4 % vorzuziehen, wenn festzustellen ist, dass man sie zu einer viel schnelleren Rate erhöht. In ein paar Jahren schon könnte sie mehr Geld abwerfen als die anderen, jetzt noch höheren Dividenden. Such dir eine mit geringer Gewinnausschüttungsquote, so bei 75 % oder noch darunter. Das Verhältnis zeigt dir, wieviel Prozent der Einnahmen ausgeschüttet werden. Wenn die Zahl also sehr hoch ist, dann hat das Unternehmen nicht mehr viel Möglichkeiten in schweren Zeiten, was dazu führen kann, dass die Auszahlung irgendwann verringert werden muss.

Vorzugsaktien bieten in der Regel überdurchschnittliche Dividenden unter unterdurchschnittlichen Wertverfall – klingt also nach einer guten Wahl für Anleger im Ruhestand. Du kannst dir ein ganzes Portfolio nur aus Vorzugsaktien aus einem oder mehreren Vorzugsaktien-Fonds zusammenstellen, z.B. mit dem PowerShares Preferred Portfolio (WKN:A0RPLY) ETF, der jüngst 5,5 % ausgeschüttet hat.

Immobilienfonds, die eine ganze Reihe an Arten von Immobilien umfassen, darunter Geschäfts- und Wohngebäude, Apartments, Märkte, Krankenhäuser und Kaufhäuser, sind eine weitere sinnvolle Wahl für ein sogenanntes „Model-Portfolio“. Sie bieten Zugang zur Immobilienbranche, ohne dass man sich direkt an Immobilien beteiligen muss, die man dann vermieten und renovieren müsste, und die von Zeit zu Zeit schwer zu veräußern sein können. Es gibt ETFs, die sich auf Immobilienfonds spezialisieren, darunter der Schwab US REIT ETF.

Assets vernünftig streuen

Die besten Portfolios für den Ruhestand werden vernünftig gestreut sein, d.h., sie werden auf viele Kategorien verteilt sein, darunter Aktien, Schatzbriefe, Cash. Eine Regel: Je jünger du bist, desto größer sollte der Anteil deines Investments in Aktien angelegt sein, da der Aktienmarkt schneller wächst als andere Anlageformen. Mit zunehmendem Alter ist es sinnvoll, wenn man mehr und mehr in Anleihen steckt, die zwar langsamer an Wert zulegen, dafür aber mehr Stabilität bieten. Es ist auch nicht verkehrt, wenn man für den Notfall ein bisschen Cash zur Hand hat – oder, um schnell sich bietenden Chancen zu nutzen, etwa eine Aktie, die gesunken ist, oder ein gesamter Markt, der an Wert verloren hat.

Ein Modell für Ruheständler: den Großteil in Anleihen (welchen Anteil die einnehmen, sagt dir deine Risikobereitschaft), mit einem guten Schuss Aktien. Selbst mit 70 Jahren kannst du gut und gerne noch 20 Jahre vor dir haben, dein Portfolio kann also selbst dann noch tüchtig wachsen.

Du kannst gerne auch ein paar Wachstumsaktien mit beimischen. Zwar solltest du vorsichtig sein, was unbekannte Unternehmen angeht, aber es ist nicht verkehrt, wenn du große Unternehmen unter die Lupe nimmst, die noch jede Menge Platz zum wachsen haben. Beispiele: Apple, Google, Amazon.com, Starbucks und Celgene. Kauf aber nur, wenn die Aktie deiner Meinung nach unterbewertet ist. Du musst dir auch im Klaren darüber sein, dass du mit den Entwicklungen Schritt halten musst, damit du schnell reagieren kannst, sollte dort mal rauerer Wind herrschen.

Außerdem effektiv: eine Reihe langsam wachsender Blue Chips, darunter Johnson & Johnson, General Motors und General Electric. Warte aber auch hier auf interessante Einstiegsgelegenheiten, bevor du zuschlägst. Sei dir auch bewusst, dass viele davon sehr reizvolle Dividendenzahler sind, was für dich umso schöner ist.

Warum nicht auch mal Rentenversicherungen?

Schön ist es doch, wenn man mit zunehmendem Alter den Druck etwas reduzieren kann. Das geht besonders gut mit einer Rentenversicherung. Wenn du eine oder zwei mit ins Portfolio holst, kannst du dich auf regelmäßige Zahlungen verlassen, ganz ohne, dass du Tag für Tag Aktienkurse verfolgen musst.

Konzentriere dich dabei auf festgesetzte Versicherungen, keine Variablen. Fixe Versicherungen bieten eine feste Auszahlung (die oft mit steigender Inflation angehoben werden). Mit einem Investment von 200.000 Euro kann so ein 70 Jahre altes Paar Monat für Monat mit einer Auszahlung von 1.000 Euro rechnen, solange zumindest einer von beiden am Leben bleibt. Jemand, der 65 Jahre alt ist, könnte heute für 100.000 Euro Monat für Monat 1.200 Euro kassieren, beginnend mit dem 75. Geburtstag. Einfach eine gute Art, um am Ende nicht ohne Cash in den Taschen dazustehen.

Verfüge immer über ein Sicherheitsnetz

Letztlich brauchst du immer ein Sicherheitsnetz in deinem Portfolio. Die vorangegangenen Schritte sind ja schon ein bisschen dazu angelegt: risikoreiche Aktien vermeiden und Cash für Flexibilität behalten. Wie auch immer, fast jeder kommt mal in die Situation, wo er mal Geld in Renovierungsarbeiten oder Reparaturen stecken muss, oder sonstwas Unerwartetes plötzlich Geld verlangt.

Wenn du in Aktien investierst, sobald sie für dich wie ein Schnäppchen wirken, ist auch das eine Art Absicherung. Eine oder zwei Rentenversicherungen – idealerweise von verschiedenen hochrangigen Anbietern – bieten ebenfalls Sicherheit, indem du quasi garantiertes Einkommen erhältst.

Nur vor einem kann dich selbst die beste Planung nicht bewahren: dass im Leben eben dann und wann mal etwas Unerwartetes passiert. Du kannst aber eben darauf vorbereitet sein.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A Aktien), Alphabet (C Aktien), Amazon.com, Apple, Celgene, Johnson and Johnson und Starbucks. The Motley Fool besitzt Aktien von General Eectric. The Motley Fool empfiehlt General Motors.

Dieser Artikel von Selena Maranjian erschien am 4.9.2016 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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