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Wirecard im ersten Halbjahr: Die Erfolgsstory geht weiter

Foto: Wirecard AG

Ob zu Hause auf dem Sofa oder in der U-Bahn mit dem Smartphone – für alle von uns ist es heute selbstverständlich, im Internet einzukaufen. Aber auch in Geschäften wird immer mehr bargeldlos bezahlt.

Kein Wunder, dass die Branche der Payment Technologies brummt. Das zeigen auch die Halbjahreszahlen der Wirecard AG (WKN: 747206), die am letzten Mittwoch veröffentlicht wurden.

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Der Umsatz wächst und wächst … und wächst

Wirecard setzte in den ersten sechs Monaten des Jahres 452 Millionen Euro um, das sind 33 % mehr als im gleichen Zeitraum 2015. Was diesen Wert besonders interessant macht, ist der Vergleich mit den Vorjahren: Von 2014 auf 2015 betrug die Zunahme 27 %, ein Jahr davor „nur“ 24 %.

Wirecard wächst also nicht nur in hohem Tempo, dieses Wachstum beschleunigt sich auch noch von Jahr zu Jahr.

Das wichtigste Geschäftsfeld für Wirecard ist und bleibt Payment Processing, also die Durchführung und Verarbeitung von elektronischen Zahlungsvorgängen. Das über die Wirecard-Plattform im ersten Halbjahr 2016 abgewickelte Transaktionsvolumen wuchs um 35 % auf 27,4 Mrd. Euro. Auch hier sehen wir wieder eine Zunahme der Steigerungsraten: 30 % und 28 % waren es in den Vorjahren.

Für Wirecard blieben davon 347 Millionen Euro als Umsatz übrig. Das sind rund 77 % des Gesamtumsatzes und 42 % mehr als im ersten Halbjahr 2015. Das Geschäft floriert.

Der Gewinn und ein Sondereffekt

Die zunehmende Größe Wirecards zeigt sich beim EBITDA besonders gut. Mit dieser Kennzahl wird der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, also das Ergebnis des operativen Geschäfts, gezeigt. Das EBITDA betrug im ersten Halbjahr 132 Millionen Euro und lag damit um 35 % höher als 2015. Dass das EBITDA stärker zulegt als der Umsatz, zeigt uns, dass Wirecard Skaleneffekte nutzen kann – die relativen Kosten für die Plattform sinken mit steigender Nutzerzahl.

Besonders auffällig ist der Anstieg des Ergebnisses nach Steuern: Das legte nämlich um satte 174 % auf 167 Millionen Euro zu. Hier gab es allerdings einen einmaligen Sondereffekt: Der US-Kreditkartenkonzern Visa hatte sich vor seinem Börsengang 2007 von seiner Tochter Visa Europe getrennt, diese nun aber von einer Gruppe mehrerer tausend Banken, zu denen auch Wirecard gehörte, zurückgekauft.

Durch den Verkauf der Anteile erlöste das Unternehmen einen Finanzertrag von 90 Millionen Euro. Ohne diesen Effekt läge das Ergebnis nach Steuern bei 77 Millionen Euro und damit um 26,3 % höher als im Vorjahr.

Glänzende Aussichten

Das erste Halbjahr verlief also wunderbar für die Aschheimer. Und der Rest des Jahres soll nicht anders werden. Vorstandschef Dr. Markus Braun formulierte es im Zwischenbericht so:

Für das zweite Halbjahr 2016 erwarten meine Vorstandskollegen und ich eine ausgesprochen positive Geschäftsentwicklung. Wir bestätigen unsere Prognose, einen operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) für das Geschäftsjahr 2016 von 290 Millionen Euro bis 310 Millionen Euro zu erzielen.

Das wäre eine Zunahme von 32 % bis 36 % – also Zahlen, die wir von Wirecard inzwischen gewohnt sind. Zahlen, die zeigen, dass sich das Wachstum weiterhin beschleunigt.

Wirecard bedient mehrere globale Megatrends, darunter den Ersatz von Käufen vor Ort durch Mobil- und Internet-Transaktionen (und somit mehr bargeldlose Geschäfte, die in Echtzeit abgewickelt werden) und das Zusammenwachsen der Vertriebskanäle Point of Sale, Mobil und Internet.

Durch Übernahmen in Indien (2015) und den USA (Juni 2016) stärkt Wirecard zudem die internationale Präsenz.

Und nicht zuletzt entwickelt das Unternehmen innovative Produkte, etwa das Wirecard Checkout Portal, eine vollautomatische Lösung, die kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Marktplätzen die Online-Zahlungsabwicklung ermöglicht, oder boon, eine digitale Bezahllösung für Android-Smartphones.

Ist jetzt der Zeitpunkt zum Einstieg gekommen?

An der Börse wurden die Zahlen zunächst gar nicht gut aufgenommen. Die Aktie verlor am Mittwoch in der Spitze 6 %, um den Tag mit einem Minus von 2 % zu beenden. Die Erklärungen, die es zu lesen gab, waren dürftig, also weiß niemand einen echten Grund dafür. Aber uns Fools freuen Kursrückgänge ja, denn sie ermöglichen es uns, gute Aktien günstiger zu kaufen.

Wenn ich mit einem Anstieg des Gewinns um 30 % rechne, dürfte Wirecard einen Gewinn pro Aktie von etwa 1,50 Euro erreichen (der Visa-Sondereffekt bleibt dabei unberücksichtigt). Am 22. August schloss die Aktie bei 41,285 Euro. Somit errechnet sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 27,5.

Das ist schon ein sportlicher Wert. Wenn Du aber dagegen setzt, dass Wirecard derzeit mit über 30 % pro Jahr wächst (und mit steigender Tendenz!), dann relativiert sich das etwas. Aktien von stark wachsenden Unternehmen gelten allgemein als attraktiv bewertet, wenn das KGV unter der Wachstumsrate des Unternehmens liegt.

Hinzu kommt, dass der Vorstandschef Dr. Braun 7 % der Aktien besitzt. Diese sind rund 350 Millionen Euro wert. Das ist schon eine Ansage und gibt mir eine gewisse Sicherheit, dass der Vorstand besonnen handelt und sich nicht auf teure Experimente einlassen wird.

Ich halte Wirecard derzeit für eine attraktive Anlage für den Foolishen Investor, der langfristig denkt und von globalen Megatrends profitieren möchte.

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Peter Roegner besitzt Aktien der Wirecard AG und der Visa Inc. The Motley empfiehlt und besitzt Aktien von Visa.

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