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Was der CFO von Tesla über die Bruttogewinnmarge zu sagen hat

Der Model 3 Prototyp. Im Hintergrund: Teslas Gigafactory. Bildquelle: The Motley Fool.

Tesla Motors (WKN:A1CX3T) war auch in Q2 nicht profitabel. Der Autobauer aus dem Silicon Valley meldete einen Nettoverlust von 293 Millionen US-Dollar oder 2,09 US-Dollar pro Aktie, da noch jede Menge Geld in die Entwicklung des Model 3 fließen.

Trotzdem konnte Tesla einen Bruttogewinn von fast 275 Millionen US-Dollar verbuchen. Das ist nicht dasselbe wie der Nettogewinn oder operative Gewinn, die die meisten anderen Autobauer nutzen, um ihr Unternehmen zu bewerten, aber das sagt uns einige Dinge, die man wissen sollte.

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Die Bruttogewinnmarge ist ein begrenzt nützlicher Indikator

Der Bruttogewinn ist weit davon entfernt, uns ein komplettes Bild davon zu geben, wie gesund ein Unternehmen ist: Das sind nur die Umsätze, die von den Produkten und Diensten generiert werden minus den Kosten, die direkt mit der Herstellung in Verbindung stehen.

Der Bruttogewinn berücksichtigt keine Dinge wie Marketingkosten, Bürobedarf – oder die für Autohersteller so wichtigen (und riesigen) Kosten, um künftige Produkte zu entwickeln.

Aber der Bruttogewinn oder genauer gesagt, die Bruttogewinnmarge (Bruttogewinn geteilt durch Umsatz) kann ein nützlicher Indikator für die Investoren sein. Bei einem Autobauer gibt die Bruttomarge über mehrere Quartale hinweg einen Eindruck davon, wie effizient die Herstellung im Lauf der Zeit läuft. Alternativ kann es helfen zu verstehen, ob die Preise abrutschen – zum Beispiel wenn das Unternehmen seine Preise senken muss, um mit Billiganbietern konkurrieren zu können.

DA DIE PRODUKTION DES MODEL X BESSER LÄUFT, HAT SICH IN Q2 DIE BRUTTOMARGE VON TESLA AUCH VERBESSERT. DER FINANZCHEF VON TESLA GLAUBT ABER, DASS HIER NOCH MEHR DRIN IST. BILDQUELLE: TESLA MOTORS.

DA DIE PRODUKTION DES MODEL X BESSER LÄUFT, HAT SICH IN Q2 DIE BRUTTOMARGE VON TESLA AUCH VERBESSERT. DER FINANZCHEF VON TESLA GLAUBT ABER, DASS HIER NOCH MEHR DRIN IST. BILDQUELLE: TESLA MOTORS.

Die Bruttomarge steht im Vergleich zu den etablierten Premiumherstellern gut da

Die Bruttomarge für das Autogeschäft von Tesla (ohne die Dienstleistungen und andere Umsatzquellen wie auch den Verkauft von ZEV-Credits, den Punkten für Fahrzeuge mit null Emissionen) betrug in Q2 21,2 %. Das ist ein starker Wert, der im Vergleich zu anderen Premiumherstellern gut da steht: BMW (WKN:519000) mit 18%,  Daimler (WKN:710000) mit 20,8%, und Audi (WKN:675700) mit 18,9% (für die erste Jahreshälfte 2016).

Das ist aber kein direkter Vergleich und zwar aus mehreren Gründen und wir können Tesla auch nicht einfach als „besser” bezeichnen. Zuerst einmal treten das Model S und das Model X am oberen Ende des Marktes an, wo die Gewinnmargen am höchsten sind. Die Portfolios der deutschen Premiumhersteller sind aber deutlich größer und gehen viel weiter nach unten als das von Tesla im Moment. (Ganz zu schweigen davon, dass bei Daimler auch noch die Sparte LKWs zum PKW-Segment dazu kommt).

Aber Tesla hat einen bedeutenden Preisvorteil gegenüber seinen deutschen Konkurrenten. Das liegt teilweise an seinem Vertriebsmodell (das die Händler ausklammert) und teilweise, weil das Unternehmen gute Preissetzungsmacht hat: Teslas haben ein hohes Ansehen und keine direkte Konkurrenz. Der Preisvorteil macht wahrscheinlich bei der Bruttomarge ein paar Punkte aus.

Trotz all der erwähnten Punkte legt die Bruttomarge nahe, dass die Effizienz von Tesla den Vergleich mit den Rivalen nicht zu scheuen braucht. Aber der Finanzchef von Tesla glaubt, dass es hier noch Luft nach oben gibt.

Was der CFO über die Erhöhung der Bruttomarge gesagt hat

CFO Jason Wheeler ist erst seit November bei Tesla, aber es wird immer klarer, dass er schon geholfen hat, die Finanzen zu verbessern. Während der Telefonkonferenz zu Q2 merkte Wheeler an, dass die Bruttomarge für das Autosegment ohne den Verkauf von Null-Emissions-Punkten sich vom ersten Quartal von 20,1 % auf 21,2 % in Q2 verbessert habe.

Er wies auf ein paar Punkte hin, die dabei hilfreich waren:

Einer davon war die Überarbeitung des Model S. Es gab eine leichte Preiserhöhung, aber wir hatten ein paar Kostensenkungen vor dem Launch eingebaut. Der zweite Faktor ist natürlich die Produktion des Model X. Wir haben schon darüber gesprochen, wie wir die Probleme hinter uns gelassen haben und wie wir es geschafft haben, die Produktion zu erhöhen. Von daher sieht die Sache sehr gut aus.

Wheeler und CEO Elon Musk haben wiederholt gesagt, dass die ersten Monate der Produktion des Model X, die im Dezember begann, schwierig werden würden, weil es Probleme mit der Qualität und der Herstellung geben könnte. Das hat die Herstellungskosten pro Fahrzeug erhöht und die Bruttomarge in Q1 verringert. Jetzt läuft die Produktion des Model X und die Marge hat sich verbessert.

Aber Wheeler denkt, es geht noch besser. „So wie wir über die Margen denken, sehen wir natürlich noch Möglichkeiten für anhaltende Kostensenkungen, sowohl bei der Herstellung als auch an der in finanzieller Hinsicht.” sagte er.

Wir haben eine gute Basis an Lieferanten und sie freuen sich sehr über das Model 3. Das gibt uns die Möglichkeit, die Kosten zu senken und wir finden auch immer neue Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung in der Herstellung. Wie schon im Brief an die Aktionäre erwähnt, die Arbeitsstunden pro Auto werden weniger und wir sind extrem darauf konzentriert, bei dieser wichtigen Kennzahl Fortschritte zu machen.

Um es kurz zu machen: Tesla wird weiterhin seine Effizienz steigern, auch bei der Produktion des Model 3.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla Motors. Motley Fool empfiehlt BMW.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und wurde am 17.08.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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