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Volkswagen gibt hohe Rabatte, um den Dieselskandal vergessen zu machen

Foto: Pixabay, Mahal

Der letzte Monat war eine ziemlich Wundertüte für Volkswagen (WKN:719000). Die Tochtergesellschaft Audi (WKN:675700) hatte den zweitbesten Monat bei den Verkäufen in den USA in der Firmengeschichte, die Marke VW erlitt den 10. monatlichen Rückgang in Folge.

Ein großer Rückgang für VW, aber die Anreize haben das abgemildert

ANREIZPROGRAMME HABEN IM LETZTEN MONAT GEHOLFEN, DIE VERKÄUFE EINIGER VW-MODELLE AUFZUBESSERN. ABER DER GOLF GEHÖHRTE NICHT DAZU: DIE UMSÄTZE DES EINST SO BELIEBTEN PKWs FIELEN IM AUGUST UM 32 %. BILDQUELLE: VOLKSWAGEN.

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Die Umsätze in den USA fielen bei VW im letzten Monat um 9,1 % auf 29.384 Fahrzeuge. Das war der 10. monatlich Rückgang in Folge– aber ob du es glaubst oder nicht, das war sogar ziemlich gut.

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Die Marke VW leidet noch immer an dem Dieselskandal, nachdem das Unternehmen zugegeben hatte, jahrelang bei Emissionstests betrogen zu haben. Die Händler leiden auch an den Nachwirkungen des Skandals. Im Moment kann VW keine Dieselfahrzeuge in den USA verkaufen. Bis zum Bekanntwerden des Skandals machten Dieselfahrzeuge 20 % der Umsätze von VW in den USA aus.

Ein Rückgang von nur 9,1 % sieht also ziemlich gut aus. Aber wie hat VW das geschafft? Mit Anreizprogrammen, wie es aussieht. Laut Schätzungen von TrueCar, gibt VW verglichen mit dem Vorjahr 25 % mehr Rabatt und hat die durchschnittliche Ersparnis auf 3.793 US-Dollar pro Fahrzeug erhöht. (Das beinhaltet VW, Audi und Porsche.)

Aber die Anreize haben ihren Zweck erfüllt. In einem Markt, der brutal für Kompakt- und mittelgroße Limousinen ist und ohne die Dieseloption, die bis vor einem Jahr noch so beliebt war, schaffte zumindest der Jetta einen Umsatzgewinn von 5,5 % im Jahresvergleich. Die Verkäufe des etwas größeren Passat blieben ziemlich unverändert und fielen nur um 0,3 %, was man unter den gegebenen Umständen aber als einen Sieg verbuchen kann. Der kleine Tiguan SUV war ein weiteres Highlight. Die Umsätze stiegen um 4,3 % auf 3.302 Fahrzeuge.

Andererseits kam der Golf ziemlich unter die Räder. Es wurden 32 % weniger, also nur noch 4.840 Einheiten verkauft.

Bei Audi sieht’s viel besser aus, da sich die SUVs gut verkaufen

Bei Audi gibt es bessere Nachrichten. Einige Audi-Modelle hatten zwar auch die Schummelsoftware, aber dabei handelte es sich nur um einen kleinen Anteil der Verkäufe in den USA — Die Marke selbst scheint nur wenig unter dem Skandal gelitten zu haben.

Das Umsatzplus von 2,5 % im Jahresvergleich mag sich nach wenig anhören, aber das war schon beeindruckend, da der amerikanische Markt für PKWs verglichen mit dem August 2015 um 4,1 % eingebrochen ist. Das starke Angebot von Audi bestehend aus Crossover SUVs hat geholfen, den Umsatz zu erhöhen, da die Käufer immer weniger traditionelle Limousinen kaufen.

DIE SUVS VON VW HABEN SICH IN DEN USA NICHT GUT ENTWICKELT. ABER DER KOMPAKTE TIGUAN VERKAUFT SICH IMMER BESSER. BILDQUELLE: VOLKSWAGEN.

Der kleine Q3 Crossover ist sehr gefragt. Die Verkäufe stiegen um 88 % auf 2.238 Einheiten – das erste Monatsergebnis über 2.000 Einheiten in den USA. Die größere Version Q7 verzeichnetet einen Anstieg um 16,4 % mit 2.347 verkauften Einheiten. Überraschenderweise rutsche der mittelgroße Q5 Crossover – der bisherige Bestseller in den USA – um 12,5 % im Jahresvergleich auf 4.419 verkaufte Fahrzeuge ab.

IN LETZER ZEIT VERKAUFEN SICH DIE LIMOUSINEN NICHT GUT, ABER DER KOMPLETT NEUE AUDI A4 HAT SICH IM AUGUST GUT VERKAUFT. BILDQUELLE: AUDI.

Wie die meisten Konkurrenten meldete auch Audi einen hohen Rückgang bei den Verkäufen im August – mit Ausnahme des komplett neuen 2017er A4. Die Umsätze des A4 stiegen im August um fast 17 % verglichen mit den Vorjahreszahlen des Vorgängers.

Audi ist in Form, aber VW hat noch einiges an Arbeit vor sich

CEO Matthias Müller hat schon eingeräumt, dass die Marke VW noch viel Arbeit in den USA beanspruchen wird, auch ohne den Schlamassel mit dem Skandal. Der Tiguan hat sich einigermaßen verkauft, aber das Angebot ist immer noch zu sehr auf Limousinen beschränkt, während die Käufer immer mehr SUVs kaufen.

Müller und sein Team haben angekündigt, mehr VW-SUVs in den USA anbieten zu wollen, darunter mindestens ein Modell, dass speziell für den amerikanischen Markt designt werden soll. VW hat auch klargemacht, dass man Dieselmotoren hier nicht mehr aggressiv bewerben wolle. Stattdessen wolle man eine Palette an neuen Plug-ins und batterieelektrischen VW-Modellen anbieten.

VW ist der weltgrößte Autohersteller, aber die Präsenz in den USA ist klein und die Verkäufer hier machen kaum einen Unterschied für das Unternehmen. Die USA sind aber immer noch ein wichtiger und lukrativer Markt und Müller würde hier sicher gerne mehr Fahrzeuge verkaufen. Das kann mit attraktiven neuen Produkten sicher möglich sein, aber bis dahin wird noch jede Menge Zeit ins Land gehen.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und wurde am 02.09.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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