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Bombardier: Stehen weitere Gewinne an?

Foto: Bombardier

Bombardier (WKN:866671) ist 2016 um 47 % gestiegen und hat sich damit von seinem Tiefpunkt im Februar aus verdoppelt.

Lasst uns einen Blick auf die aktuelle Situation werfen, um zu sehen, ob die Aktie weiter steigen könnte.

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Das Revival der CSeries

Die schlechten Zeiten von Bombardier sind eng mit den strauchelnden CSeries-Jets verbunden.

Das Programm hatte viele Schwierigkeiten, von Entwicklungsverzögerungen bis hin zu mangelnden Kundenzahlen. Anfang 2016 hat der Markt quasi entschieden, dass man das ganze Programm abschreiben kann.

Warum?

Seit 2014 hatte Bombardier keine neue CSeries-Bestellung bekommen und da die erste Lieferung über zwei Jahre hinter der Planung lag, sah es so aus, als würde die Welt nie einen CSerie-Jets im kommerziellen Dienst sehen. Zum schlimmsten Zeitpunkt ist Bombardiers Aktie auf unter 0,80 kanadische Dollar pro Anteil gefallen.

Dann begannen die Dinge, sich zu wandeln.

Die Erholung begann, als Air Canada im Februar ankündigte, dass es eine Absichtserklärung über den Kauf von 45 CSeries-Flugzeugen unterzeichnete. Das hat ein Netz unter der Aktie gespannt und brachte querdenkende Investoren ins Spiel.

Air Canada machte den Deal erst Ende Juni fest, aber der Markt nahm sofort an, dass die Bestellung feststand.

Anfang Februar wandelte Air Baltic eine Option auf sieben neue Jets zu einer festen Bestellung um. Später in diesem Monat gab Delta Air Lines dem strauchelnden Programm seine bis dahin größte Erhöhung der Glaubwürdigkeit, als es 75 der CSeries-Jets bestellte.

Auf einmal lag Bombardier gemütlich über seiner Zielvorstellung von 300 Bestellungen und die Aktie erreichte 2 kanadische Dollar pro Anteil.

Ende Juni lieferte das Unternehmen die ersten beiden neuen Jets an Swiss International Air Lines und die Flugzeuge traten im Juli ihren kommerziellen Dienst an.

Die Zug-Division gewinnt

Bombardier Transport bekommt nicht so große Aufmerksamkeit von den Medien wie das CSeries-Programm, aber die Schienen-Division ist extrem wichtig.

Verlorene Angebote in den USA und lange Verzögerungen bei einem Straßenbahnvertrag mit Toronto haben das Programm in den letzten Jahren überschattet, aber es sieht so aus, als könnte sich die Situation auch hier verbessern.

Bombardier hat kürzlich zwei neue wichtige Zugbestellungen verkündet. Bei der ersten handelt es sich um einen 428 Millionen kanadische Dollar schweren Vertrag, um Züge für Metrolinx zu liefern. Dieses Unternehmen operiert in der weiteren Toronto-Region. Der zweite Deal ist 1,3 Milliarden US-Dollar schwer und es handelt sich dabei um eine Bestellung für 660 neue Züge in England.

Solltest du kaufen?

Bombardier scheint in einer besseren Lage zu sein als Anfang des Jahres, aber Investoren sollten vorsichtig sein, wenn sie weitere Gewinne dieser Aktie erwarten.

Der Ticker hat sich nach den Neuigkeiten der beiden Zug-Deals kaum bewegt und ich vermute, der Markt wartet darauf zu sehen, ob das Unternehmen seine strauchelnde Bilanz verbessern kann.

Bombardier hat Schulden in Höhe von 9 Milliarden US-Dollar und wenige Alternativen zur staatlichen Hilfe.

Quebec und der Pensionsfonds der Region haben bereits über 80 % der 2,5 Milliarden US-Dollar übergeben, die sie im Austausch für Anteile an der CSeries und Bombardier Transport investierten.

Das sollte dabei helfen, die Ausgaben kurzfristig zu decken, aber das Unternehmen verbrennt immer noch ungefähr 500 Millionen US-Dollar pro Quartal und wird in den nächsten 12 bis 18 Monaten wahrscheinlich mehr Geld brauchen.

Die Margen der jüngsten CSeries-Bestellungen werden eng sein, wenn man die 490 Millionen US-Dollar bedenkt, welche das Unternehmen jüngst als Rabatt auf seine 127 Flugzeuge buchte. Analysten sorgen sich nun darum, dass andere Airlines ähnliche Rabatte haben wollen, bevor sie einsteigen.

Das Risiko um einen baldigen Bankrott ist gering, aber ich bin mir nicht sicher, ob es in der kurz- bis mittelfristigen Zukunft für Bombardier viel Raum nach oben gibt. Deswegen würde ich mein Geld erstmal anders investieren.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Andrew Walker auf Englisch verfasst und am 15.8.2016 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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