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Wie GoPro den Krieg der Drohnen für sich entscheiden kann

Foto: Pixabay, bergblau

Irgendwann in diesem Herbst wird die Drohne von GoPro (WKN:A1XE7G) mit dem Namen „Karma“ auf den Markt kommen. Es wird natürlich nicht genügen, wenn diese nur mit der Konkurrenz mithält. GoPrp muss schon etwas Besonderes vorlegen, und zwar zu einem verlockenden Preis.

Das ist keine leichte Sache, wenn man gegen große Player wie DJI und Parrot bestehen will, dazu noch ein Haufen kleinerer Konkurrenten, die auf den Markt drängen.

Was die Karma liefern muss

Hier einige Features, die die Karma wird haben müssen:

  • Kompaktes Format: Die meisten Drohnen sind alles andere als handlich, vor allem, wenn sie ohne spezielles Case geliefert werden. Sollte die Karma als gut zu transportieren sein, wäre das von Vorteil. Anfang des Jahres kam eine Skizze von einer handlichen Drohne an der Öffentlichkeit von einem Ingenieur, der mittlerweile bei GoPro angestellt ist. Dabei handelte es sich um ein kastenförmiges Design mit „Armen“, die vom Körper abstanden. Das sah schon relativ handlich aus.
  • Vorprogrammierbare Flugrouten: Käufer der Drohne von GoPro werden sicherlich schon vor dem Flug feste Routen einstellen können, und zwar vom Smartphone oder Tablet aus. Die meisten Drohnen leisten das mittlerweile, bei schwächelndem Akku kommen sie dann rechtzeitig zur Ausgangsbasis zurück. Außerdem notwendig: eine intuitiv zu verstehende Benutzeroberfläche, damit man keinen Nutzer vergrault.
  • Tracking: Ganz wichtig. DJI bietet ein visuelles Tracking-Feature, das es dem Nutzer erlaubt, eine Person oder einen Gegenstand zu markieren und diesem automatisch zu folgen. Andere Designs bieten beispielweise eigene Tracker, denen die Drohne folgen kann.
  • Hindernissen ausweichen: Es wäre eine ziemlich große Enttäuschung, sollte die Karma nicht von alleine Hindernisse erkennen und ihnen ausweichen können. Derzeit bei anderen Drohnen ein Standard-Feature.

Dazu gesellen sich noch die Fragen nach der Steuerung. Manche Drohnen werden via Smartphone gesteuert, andere mit einem Joystick-artigen Gerät, das in der Regel angenehmer zu bedienen ist und eine größere Reichweite aufweist. Für GoPro gilt es in diesem Fall keinen Standard zu bedienen, ist die Drohnen-Branche noch recht jung. Sollte die Steuerung aber nicht intuitiv sein, könnte das für GoPro schnell den Markt verkleinern.

Quelle: GoPro

Quelle: GoPro

Kann GoPro mit Omni abheben?

Mehr und mehr Drohnen haben mittlerweile integrierte Kameras, mit denen Nutzer sehen können, wohin sie fliegen und was sie filmen. Es ist recht wahrscheinlich, dass in der Karma eine GoPro – vielleicht gar eine neue Hero5 – integriert sein wird, allerdings könnte das nicht alles sein.

Die Omni ist das 360-Grad-Gerät von GoPro. Damit kann man immersives VR-Video aufnehmen. Die Aufnahmen sollen dann mit einem VR-Headset oder der VR-App von GoPro angesehen werden, wenn man sich mal die Aufnahmen oben ansieht, merkt man, dass dies ein Omni-Foto ist, das von einer Drohne oder vom Helikopter aus gemacht wurde. Weiterhin wird es Omni Drohnenvideos geben. Diese Art von Fotos wären neuartige Features in der Drohnen-Branche und würden GoPro einen großen Vorteil geben.

Angriff auf den Markt für Drohnen

Bei Action-Kameras hatte GoPro bislang großen Erfolg, weil die Produkte recht robust und einfach zu bedienen waren. Sollte es dem Unternehmen gelingen, etwas ähnliches für Drohnen zu zaubern, könnte das schnell zum Hit werden. Da man aber über die Karma derzeit noch nicht gerade viel weiß, kann man als Anleger eigentlich nur hoffen, dass Nick Woodman und Team das Design ordentlich hinbekommen.

Falls es gelingt, könnten Drohnen für GoPro fix zum Milliarden-Dollar-Business werden. Und das wiederum würde dafür sorgen, dass die Absätze für Produkte wie Omni und die Hero5 nochmal steigen, und das dürfte Anleger sehr, sehr freuen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von GoPro.

Dieser Artikel von Travis Hoium erschien am 17.8.2016 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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