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Aktien im Rückblick: Linde-Kurs geht durch die Decke, Fusionsgerüchte in der Stahlbranche

Foto: Pixabay, markusspiske

Der DAX konnte die im Juli gestartete Sommerrally in der zu Ende gehenden Handelswoche nicht fortsetzen und steuert auf einen Verlust von knapp unter 2 % zu. Die Mehrheit der professionellen Marktbeobachter begründet dies schlicht mit Gewinnmitnahmen – schließlich ist das deutsche Börsenbarometer seit Anfang Juli kräftig gestiegen.

Die Quartalsberichtssaison ist so gut wie vorbei. Mit starken Impulsen auf den Kurs von Einzelwerten war deshalb eigentlich nicht zu rechnen. Allerdings kamen Fusionsgerüchte auf …

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Was war an der Börse los?

Die Vorgaben waren positiv: Der Ölpreis war gestiegen, die chinesischen Börsen hatten am frühen Morgen ein Siebenmonatshoch erreicht und die US-Notierungen hatten in der Vorwoche neue Rekordstände markiert. Kein Wunder also, dass der DAX (WKN:846900) am Montag um 0,2 % steigen konnte. Die Schlussnotierung von 10.739 Punkten lag gerade einmal vier Zähler unter dem Jahresendwert von 2015.

Etwas deutlicher fiel der Kursanstieg bei den Vorzügen von Volkswagen (WKN:766403) aus. Die Marktteilnehmer quittierten die Nachricht, dass der Automobilkonzern mit Genehmigung des Kraftfahrzeugbundesamtes weitere 460.000 vom Diesel-Abgasskandal betroffene Autos umrüsten darf, mit einem Aufschlag von 1,4 %. Damit sicherte sich die Aktie des Wolfsburger Konzerns den zweiten Platz in der DAX-Tabelle.

Den ersten Platz in der Standardwerte-Liste belegten die Anteilscheine von HeidelbergCement (WKN:604700), die sich um 2,0 % verteuerten. Im Börsenkeller landete die Lufthansa (WKN:823212) mit einem Minus von 2,3 %. Zuvor war bekannt geworden, dass Tarifgespräche mit der Pilotengewerkschaft Cockpit ergebnislos abgebrochen worden waren.

Im MDAX (WKN:846741) fiel die Aktie des Düngemittelproduzenten K+S (WKN:KSAG88) besonders auf, weil sie mit einem Verlust von 4,4 % den Abwärtskurs der vergangenen Handelstage fortsetzte.

Nach dem Frankfurter Handelsschluss erreichten in New York der Dow Jones, der S&P 500 und der NASDAQ neue Höchststände. Den europäischen Notierungen half dies am Dienstag nicht, weil ein merklich gestiegener Eurokurs den Marktteilnehmern die Kauflaune vermieste. Der DAX gab 0,6 % auf 10.677 Zähler ab.

Auch Analysteneinschätzungen sorgten bei Einzelwerten für miese Stimmung. Beispiel E.ON (WKN:ENAG99): Der Parkettastrologe einer Schweizer Großbank zog seine Kaufempfehlung für die Versorgeraktie zurück, die sich danach um 2,4 % verbilligte.

Grund zur Freude hatten hingegen die Aktionäre von Linde (WKN:648300). Sie profitierten von der Meldung, dass der Industriegase-Spezialist einen Zusammenschluss mit dem US-Konkurrenten Praxair erwägt. Käme dieser zustande, entstünde ein neuer Weltmarktführer. Der Kurs der Linde-Papiere schoss um mehr als 11 % nach oben.

Am Mittwoch setzte der deutsche Leitindex seine Kurskorrektur fort und fiel um 1,3 % auf 10.538 Punkte. Ein wichtiges Gesprächsthema auf dem Parkett waren erneut aufkeimende Zinsängste: Zwei prominente US-Notenbanker hatten am Vortag in Interviews angedeutet, dass in diesem Jahr mindestens eine weitere Anhebung der Leitzinsen möglich sei.

Zum Thema Linde meldeten sich nach dem großen Plus vom Vortag einige Analysten mit eher vorsichtigen Kommentaren zu Wort. Der Kursaugur einer einstmals bedeutenden Landesbank unkte beispielsweise, dass vor dem Zusammengehen mit Praxair erst einmal kartellrechtliche Bedenken auszuräumen seien. Auch einige Linde-Aktionäre hatten anscheinend Bedenken – oder wollten einfach nur Gewinne mitnehmen: Mit einem Minus von rund 3 % gehörte Linde zu den schlechtesten DAX-Werten.

Am Donnerstag konnte der DAX sich wieder ein bisschen erholen und 0,6 % auf 10.603 Punkte zulegen, obwohl der Kurs des Euro erneut gegenüber dem US-Dollar gestiegen war.

Fusionsgerüchte trieben die Kurse von Stahlproduzenten nach oben. Die Anteilscheine von ThyssenKrupp (WKN:750000) verbesserten sich um 3,1 % und die Papiere des kleineren Konkurrenten Salzgitter (WKN:620200) zogen sogar um 6,2 % an. Ein Nachrichtendienst hatte zuvor gemeldet, die Konzerne führten Fusionsgespräche. Dies geschehe auf Drängen der Bundesregierung, die wegen der bevorstehenden Konsolidierung in der Branche einen leistungskräftigen deutschen Produzenten wünsche. Ein Sprecher von Salzgitter dementierte den Bericht.

Am Freitag ging dem DAX wieder die Pust aus. Das Börsenbarometer fiel bis 16:00 Uhr um 0,7 %.

Wie geht es weiter?

Für Montag (22.08.) stehen in Deutschland weder Quartalszahlen wichtiger Unternehmen noch volkswirtschaftliche Kennzahlen zur Veröffentlichung an. In den Vereinigten Staaten gibt die Federal Reserve Bank of Chicago den Juli-Wert des CFNA-Index zur Wirtschaftsaktivität bekannt.

Am Dienstag (23.08.) werden die deutschen Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende und das Dienstleistungsgewerbe publiziert (August-Werte). Das US-Pendant fürs verarbeitende Gewerbe folgt am Nachmittag. Die US-Statistiker berichten über die Verkäufe neuer Häuser im Juli.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein angenehmes Sommerwochenende.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Linde.

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