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Netflix flirtet mit der 100-Dollar-Marke – mal wieder

bereitgestellt von Fool.com

Die Aktie von Netflix (WKN:552484) klettert langsam aber sicher wieder nach oben, nachdem sie letzte Woche dank nicht gerade formidabler Quartalszahlen ziemlich an Wert eingebüßt hat. Anleger glauben wieder an die Aktie, und damit sind sie nicht allein: ein echter Profi von der Wall Street schwärmt ebenfalls von Netflix.

Ralph Schackart ist Analyst bei William Blair und und stuft die Aktie des größten Video-Streaming-Diensts hoch von „market perform“ hoach auf „outperform“. Schackart denkt, dass die nächsten Jahre gut aussehen werden. Seine Bullen-Meinung besagt, dass die Aktie im Jahr 2020 bei 185 US-Dollar stehen könnte. Schlimmstenfalls wäre sie seiner Meinung nach dann bei 110 Dollar, und selbst das wäre ja immer noch höher als Stand jetzt.

Schackarts Hochstufung erfolgte, nachdem die Aktie am 24.8. bei 95,18 Dollar abschloss. Seine Meinung sorgte nachbörslich nicht für viel Trubel, aber es ist vorstellbar, dass es nicht viel braucht, damit die Aktie wieder auf dreistellige Zahlen steigt. Es wäre eine positive Entwicklung, die das Unternehmen auch gut gebrauchen könnte.

Auf und ab

Netflix begann das Jahr bei über 100 Dollar. Jetzt liegt man darunter, und es fiel dem Unternehmen schwer, dreistellig zu bleiben. Man war zwar immer mal wieder bei über 100 Dollar, allerdings fiel die Aktie daraufhin bislang sechs mal unter den magischen Wert. Zuletzt geschah das Anfang Juni – anders gesagt: Die Aktie lag die letzten 56 Tage im zweistelligen Bereich.

Diese Durststrecke hätte wohl nicht allzu lange gedauert, hätte man nicht die wirklich schlimmen Quartalszahlen verkünden müssen. Netflix blieb weit hinter den Erwartungen zurück, und das ist nicht gut für ein Unternehmen, das in der Vergangenheit immer wieder vergleichsweise leicht zu erreichende Prognosen vorgegeben hat, die man mühelos erfüllen konnte. Man kam den Erwartungen nicht einmal nahe. Im Quartal bis Ende Juni konnte man gerade mal 1,68 Millionen Neukunden dazugewinnen, was weit unter den erwarteten 2,5 Millionen zurückblieb.

Für das laufende Quartal will man 2,3 Millionen Neukunden generieren – nicht gut genug. Denn im Vorjahreszeitraum konnte man noch 3,62 Millionen Menschen zu einem Abo überzeugen, deswegen sind die derzeitigen Erwartungen auch ein böses Omen. Die Kombination aus vermasselten Vorgaben und schlechten Aussichten hat die Aktie in den Keller geschickt. An einem Tag verlor sie 13 % an Wert, von 98,81 auf 85,85 US-Dollar.

Man kann also schon sagen, dass die Aktie mittlerweile wieder im dreistelligen Bereich stehen würde, hätte man nicht im letzten Monat diese Zahlen vorlegen müssen.

Mission „oben bleiben“

Es gibt genügend Initiativen, die die Aktie wieder über die 100-Dollar-Hürde schicken können. Viele Abonnenten, die im Jahr mit 7,99-Dollar-Angeboten gelockt wurden, müssen jetzt den vollen Preis zahlen, was zu mehr Umsatz pro Nutzer führen dürfte, und was außerdem dazu führen könnte, dass man das verlangsamte Nutzerwachstum verschmerzen kann.

Netflix kann auch auf interessanteren Content verweisen, auch wenn die Aktie sich wohl nur träge nach oben bewegen wird, bloß, weil es schöne Shows gibt. Das Thema Buyout? Wird immer mal wieder laut, weil ab und zu einem der Medien-Giganten auffällt, dass es wohl einfacher ist, Netflix zu besitzen als mit Netflix konkurrieren zu müssen.

Es gibt also genügend Wege, die wieder nach oben führen. Es hilft, dass der Markt ebenfalls nach oben trendet, aber das allein kann es nicht sein. Netflix wird sich etwas einfallen lassen müssen, um permanent oben zu bleiben.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Netflix.

Dieser Artikel von Rick Munarriz erschien am 25.8.2016 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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